Spielsachen für die Reise – was soll mit und was nicht?

Welche Spielsachen soll man mitnehmen in die Ferien oder auf eine längere Reise?

Die ehrliche Antwort lautet: am besten gar keine. Die Kinder finden nämlich überall etwas zum Spielen – Steine, Küchengeräte, Sand – you name it. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: die meisten Spielsachen verliert man unterwegs sowieso, und einige neue kommen auch hinzu dank „Exit through the Giftshop“ bei jedem Zoo oder Museum. 

Am besten gar keine Spielsachen, aber…

So ganz ohne doppeltes Netz will man ja dann doch nicht verreisen – wir auch nicht. Und für die Kinder steckt hinter den Spielsachen meistens auch noch eine Verbindung zu ihrem Zimmer, ihrem Zuhause. Gerade, wenn alles andere fremd ist, kann das helfen

Bei uns gilt die Regel, dass wir nur Spielsachen mitnehmen, die kreativ genutzt werden können. Das hat jetzt nichts mit superpädagogischen Idealen zu tun, sondern einfach damit, dass ich nichts um die halbe Welt schleppen will, mit dem dann einmal gespielt wird und das dann die nächsten paar Wochen einfach irgendwo in einer Ecke liegt (been there!). Alles, was wir mitnehmen, muss auf verschiedene Arten genutzt, oder irgendwie mit Fantasie bespielt werden können.

Spielsachen für die Reise - was muss mit?

Trunki und Co.: Kinderkoffer sind soo härzig!

An dieser Stelle ein kleiner Einschub: Nein, kleine Kinder brauchen auch keinen eigenen Koffer, oder eine eigene Tasche. Diese ganzen Kinderkoffer sind zwar wahnsinnig herzig, tragen tun sie aber am Ende immer die Eltern – das sollte man sich bewusst sein vor dem Kauf. Unsere Kinder haben je einen kleinen Rucksack, den sie auch ins Flugzeug mitnehmen, und wo ihr Bespassungsmaterial für den Flug, ihr Schmusetier und ihre Wasserflasche drin ist. That’s it.

Hier folgt also unsere Spielsachen-Liste, die wir diesen Sommer auf unsere Weltreise mitgenommen haben – als Idee und Inspiration, nicht als Vorlage. Alles hat Platz in einem mittleren Packwürfel (weil wir die soooo praktisch finden, gibt’s sie auch in unserem Concept Store).

#1 Gummi- oder Holztiere

Kleine Gummi- oder Holztiere brauchen nicht viel Platz, bieten aber sehr viele Möglichkeiten zum Spielen. Zudem finden Tierli alle gut: vom siebenmonatigen Baby bis zum sechsjährigen Jungen. Je nach Umgebung verwandeln sich die Tiere auch: Plötzlich wird der Park zum Jurassic Park, oder der Strand zur Savanne.

Sehr empfehlen kann ich dazu die schönen Druckvorlagen für ein Sortierspiel von Chezmamapoule, die man ganz einfach zu Hause ausdrucken kann.

Spielsachen für die Reise - kleine Tiere aus Gummi oder Holz brauchen wenig Platz und lassen sich vielfältig bespielen.
Zusatzgame: Die Eltern können noch eine Wette abschliessen, wieviele von den Viechern wieder mit nach Hause kommen…

#2 & #9 Kartenspiele

Dobble: Auf jeder Karte hat es verschiedene Symbole, und beide Parteien müssen versuchen, auf zwei Karten das gleiche Bild zu entdecken. Bei kleineren Kindern geht es also vor allem darum, ein Bild zu finden, bei den Grösseren um Schnelligkeit.

Good old UNO (auf dem Bild in der Junior-Variante) – auch wenn die kleinen Kinder vielleicht nur die Bildchen anschauen und die ganz kleinen Kinder auf den Karten kauen. Wer ist es? war bei uns auch hoch im Kurs. 

#3 Sticker & Bastelmaterial

Kleine Kleber sind DIE Lösung fürs Flugzeug oder für lange Auto- und Zugfahrten, aber auch unterwegs kommen sie immer wieder zum Einsatz. Bei uns DAS MUSS sind Malertape (weil es sich auch wieder ablösen lässt, wenn der Sohn findet, dass er ein überdimensionales Spinnennetz im WC basteln muss), Schere (immer in den Koffer, nie ins Handgepäck!) und Stifte.

Spielsachen für die Reise - Stifte, Sticker und Malertape sorgen für kreativen Spielspass in den Ferien

Das Kiludo Kreativmagazin für Kinder hat übrigens dem Basteln in den Ferien ein ganzes Dossier gewidmet, das wir euch mit seiner Erlaubnis gerne zum Download zur Verfügung stellen dürfen. Und wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid: In unserem Concept Store gibt’s auch ein digitales Jahresabo von Kiludo sowie das Buch “Kreative Kinder”.

Spielsachen für die Reise - was muss mit?
Basteln olé! Bild mit freundlicher Genehmigung von kiludo.ch

#4 Spielschlüssel

Babys und Toddler müssen ja immer irgenwas “niflen”. Bei uns ist dieser Spielschlüssel ein Klassiker über drei Kinder – und auch bewährte Alternative zum richtigen Autoschlüssel (den ihr bitte NIE dem Kind in die Finger drückt, solange es im Auto sitzt und ihr nicht. Ausser, ihr habt Lust auf Feuerwehr und Polizei. Aber das ist eine andere Geschichte und geht auf eine andere lange Liste, nämlich die meiner #parentingfails). Auch toll zum “rumgfätterlen”: Pfeifenputzer, jegliche Klettverschlüsse.

#5 Bücher

Kleine Bilderbücher eignen sich für die Gutenachtgeschichte und passen in die Handtasche. Wer länger an einem Ort ist, sollte sich unbedingt auch über lokale Bibliotheken informieren. In den USA zum Beispiel gibt es ein tolles Bibliotheken-System, wo man Bücher ausleihen kann, und innerhalb eines Staates irgendwo zurückbringen kann.

Reisespielsachen

#5a Malbücher mit Wasserkraft

Zwar nicht auf dem Übersichtsbild (weil erst später entdeckt), dafür bei uns im Concept Store: Die wiederverwendbaren Malbücher «Water WOW!». Sie sind die fleckenlose Alternative zum Malen mit richtigen Farben. Der beiliegende Stift muss dafür nur mit Wasser gefüllt werden. Das Beste daran: Nach etwa 20 Minuten Trocknungszeit kann erneut drauflos gemalt werden. Perfekt fürs Flugzeug (Achtung: Stift erst nach der Security füllen! ;-), im Auto, im Zug oder für die Unterhaltung beim Abendessen.

#6 Ball, der keiner ist

Ein Ball braucht unglaublich viel Platz, ist aber eigentlich das Nonplusultra-Spielzeug. Vor unserer letzten Reise habe ich diese Ballhülle von Buba Bloon gefunden. Sie braucht kaum Platz und man kann einfach einen ganz normalen Ballon hineinschieben, aufblasen: Fertig ist der Ball.

ReisespielsachenReisespielsachen

#7 Fantasiewürfel

Die Story-Cubes bieten ganz viele Möglichkeiten; man kann die Würfel fallen lassen und dann aus den verschiedenen Bildern eine Geschichte spinnen. Eher erst für Kinder ab circa fünf Jahren.

#8 Ballone

Wenn ich nur ein Spielzeug auf die einsame Insel… dann: Ballone. Sie brauchen keinen Platz, bieten aber unglaublich viele Möglichkeiten – man kann sie anmalen, fliegen lassen, als Wasserballon benutzen, einen Hackysack draus basteln, Experimente damit durchführen….

#10 Rollenspielfigur

Besonders wenn die Kids mit drei, vier Jahren das Rollenspiel so richtig entdecken, macht es vielleicht Sinn, eine kleine Puppe oder ein kleines Tier mitzunehmen. Ist aber absolut kein Muss – wahrscheinlich kann man ebenso gut vor Ort aus ein paar Stöcken eine Figur basteln.

#11 Lego oder Duplo

Der Klassiker! Aber bloss kein Schachteli mit einer vorgefertigten Idee, sondern einfach zwei Handvoll aus dieser Kiste, in der die verschiedensten ehemaligen Fahrzeuge und Bauten mal ihr Ende genommen haben. Ohne fixe Idee lassen sich aus diesen Teilen ganz viele Kreationen bauen. Eignet sich übrigens auch bestens als Abendunterhaltung im Restaurant. Und wenn man auch ein paar Lego- oder Duplo-Figuren und -Tiere einpackt, hat man auch grad Spielzeug #1 und #10 abgedeckt.

Spielsachen für die Reise - Lego oder Duplo brauchen wenig Platz und bieten viele Spielmöglichkeiten

#12 Verkleiden

Eine Maske, Kinderschminke – alles, was irgendwie zum Verkleiderlen einlädt. Kann dann vor Ort ergänzt werden mit dem Badtüechli-Superwomancape, dem WC-Papierrollen-Einhorn oder den Röhrli-Walrosszähnen…

#13 Knete

Knete ist auch so ein Power-Spielzeug (leider geht sie auch aus Teppichen nicht mehr raus, aber das nur so am Rande). Der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Wir sind Fan von Knetä (und haben sie deshalb auch in unseren Concept Store aufgenommen), einer in Deutschland produzierten Kente aus veganen, unbedenklichen Inhaltsstoffen.

Wir packen jeweils auch noch unser iPad mit nicht-verdummenden Apps ein – wer dazu einen abschätzigen Kommentar machen möchte, gerne bitte erst hier lesen 😉 – und am Schluss alles in einen mittleren Packwürfel. Bon Voyage!

Spielsachen für die Reise - alles platzsparend verstaut in einem Packwürfel

Wir freuen uns natürlich auch auf weitere Tipps zu reisetauglichen Spielzeugen in den Kommentaren, damit alle profitieren können. Weitere Essentials für die Reise mit Kindern gibt es hier – und falls Du gerne die gesammelten Packlisten von Any Working Mom haben möchtest, kannst Du hier unseren Newsletter abonnieren, erhälst einen Gutschein für 5 CHF und kannst damit in unserem Concept Store die vollständige Listensammlung downloaden (oder natürlich auch Packwürfel, “Water WOW” oder Knetä chrömle).

Autorin
Aufgezeichnet von: Andrea Jansen www.anyworkingmom.com

Andrea Jansen ist die Gründerin und Chefin von Any Working Mom. Sie reist gerne durch das Leben und um die Welt, versucht, weniger zu micromanagen und mehr zu schlafen. Sie ist Unternehmerin, Stiftungsrätin, Journalistin und Mutter von drei Kindern. Seit mindestens drei Jahren will sie ihre Website updaten und kommt nicht dazu – bis dahin findet man sie auf Insta als jansenontour.

Kafikasse_Any_Working_Mom

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#daschamebruche aus unserem Concept Store

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6 Kommentare zu “Spielsachen für die Reise – was soll mit und was nicht?

  • Christine Zbinden

    Danke, tolle ideen.
    Da wird bestimmt das eine oder andere im Packwürfel landen. Bei uns wird bestimmt noch eine handvoll kleine Spielzeugautos mit reingepackt, die sind heiss begehrt.
    Der Ältere lässt die überall rauf und runter sausen und der Kleine surrt kriechend damit rum.

    Schöne zeit in L.A noch und danke für die Beiträge trotz Weltreise;-)

      Antworten
  • Coole Ideen. Bei unserer 2jährigen stehen die “Wimmelbilder”Büechli hoch im Kurs, gibt’s auch im Kleinformat und sie kann gut und gerne 15 Min pro Seite verweilen… Dann hat sie zum Geburtstag ein “aqua” Doodle Reiseset bekommen- Stift kann mit Wasser gefüllt werden und es lässt sich nur auf Unterlage malen, gibt also keine “Kleinkinderkunstwerke” auf weissem Tischtuch im Resti…

      Antworten
  • Danke, für die tollen Blogeinträge.

    Betreffend Trunki oder Reisekoffer gibt es auch tolle Möglichkeit diese altersgerecht einzusetzen. Wir verreisen seit über 4 Jahren mit diesen Koffern. Der Junior war gerade mal 1.5 Jahre alt als er diesen bekommen hat. Klar, wenn man um die Welt reist würde ich auch darauf verzichten und den Rucksack packen.
    Als die Kinder kleiner waren war unsere Hilfe gefragt beim Packen und ja, am Flughafen wurden die Kinder gezogen. Doch dank dem Bobbycar System ganz praktisch. Selbst das warten am Flughafen war nie ein Stressfaktor sondern war unterhaltsam.

    Heute (Kinder 6 und 8 Jahre alt) sieht das anders aus. Für unsere Rundreise durch Schweden wurde selber gepackt. Und auf ausdrücklichen Wunsch der Kinder nicht auf den Trunki verzichtet. Doch in Bezug auf Packen sieht es heute auch anders aus. Die Kinder sind selbst verantwortlich, dass alles dabei ist (und bleibt – mit Verlusten ist zu rechnen).

    Dank unserer Ferienwohnung sind sich die Kinder das selbständige Einpacken gewohnt. Schmusetier, Pyjama, kleines Buch, Zauberwürfel, Spielzeugauto, Zeichenstifte, Kinderfotoapparat vtech (finde ich toll und die Fotos und Filme der Kinder sind super lustig!) …. Platz hat es meist noch genug. Und nun das Beste – geht was vergessen – es ist kein Problem. Ob Pyjama oder Schmusetier, das Kind überlebt die Nacht, da nicht Mama oder Papa „es“ vergessen haben sondern das Kind. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies ab dem Kindergartenalter wunderbar funktioniert. Auf unserer Rundreise dienten die Koffer als Fussablage für die Kinder während der Autofahrt.
    Platz im Koffer hat es dann immer auch noch für die Ferienerrungenschaft, welche beide Kinder mit dem Feriengeld kaufen. Auch dieser Umgang mit Geld will gelernt sein…

    Liebe Grüsse aus den Ferien (Stockholm)
    Sibylle

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  • Was bei uns unbedingt noch mitmuss: Sandelizeug und zwar Kessel und Schaufeln (Förmli braucht es nicht unbedingt). Die Kessel können auch zum Steine und Muscheln sammeln gebraucht werden.

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  • Dobble und UNO sind bei uns auch der Hit!
    Bei uns haben die Kinder in ihrem Rucksack jeder eine Schachtel mit Stiften, Radiergummi, Gummibänder, Tesa. Die Schere dazu in den Rucksack. Dazu bekommt jeder ein Heft als persönliches Reisetagebuch. Die Jungs können sich damit stundenlang beschäftigen.
    Letztes Jahr haben wir auch ein Spieleset gekauft (mit Eile mit Weile, Yatzee, Tangram, Jasskarten) – das ist der grosse Hit seitdem und darf nie fehlen.
    Für lange Fahrten im Auto Hörbücher runterladen. Es gibt tolle bei Spotify – z.B. die von Pixi Kinderwissen. Kann man auch offline hören wenn man sie in die eigene Playlist speichert! Eine Freundin hat ihren Kindern kleine MP-3 Player gekauft und die Hörbücher da drauf gespielt – auch geeignet für Zugfahrten und sehr regnerische Tage.

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  • Bei uns neu dabei: ein Seil! Für Cowboys, Knotentechnik, Mami fesseln, … universell einsetzbar. Aktuell ists ein 1,5m Ding.

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