London mit Tweens

In die Ferien reisen, hat für mich lange Zeit nur eines bedeutet: am Flughafen alle Zuschauer unterhalten. Ich balanciere Kindersitze fürs Auto, Rucksäcke und verschlafene, weinerliche Kinder, während ich mit einer Hand den Kinderwagen schiebe und nach unserem Gate suche – das sich natürlich am Ende des Terminals befindet. Immer schön lächeln, schliesslich sind wir unterwegs in die Ferien!

Diesmal nicht.

Ich habe 12 lange Jahre auf diesen Moment gewartet. 3 Tage in London nur mit meiner 12-Jährigen. Mit dabei sind ein Handgepäck, zwei unserer besten Freunde – ebenfalls ein Mutter-Tween-Gespann – und eine lange Liste, was wir alles unternehmen wollen. Dieses Mal, zum ersten Mal seit langer Zeit, sollen es wirklich Ferien werden.

Unterwegs in London

Ohne kleine Kinder unterwegs zu sein, macht das Leben wesentlich einfacher. Wunderbar, wie sich die Reise verändert, wenn dein Kind sich selber um die eigene Tasche kümmern kann!

Nach unserer Ankunft brachte uns der Heathrow Express direkt ins Stadtzentrum und wir waren dann nur noch eine “Black Cab”-Fahrt von unserem Hotel entfernt.  Der Heathrow Express ist der schnellste Weg vom Flughafen ins Zentrum Londons und viel billiger als ein Taxi.  Alternativ kann man auch die U-Bahn nehmen, die noch günstiger ist, aber zusätzliche Zeit beansprucht. (Ermässigte Tarife können online im Voraus gebucht werden.)

Für den Rest des Aufenthalts benutzten wir die U-Bahn, die Londoner nennen sie “The Tube”, und ab und zu ein Taxi. Mit ihrer eigenen “Oyster Card” fühlten sich die Tweens wie Erwachsene. Und sie lernten, die Tube Karte zu lesen.

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Die “Oyster Card” ist eine Fahrkarte für das Londoner Verkehrssystem, die man an den meisten U-Bahn-Stationen kaufen kann. Man lädt sie mit Geld auf und kann sie für alle öffentlichen Verkehrsmittel in London brauchen. Eine Kreditkarte mit kontaktloser Zahlungsoption geht ebenfalls, damit hat man dieselben günstigen Tarife wie bei der Oyster-Karte. Kinder erhalten weitere ermässigte Tarife, drum sollten sie ihre eigene Karte bekommen. (Die meisten grösseren Tube-Stationen haben Betreuer, die beim Kauf helfen.) Die Kosten für eine Oyster-Karte beinhalten eine Kaution – also Karte unbedingt zurückgeben, sofern man nicht demnächst wieder nach London reist.

Wo übernachten?

Wir hatten uns im Marriott am Grosvenor Square einquartiert. Unser Zimmer war schön, das Frühstücksbuffet grosszügig, aber vor allem war die Lage perfekt: neben den Oxford Street gelegen und nur einen kurzen Spaziergang von der U-Bahn-Station Bond Street entfernt. Man könnte meinen, dass es an so einem Standort laut ist, aber das Hotel liegt in einer ruhigen Strasse, in der man sich vorstellen kann, Londoner zu sein.

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Was unternehmen in London mit Jugendlichen?

London ist eine riesige Stadt voller Möglichkeiten. Es war nicht einfach, unsere Wunschliste einzugrenzen. Wir wollten Spass haben, unsere Tweens von ihren Bildschirmen weglocken und dabei hoffentlich auch etwas lernen. Deshalb hatten wir uns gleich nach der Buchung zusammengesetzt und auf eine Liste unserer Top 4 geeinigt.

Ein Musical anschauen

Mit der grössten Theaterszene ausserhalb des New Yorker Broadway hat man in London die Qual der Wahl. Hier nur eine Auswahl, die Tweens begeistert: The Lion King, School of Rock, Mamma Mia, Wicked und Matilda gehörten zu unseren Favoriten. Wir haben uns schliesslich für Matilda entschieden und waren nicht enttäuscht. Matilda wird im Cambridge Theatre aufgeführt (Haltestelle: Leicester Square) und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Roald Dahl. Wir haben die Tickets schon vor unserer Reise online gebucht und hatten tolle Sitzplätze.

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Papierflugzeug aus dem Musical ‘Matilda’

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Mehr über Londons Geschichte lernen

London ist bekannt für seine wunderbaren Museen und so war es uns wichtig, dass wir uns während unseres Aufenthaltes ein bisschen mit der Geschichte befassen. Wir hatten uns für das Churchill War Rooms Museum in Westminster entschieden. In Anbetracht des aktuellen Weltgeschehens und aufgrund der Tatsache, dass die Mädchen in der Schule etwas über den Zweiten Weltkrieg gelernt hatten, fanden wir die War Rooms eine spannende Ergänzung zum Schulstoff.

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In den Churchill War Rooms

Wir gingen durch die Gänge im geheimen unterirdischen Bunker, den Winston Churchill selbst während des Zweiten Weltkriegs bewohnte. Das Kartenzimmer ist genau so, wie es verlassen wurde als 1945 die Lichter ausgemacht wurden. Das Erstaunlichste war, dass beide Tweens von Anfang an fasziniert waren. Sie hörten den gesamten Audioguide, das hatte es noch nie gegeben. Es war einnehmend, interessant und sehr realitätsnah.

Ein spezielles Museum besuchen

London ist voller Museen, viele davon mit freiem Eintritt und fast alle für Kinder geeignet. Wir waren in der Vergangenheit an den üblichen Orten, also haben wir uns diesmal entschieden, etwas ganz anderes auszuprobieren: das Cartoon Museum.

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Das kleine Museum in einer Seitenstrasse hinter dem British Museum bot einen einzigartigen Blick auf die Geschichte durch Cartoons im Laufe der Jahrzehnte. Das Museum hat saisonale Ausstellungen – als wir zu dort waren, gab es als Bonus gerade “The Inking Women” – Förderung von Karikaturistinnen. Nach der Ausstellung kann man in einem Salon selber zeichnen. Es werden sogar Workshops durchgeführt.

Shopping, natürlich!

Jugendliche lieben Einkaufen, also haben wir uns dafür Zeit genommen. Wir konnten den grossen Menschenmassen auf der Oxford Street ausweichen, indem wir stattdessen zur Kings Road fuhren, wo es immer etwas ruhiger und definitiv schöner ist. Hier findet man gehobene Designer in Kombination mit dem regulären High-Street-Shopping. Sehenswert ist Peter Jones am Sloane Square, wo es für jeden etwas zu entdecken gibt, darunter auch ein paar preiswerte Örtchen, an denen man etwas Kleines zu essen kriegt.

Was essen in London?

“Afternoon Tea” und England gehören ebenso sehr zusammen wie Fondue und die Schweiz. Wir beschlossen, etwas sehr Britisches zu machen. Da wir keine Zeit für einen traditonellen High Tea hatten, genossen wir im Cafe Concerto entlang der Kings Road eine wunderbare Kanne Tee und frische Scones. Wir haben beim Teetrinken natürlich unsere kleinen Finger abgespreizt.

Nachdem wir den obligatorischen Besuch eines “English Pub” absolviert und das erstaunliche Gordon Ramsey Restaurant namens Maze direkt in unserem Hotel probiert hatten, wagten wir uns an unseren letzten Abend zu Burger and Lobster, für – total überraschend – Burger und etwas Hummer.  Die Speisekarte ist klein und ohne Extravaganzen, aber wer mag schon nicht Burger und Hummer?

Unser Fazit nach dem London-Trip

Ein Mini-Urlaub mit einem Tween ist so einfach wie die Buchung von Flug und Hotel. Unsere Mädchen können es kaum erwarten, zurückzukehren – und wir auch nicht!

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Treppen-Hochrennen in der Tube-Station.

Simple Family Travel's Kristin Reinhard on www.anyworkingmom.com

Ich bin Kristin – Fotografin, Autorin, Mutter, Frau und Teilzeit-Minimalistin (vor allem, weil ich Aufräumen nicht mag!). Mit meinem Lifestyle-Blog “Simple Family Travel” möchte ich Lesern helfen, Stress abzubauen, mehr Spass mit der Familie zu haben und Zeit zum Reisen zu finden. So kann ich all meine Leidenschaften ausüben! Ursprünglich aus Australien, lebe ich seit über 16 Jahren in der Schweiz. Schaut auch auf Instagram vorbei.

 

Welche Entdeckungen haben du und deine Kinder in London gemacht? Wir würden gerne Empfehlungen lesen. Um zu kommentieren, mit dem Handy bitte ganz nach unten scrollen – danke!

 

Kaputt nach der Städtereise? Legt die Füsse hoch mit den Tween oder Teenager und macht gemeinsames Netflix-Bingen.  Und wenn ihr kleine Kinder habt, findet ihr in London mit Kleinkind viele Tipps!

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