Schwanger? Gratuliere! Und willkommen in der Welt der Versager!

In deinem Bauch wächst etwas heran. Wundervoll! Leider wächst nun aber auch anderes.

Klar, die Brüste, die bei vielen Schwangeren quasi gleich nach der Befruchtung durchdrehen und überproduzieren… Manche Frauen machen deswegen ja Luftsprünge. Ich nicht, weil das nämlich weh tut bei der momentanen monströsen Grösse. (Wisst ihr, wie viele schöne Bikinis es in in F-Cup – ja, fuck, F! – gibt? Vielleicht fünf, weltweit.)

Sorry für den kleinen Jammer-Einschub, ums Wachstum der Brüste geht’s hier eigentlich gar nicht, auch nicht um die übrigen Veränderungen eines Mombods.

Was wächst, ist unser schlechtes Gewissen. Sauschnell. Weil es irgendwie scheint, als ob wir plötzlich viel mehr falsch machen könnten. Weil wir ständig das Gefühl haben, uns rechtfertigen zu müssen.

Eigentlich machen wir fast alles falsch.

Ständig hören wir nun Sätze wie: “Du musst es ja selber wissen, aber…” Und erfahren dann, was man besser machen sollte. Weil nämlich jeder, der einmal ein Kind ausgetragen (Häschtäg Mommywars) oder eins rumgetragen hat oder selber mal eines gewesen ist, gerne Ratschläge gibt. Am liebsten ungefragt.

Damit ihr euch gleich drauf einstellen könnt, hier eine Liste möglicher Fails – zusammengestellt mit Unterstützung von Andrea und Beth. Und ich bin sicher, wir haben wieder was falsch gemacht und ganz viele Punkte vergessen:

Schwangerschaft

  • Die Regeln ganz genau befolgen. (“Sei doch bisschen lockerer. Früher gab es all diese Verbote bezüglich Käse, Fleisch etc. nicht und trotzdem kamen gesunde Babys zur Welt.”)
  • Die Regeln nicht ganz genau befolgen. (“Ein Glas Prosecco, wirklich? Woher weisst du so genau, dass das nicht direkt ins Babyhirn geht?”)
  • Zig Vorbereitungsbücher lesen. (“Verlass dich doch auf deinen Instinkt.”)
  • Keine Vorbereitungsbücher lesen. (“Verlässt du dich einfach auf deinen Instinkt?”)
  • Das Geschlecht nicht wissen wollen. (“Das verschafft dir doch mehr Stress bei der Namenssuche, Einrichtung und so.”)
  • Das Geschlecht wissen wollen. (“Damit nimmst du dir eine der grössten Überraschungen, die das Leben bereithält.”)
  • Viel zunehmen. (“Du musst imfall nicht für zwei essen.”)
  • Wenig zunehmen. (“Wird dein Baby genügend versorgt?”)
  • Einen blöden Namen aussuchen. (Blöd meint: zu lang, zu kurz, zu normal, zu ausgefallen, zu einfach, zu kompliziert, zu schweizerisch, zu international… Bezüglich Namenswahl kann man eigentlich nichts richtig machen, exgüsi.)
  • Sich eine komplette Babyausstattung zulegen. (“Die Hälfte davon brauchst du sowieso nicht!”)
  • Sich nur fünf Bodys kaufen und den Rest dann nach Bedarf. (“Waaas? Nach der Geburt hast du doch keine Zeit und Nesting ist doch sooooo schööööön! Und man kann so viel Inspiration finden auf Instagram!”)
  • Sport treiben. (“Und plötzlich fällt das Baby unten raus – davon hab ich schon gehört, irgendwo…”)
  • Keinen Sport treiben. (“Und wie willst du eine Geburt durchstehen, wenn du schon beim Treppensteigen keuchst?”)

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  • In den Elternvorbereitungskurs gehen. (“Pfff…also ich habe keine Walgesänge gebraucht und weiss, wie man atmet!”)
  • Auf den Elternvorbereitungskurs pfeifen. (“Wie um Gottes willen soll deine Gebärmutter dann wissen, was sie zu tun hat?!”)
  • Bei starken Beschwerden und Unsicherheiten auch mal auf die Notfallstation gehen. (“Bist du eine dieser hysterischen Schwangeren?”)
  • Bei starken Beschwerden und Unsicherheiten erst mal abwarten. (“Bist du eine dieser risikoliebenden Schwangeren?”)

Geburt

  • Möglichst gut vorausplanen, Spitäler und Geburtshäuser anschauen. (“Bleib flexibel! Es kommt eh immer anders. Vertrau auf deine Urkräfte.”)
  • Nichts vorausplanen. (“Verlässt du dich ganz aufs Fachpersonal? Die sind imfall nicht jede Minute bei dir.”)
  • Einen Kaiserschnitt wollen. (“Du wählst die Easy-Variante, häh?”)
  • Eine Spontangeburt wollen. (“Willst du eine Vagina wie eine Turnhalle? Da macht Sex sicher nicht mehr so viel Spass nachher.”)
  • Der Vater ist im Gebärsaal dabei. (“Muss er das wirklich mitansehen? Hat er dann je wieder Lust auf Sex?”)
  • Der Vater ist im Gebärsaal nicht dabei. (“Ist er ein Weichei?”)
  • Bereits im Voraus auf eine PDA und den “Happy-Knopf” bestehen. (“Also, ICH habe das auch ohne Medis geschafft!”)
  • Die Geburt ohne jegliche Medikamente erleben wollen. (“Du willst die Toughe spielen, he?”)
  • Sich mental auf etwas extrem Anstrengendes einstellen. (“Klar, mit der Einstellung wird es auch schlimm! Sag dir: Das schaffe ich locker! Tschakka!”)
  • Sich mental auf etwas grundsätzlich Schönes einstellen. (“Erde an Mama: Babys flutschen nicht einfach so raus. Eine Geburt ist DER HORROR!“)

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Baby

  • Stillen in der Öffentlichkeit. (“Kannst du nicht ein Tuch nehmen? Manche Leute fühlen sich gestört.”)
  • Nicht in der Öffentlichkeit stillen. (“Lässt du dich etwa von Spiessern einschüchtern? Das ist das Natürlichste der Welt!”)
  • Nicht stillen. (“Hast du es wenigstens versucht?”)
  • Früh abstillen. (“So egoistisch. Das Kind braucht das noch.”)
  • Langzeit-Stillen. (“So egoistisch. Nur noch du brauchst das.”)
  • Früh wieder in den Beruf einsteigen. (“Warum hast du denn überhaupt Kinder gekriegt?”)
  • Spät wieder in den Beruf einsteigen. (“Wolltest mal ein bisschen daheim die Beine hochlegen, häh?”)
  • Nicht wieder in den Beruf einsteigen. (“Deine Ausbildung, einfach für die Katz.”)
  • Das Kind fremdbetreuen lassen, ob 1 oder 5 Tage, ganz egal. (“Kinder brauchen in den ersten Jahren ihre Mutter.”)
  • Das Kind nicht fremdbetreuen lassen. (“Das ist so wichtig für den sozialen Umgang.”)
  • Pampers verwenden. (“Schon ein rechter Abfallberg, nicht?”)
  • Stoffwindeln verwenden. (“Bist du jetzt so eine Öko-Mutti?”)
  • Windelfrei probieren. (“Bist du in einer Sekte?”)
  • Im Tragetuch tragen. (“Hast du nicht Rückenweh?”)
  • Nicht im Tragetuch tragen. (“Nähe ist so wichtig für die Bindung!”)
  • Schlaferziehung versuchen. (“Wie grausam!”)
  • Keine Schlaferziehung machen. (“Wie lasch!”)
  • Kind weinen lassen. (“Das ist Gewalt!”)
  • Kind nicht weinen lassen. (“Du bist eine Glucke!”)
  • Brei füttern. (“Du nimmst dem Kind die Selbstbestimmung!”)
  • Keinen Brei füttern. (“Das Kind verhungert!”)
  • Für Brei-Herstellung nur Bio-Produkte verwenden. (“Da hat aber jemand Geld…”)
  • Für Brei-Herstellung nicht nur Bio-Produkte verwenden. (“Also ich gebe lieber mehr Geld aus, zugunsten der Gesundheit meines Kindes.”)
  • Keine eigenen Babybreis herstellen. (“Das ist doch echt kein Aufwand! Ein paar Stunden pro Woche hast du doch sicher noch frei dafür.”)

Kleinkind

  • Im Elternbett schlafen lassen. (“Wie wollt ihr denn noch Sex haben?”)
  • Nicht im Elternbett schlafen lassen. (“Aber ICH liebe Käsefüsse im Gesicht!”)
  • An Tablet und Co. lassen. (“Das ist wie Ecstasy für die Kinder!”)
  • Von Tablet und Co. fernhalten. (“Das ist rückständig!”)
  • Reisen mit Kleinkindern. (“Die Kinder erinnern sich ja nicht mal!”)
  • Nicht reisen mit Kleinkindern. (“Die Kinder lernen keine fremden Kulturen kennen!”)
  • Streit vor dem Kind. (“Das Kind ist traumatisiert!”)
  • Nicht streiten vor dem Kind. (“Das Kind lernt kein soziales Verhalten!”)
  • Ganz viele Kinderlieder vorsingen. (“Passt du deinen Musikgeschmack echt dem Kind an?”)
  • Keine Kinderlieder vorsingen. (“So wird es nie einen guten Wortschatz lernen!”)
  • Helikoptern. (“Jetzt lass das Kind doch einfach mal machen!”)
  • Nicht jede Sekunde genau aufpassen. (“Die lässt ihr Kind einfach machen!”)

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  • Fördern. (“Voll die Tigermom, he?”)
  • Nicht fördern. (“Dann kommt der Beni aber nicht ins Gymi!”)
  • Neue Kleider kaufen. (“Die gehen ja eh gleich kaputt!”)
  • Nur Occasionskleider brauchen. (“Gönnst nur du dir was Neues? Find ich recht egoistisch.”)
  • Bei Streit mit Spielkameraden im Sandkasten eingreifen. (“Wie soll das Kind selbständig werden?”)
  • Probleme selber lösen lassen. (“Wie soll das Kind wissen, dass es auf dich zählen kann?”)
  • Schmutziges oder nasses Kind nicht immer gleich frisch anziehen. (“Zack, schon hat es eine Lungenentzündung.”)
  • Schmutziges oder nasses Kind rasch frisch anziehen. (“So kann sich der Körper nie gegen Krankheiten, Keime und Co. abhärten.”)
  • Fluchen. (“Huere sagt man nicht!! Auch wenn es in jedem zweiten berndeutschen Satz vorkommt!”)
  • Nicht fluchen. (“WTF? Ihr flucht nie?”)

Kind

  • Ein Handy schenken, egal ab welchem Alter. (“Das Kind wird süchtig!”)
  • Kein Handy schenken. (“Das Kind wird ausgeschlossen!”)
  • Bei Ufzgi helfen. (“Das bringt dem Kind nichts!”)
  • Nicht bei Ufzgi helfen. (“Das bringt dem Kind nichts!”)
  • Nachfragen und überwachen. (“Das schwächt die Eigenverantwortung.”)
  • Nicht nachfragen und überwachen. (“Das schwächt die Disziplin.”)
  • Immer Selbstgekochtes auftischen. (“Hast du nicht auch noch andere Ambitionen, mit deiner tollen Ausbildung?”)
  • Oft irgendwas Rasches auftischen oder die Nummer des Pizza-Lieferanten auswendig kennen. (“Ich finde schon, Blätterteig aus dem Laden geht gar nicht – dafür muss man doch Zeit finden, es geht schliesslich um die Gesundheit!”)
  • Über Geld reden. (“Das leidige Thema kommt noch früh genug.”)
  • Das Thema Geld noch vermeiden. (“Einen vernünftigen Umgang kann man nicht früh genug lernen.”)
  • Das Kind ganz viel ausprobieren lassen, Klavier, Schlagzeug, Judo, Turnen… (“Da ist es ja komplett verplant, das gibt ein Burnout!”)
  • Dem Kind Wünsche nach Klavierstunden, Judokurs etc. abschlagen. (“Lass es ausprobieren, es wird sonst ein lustloser Rumhänger!”)
  • Mit dem Kind über Politik, Gesellschaft, Sexualität, Rassismus, Genderthemen etc. sprechen. (“Lass es doch einfach Kind sein!”)
  • Mit dem Kind nicht über Politik, Gesellschaft, Sexualität, Rassismus, Genderthemen etc. sprechen. (“Lass es doch an der Welt teilhaben!”)

Mutter

  • Den Sinn der eigenen Existenz auch neben den Kindern sehen und arbeiten. (“Wieso wolltest du überhaupt Kinder?”)
  • Sich komplett mit der Mutterrolle identifizieren und in der Familienarbeit aufgehen. (“Du solltest ein Vorbild sein!”)
  • Regelmässig Auszeiten nehmen. (“Und der Vater muss dann alles ganz allein machen? Wow, der Held.”)
  • Am liebsten zu Hause sein. (“Du Hausmütterchen!”)

Undsoweiterundsofort.

Auch wenn wir rational wissen, dass wir es eigentlich nur uns selber rechtmachen müssen: Solche Kritik beschäftigt uns trotzdem, macht auch den Supertoughsten gelegentlich ein schlechtes Gewissen. Mühsam. Aber ich lerne langsam dazu. Und mein Geheimrezept nach ganz vielen “Du musst es ja wissen, aber…”-Ratschlägen ist ein Zitat aus “Vom Winde verweht”:

“Frankly my dear, I don’t give a damn.”

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Oder das:

Kristen Bell Middle Finger GIF - Find & Share on GIPHY

Und was macht ihr so alles falsch? Wir freuen uns über eine Erweiterung unserer Liste! (Für Kommentare via Handy bitte gaaanz nach unten scrollen.)

You are not alone! <3

Autorin

Anja Knabenhans Porträt - www. anyworkingmom.comAnja Knabenhans ist die Chefredaktorin von Any Working Mom. Sie war viele Jahre als Journalistin bei der NZZ und macht heute ihr eigenes Ding mit der ding ding ding GmbH. Während sie beruflich ihre Freude am Tüpflischiss auslebt, zelebriert sie daheim gern das Chaos – als Mutter von zwei Kindern bleibt ihr auch nicht viel anderes übrig.

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28 Kommentare zu “Schwanger? Gratuliere! Und willkommen in der Welt der Versager!

  • Ja, ja und ja! Ich musste herzhaft lachen 😀
    Danke für den tollen Artikel! Und da sind wir mal wieder: Wie wir es machen, wir mahcne es eh falsch. Dann können wir es auch direkt so handhaben, wie wir es für richtig halten 😉

      Antworten
  • Babyalter
    Was du stillst nicht? Dann wird das nix mit abnehmen

    Du lässt dein Kind im Maxicosi schlafen?? das ist ungesund für den Rücken!

    Nur wer sein Kind im Tragetuch trägt ist eine gute Mutter

    Was dein Kind schläft im eigenen Bettchen? Das braucht doch die Wärme der Mama

    Was du gibts deinem 1-jährigen Kind Kuhmilch?

    Warum fliegt ihr in die Ferien? Das Kind kann sich später ja gar nicht mehr daran erinnern (Unterbewusstsein kennsch?)

    Waas 2 Tage in die Kita? Das Kind braucht dich doch.

    Ja es ist gut dein Einzelkind in der Kita fremdbetreuen zu lassen, damit es den sozialen Umgang mit gleichaltrigen lernt.

    Mutter

    Du fährst allein ein Wochenende weg?! *neidneid*. Du kannst doch dein Kind nicht im Stich lassen, es braucht dich doch!

    Als Mutter bist du nun automatisch auch als fürsorgliche Hausfrau registriert.

      Antworten
  • Danke, der Artikel ist toll und so wahr.
    Und wenn die lieben Kleinen mal in der Pupertät sind… dann gehts richtig los…
    17 ..
    Gamen, (ein paar Tage) alleine lassen, Kleiderwahl, Selbständigkeit, Ausgang, nullBockStimmung und natürlich der Übergang von ich hab Kinder zu ich hab erwachsene Kinder (19/21), hier macht man nur Fehler… und bei allem macht es Mutti falsch…
    Liebe Mütter …….wir sind toll

      Antworten
  • Schwangerschaft…

    Stützstrümpfe tragen
    (Hach Du Arme, musst Du Stützstrümpfe tragen? Das musste ich zum Glück nie!)

    Keine Stützstrümpfe tragen
    (Willst Du nicht lieber Stützstrümpfe tragen? Weisch, vorbeugend!)

    Hach und was ich mühsam finde, mit dem Modell „Medizinball-verschluckt-SSW26-dasgehtnochgigantischer“ sind die „Ich ha nid mal im 9te Monet sone grosse Buuch gha“-Kommentare.
    „Bhalts für Diich, mis Chind hed es grosses Deheime. Nämli.“

    Ich musste bei Eurem Post oft schmunzeln, vielen Dank.
    I doooooo feel with you.

      Antworten
  • Danke Andrea, super Artikel.
    Da noch einer:
    wenn Du noch im Mutterschafts”urlaub” bist, wird vom Arbeitsgeber erwartet, dass trozdem (mit Kind und Ehemann, oder wie auch immer Du es organisieren willst/musst, alles zu Deinen Lasten) schon an Workshops teilnimmst, (kannst es ja in den Pausen stillen, ein Baby schläft ja eh immer), ansonsten wird Dir ein mangelndes commitment vorgeworfen. Die nichtberufstätigen meinen dann, Du seist eine ehrgeizige Rabenmutter und fragen Dich ob nun wirklich auf das 2. Einkommen angewiesen bist. Aber Frau will ja nicht erwähnen, dass sie mehr als das Doppelte ihres Partners verdient und nicht nur für den Coiffeur oder um am Ball zu bleiben paar Stunden die Woche arbeitet.

      Antworten
    • Liebe Sara, ich finde, Frau sollte das durchaus erwähnen. Oder antönen. Das mit dem “das eigene Licht unter den Scheffel stellen” ist irgendwie so 1914, oder? 😉

        Antworten
    • ….und abgesehen davon, was hat das denn immer alles mit Geld zu tun? Und was geht andere eure finanzielle Situation an? Dürfen Mann und Frau die Familienkasse nicht beide befüllen, auch wenn eines der Gehälter ausreichend wäre? Darf Frau sich nicht verwirklichen und ihrem Job nachgehen, wenn sie das erfüllt? Soll Frau einem gesellschaftlichem Bild, welchem sie nicht entsprechen möchte, nachkommen nur weil andere das so wollen bzw. das für richtig halten? Wer bestimmt hier eigentlich wie man als Mutter zu sein hat? Ist das nicht die Entscheidung jedes einzelnen?

      Wenn andere gerne zu Hause bleiben möchten und sie damit glücklich sind, hält sie niemand davon ab, sie sollen doch aber bitte auch niemanden davon abhalten, wenn man eben damit glücklich ist auch noch arbeiten zu gehen 🙂 Und wäre es nicht schön, wenn wir uns als Frauen gegenseitig unterstützen, anstatt darüber zu urteilen, wenn andere sich für einen anderen Lebensstil entschieden haben?

        Antworten
  • Danke Andreas, stimmt schon, wenn jemand kommentare mach à la “wieso arbeitst Du überhaupt”, dann sag ich schon was. Meistens sind es aber nur komische Blicke und Stille vom Gegenüber, und meine Interpretation ist dann, dass sie mein Stress nicht verstehen. Aber vielleicht bin ich ja total falsch. Kann ja nicht Gedanken lesen.

      Antworten
  • Ich habe einen 9 wöchigen Sohn. Er ist so ruhig und hat bis jetzt 10 mal richtig geschrien. Andere Eltern mit Kindern die mehr schreien immer so: das kommt schon noch (höre ich mittlerweile seit 9 Wochen und er ist immernoch zufrieden mit uns) …. 🙄

      Antworten
  • Super Artikel! Ich beobachte das auch schon seit längerem und verstehe leider bis heute nicht wieso man sich in der “Mami-Gesellschaft” gegenseitig so belehren und kritisieren muss. Ich hoffe ja immer noch darauf, dass sich dieses klassische “wie sieht deine Rolle als Mutter aus” sich wandelt zu “es gibt heutzutage die unterschiedlichsten Familienkonstellationen, angepasst an deren Wünschen, Vorstellungen, Ambitionen, Charakter des Kindes usw.”
    Anbei noch ein paar Beispiele für die Sammlung 🙂
    – “Ach, ihr wisst noch nicht ob ihr ein zweites Kind wollt? Dabei sind Geschwister doch so wichtig für die Entwicklung des Kindes!” -> Ich war damals im 4. Monat mit meinem ersten Kind schwanger, es könnte also nahe liegen das ich mich zu diesem Zeitpunkt mit ganz anderen Themen beschäftigt habe 😉
    – “Du hattest aber noch keinen Abgang zuvor? Ich dachte nur wegen deinem Alter” -> Ich war 30 bei der ersten Schwangerschaft, scheinbar gibt es auch hierzu Regeln 😉 und wohl auch kein Feingefühl mehr…denn hätte ich einen gehabt, wäre ich mit Sicherheit nicht gerne mit so einer plumpen Art danach gefragt worden
    – “Du willst auch abpumpen? Dann kannst du das stillen gleich lassen, das Kind wird dann nur verwirrt”

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  • War früher, meine Jungs sind 16/19, nicht besser. Hielt mich gerne an meinen Gyni, welcher solche Anmerkungen gerne „alles altitalienische Nonnaweisheiten“ nannte. Mäne mach was Di Buch seit, war sein bester Rat!

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  • 😂😂😂 ich hab‘ wirklich ALLES falsch gemacht! Schön zu hören (lesen), dass ich da nicht alleine bin😉 Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ich mir anhören musste, als ich eine Spontangeburt ohne PDA plante (‚hast Du den Verstand verlohren? Du wirst inkontinent wie eine alte Frau!‘, ‚warum tust Du Dir das an?‘, ‚Du wirst nie wieder ein normales Sexualleben haben!‘ etc.), und was dann kam, als ich bei Geburtsschwierigkeiten nach 27 Stunden eine Vakuumgeburt unter PDA hatte (‚schädlich für das Kind!‘, ‚Ha! Sowas brauchte ich nie!‘, ‚weshalb nicht Kaiserschnitt?!‘)… Unmöglich! Jetzt habe ich ein gesundes, munteres 6 Monate altes Energiebündel zuhause und natürlich verziehe ich ihn bereits wie im Blog beschrieben😜😂😂😂

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  • Und mein all time favorite: „oh, du armes, hast du Hunger? Mama gibt dir gleich was zu essen!“ Beim kleinsten Pieps vom Kind. Auch wenn ich bis vor 10min meine Brüste wund-gestillt hatte und das Kind die überschüssige Milch wieder rausbefördert hatte. *augenroll*

      Antworten
  • Toller Artikel, mein Mann und ich mussten echt lachen und sahen uns in so vielen Beispielen auch wieder.
    Unser all time favourite: das Kind weint (warum auch immer) -„Was für eine Rabenmutter, du lässt dein Kind einfach schreien“ vs. „Lass es doch einfach ein bisschen schreien, das stärkt die Lunge“ … Am besten noch von der gleichen Person an unterschiedlichen Tagen 🙄 Dieses Szenario habe ich so oft erlebt 😂

      Antworten
  • Sehr spannender Artikel!

    Ich bin Schwanger und hatte sehr viele Fragen bezüglich der Schwangerschaft und was das fürmich und meine Familie bedeutet. Ich habe etwas recherchiert und kann ich euch einen sehr guten Online-Kurs empfehlen. Falls ihr interese habt, schaut mal auf dieser Website vorbei: https://bit.ly/2WBqAV7

      Antworten
  • Toller Artikel!
    Man macht nicht nur alles ‚falsch’, egal wie man es handhabt, man ist auch immer selber schuld, denn du wolltest ja Kinder…

      Antworten
  • Haha danke für die Unterhaltung am Mittag im Büro (gaaanz allei und in Ruhe – ha! ;)). Meitschi ist in der Kita und bespasst die Kita-Ladies bis ich sie abholen kann. Um 18.00 Uhr. Als letzte. Und voilà, hier ist das schlechte Gewissen auch schon! Umso grösser die Freude, wenn wir heute einen gemütlichen (höhö) Friday-Evening haben 😉

      Antworten
  • Mein persönlicher Favorit ist die Begründung “Mir ist eben das Kindeswohl wichtig”. Ah, ich verstehe: Mein Problem ist eigentlich nicht die Entscheidung, die ich getroffen habe, sondern dass mir mein Kind egal ist. Ich ja auch zu viel verlangt anzunehmen, das alle Mütter nur das Beste für ihr Kind wollen.

      Antworten
  • Seitdem ich schwanger bin, fühle ich mich wie im Minenfeld …

    Ich möchte stillen: das wäre total unnatürlich! Schon in der Steinzeit wurden Kinder mit der Flasche gefüttert und stillen ist ein neumodischer Trend oder was?

    Ich möchte während der Elternzeit stundenweise in’s Büro und unter erwachsene Menschen, die mich weder anschreien, vollkotzen noch von mir gewickelt werden wollen: ob ich denn keine Zeit mit meinem Kind verbringen möchte? Mein Mann geht jeden Tag arbeiten. Der bekommt deswegen keine Vorwürfe. Obwohl er mit seiner Tochter deutlich weniger Zeit verbringen wird als ich.

    Die Erstattung kaufen wir komplett neu: das könnten wir uns nicht leisten! Statt auf’s Konto zu gucken, hätte ich lieber Außenstehende nach meinen finanziellen Mitteln fragen müssen. Mein Fehler!

    Aber mein Highlight ist und bleibt: unsere arme Tochter wird später bestimmt gemobbt. Mädchen werden ca. so groß wie der Durchschnitt der Eltern -6cm. In unserem Fall also 1,55m. Unsere Tochter wird immer deutlicher kleiner sein als gleichaltrige Kinder. Doch Ursache für das Mobbing soll unser Alter sein! Wir sind bei der Geburt schließlich schon 32 und 34 Jahre alt. Da denken natürlich alle anderen Kinder, dass wir die Großeltern sind!

    Manchmal warte ich darauf, dass jemand mit einer Kamera aus dem Gebüsch springt und das ganze als Scherz aufklärt …

      Antworten
  • Wie wahr! Beim Lesen viel gelacht – aber eigentlich ist es traurige Wahrheit… wahrscheinlich wär’s uns Mütter viel zu langweilig ohne diese vielen unnötigen Kommentare. 😉

      Antworten

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