Anna möchte Mutter werden

Nachdem wir einen Post zum unerfüllten Kinderwunsch publiziert hatten, hat sich Anna* bei uns gemeldet. Sie und ihr Partner warten seit Jahren auf ein Baby, und wie sich das anfühlt, möchte sie mit Euch teilen. Wir danken ihr ganz herzlich für ihren Mut und ihre Offenheit und freuen uns, dass sie Any Working Mom dafür als Plattform gewählt hat. Das ist Anna’s Geschichte:

Mein Mann und ich sind ein Paar, seit ich 15 bin. Das sind mittlerweile 16 Jahre – mehr als mein halbes Leben. Wir stammen beide aus intakten und glücklichen Familien. Mutter, Vater, Geschwister – alle lieben sich sehr und es gibt keine dunklen Familiengeheimnisse. Wir, mein Mann und ich, haben unsere Jugend zusammen genossen, viel gefeiert, die Welt bereist, haben Ausbildungen absolviert, sind in unseren Jobs erfolgreich aufgestiegen und haben vor nunmehr vier Jahren geheiratet. Was in unserem Umfeld längst erwartet wurde, haben wir somit teilweise erfüllt.

Teilweise, sage ich. Der nächste Schritt, den wir uns beide wünschen, lässt auf sich warten und stellt uns auf eine harte Probe. Nun stehen wir da, ein Paar dass sich in- und auswendig kennt und sich liebt, zwei weitgereiste und erfahrene Menschen, die gerne eigenen Kindern die Welt erklären und zeigen würden, abgesichert mit guten Jobs, mit schöner familientauglicher Mietwohnung, mit grossem und sicherem Familienauto – nur leider fehlt das Kind, das uns zur Familie machen würde.

Und immer die Frage: Warum wir?

Mit einem unerfüllten Kinderwunsch zu leben, ist schwierig.

Früher hatte ich davon gehört oder gelesen, jedoch hätte ich – wie wohl jede und jeder von uns – nie daran gedacht, dass es mich, dass es uns treffen könnte. Psychische Krankheiten aufgrund solcher Probleme waren für mich vorher schwer nachvollziehbar, mir ging es gut und ich dachte mir immer, “ds Lebe isch doch schön” – also was soll’s, geniesst doch was ihr habt!

Mittlerweile weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn vier Jahre lang kein einziger Tag vergeht, an dem man sich nicht Gedanken um dieses EINE Thema macht. An dem ich nicht irgendetwas google, meinen Zyklus zum x-ten Mal nachrechne, mir überlege, welches Mittagessen nun gesünder für meinen Uterus sein könnte. Sperma-Untersuchungen, Hormonspritzen und Geschlechtsverkehr nach Kalender gehören zu unserem Leben.

Dazu kommt der Alltag. Ich erlebe ihn anders, seit ich den Kinderwunsch in mir trage, der sich nicht erfüllen will. Überall sehe ich schwangere Frauen auf der Strasse in schicker Kleidung und überlege mir, was ich wohl mit diesem schönen, grossen Bauch anziehen würde. Ich höre Namen und frage mich, wie ich wohl mein Kind taufen würde. Wir buchen Ferien und überlegen uns dabei, ob wir sie überhaupt antreten können.

Der Gedanke an mein ungezeugtes Kind durchdringt alles, was ich tue.

Tausend Meinungen von Fachpersonen und anderen Paaren machen die Situation nicht einfacher. Wir merken zwar, dass es vielen Paaren genauso geht wie uns, aber niemand redet wirklich darüber. Es ist eine Schwäche, sich einzugestehen, dass das Leben für einmal nicht nach Plan verläuft.

Die ersten beiden Jahre verstrichen ziemlich schnell. Wir sprachen von unserem Kind, als wäre es schon ein Teil von unserer kleinen Familie. Dann kam das Eingeständnis, dass es ohne Behandlung wohl nicht geht.

Der logische erste Schritt war eine Untersuchung des Spermas meines Mannes. Nach unserem Empfinden war dies die einfachste und günstigste Variante, um annähernd 50% der „Problemquelle“ zu eliminieren. Als die Bestätigung kam, bei ihm funktioniere alles bestens, war es einerseits eine Erleichterung – juhuu wir müssen nicht zur Samenbank –, und andererseits doch auch die Ernüchterung: Nun würden bei mir die Untersuchungen losgehen.

Unzählige Abstriche, Blutuntersuchungen, Ultraschalle und schliesslich Hormonspritzen, um den Eisprung auszulösen, waren die Konsequenz. Parallel liess ich mich mit Akupunktur behandeln, was mir die Stärke gab, die nötige Geduld für alles andere aufzubringen.

Und plötzlich bist du Patient

Zu diesem Zeitpunkt kamen verschiedene Gefühle hoch. Einerseits die Enttäuschung über den eigenen Körper – wir sind beide gesund, hatten bis auf ein paar Sportverletzungen noch nie wirklich mit Ärzten geschweige denn mit Spitälern zu tun – und dann plötzlich bist du Patient. Du brauchst Hilfe, weil dein Körper nicht tut, was er aus deiner Sicht tun sollte.

Dazu kam das Gefühl, den Partner zu enttäuschen. Ich kann seinen Wunsch nicht erfüllen. Den ersten Gedanken, „es liegt an mir“, habe ich nach Gesprächen mit meinem Mann zum Glück schnell wieder verworfen. Ich weiss, dass er mich unterstützt und bereit ist, den Weg zusammen zu gehen. Trotzdem, nun kann nur ich etwas tun. Mehrmals pro Woche muss ich aus dem Büro schleichen und mir immer neue Ausreden ausdenken, um Behandlungstermine wahrzunehmen.

Wir, das Paar

Mir ist bewusst, dass andere nach vier Jahren viel mehr versucht haben, dass sie Operationen oder Behandlungen in Kinderwunschzentren hinter sich haben. Wir möchten unser Leben aber nicht einem unerfüllten Wunsch unterordnen. Ich möchte nicht zehn Jahre meines Lebens gestresst, schlecht gelaunt und frustriert verbringen, um dann mit oder ohne Kind zurückzublicken und zu sehen, was ich alles verpasst habe. Wir versuchen, unser Leben zu geniessen, planen Reisen und Aktivitäten, treffen uns mit unseren Freunden und tun, was uns als Mensch und als Paar gut tut.

Trotzdem, manchmal wünsche ich mir echt die Unbeschwertheit von vor unserer Hochzeit zurück. Ich möchte einfach wieder nur in den Tag leben, ohne mich dabei zu ertappen, wie ich innerlich rasend eifersüchtig werde, wenn ich von der nächsten Schwangerschaft im Freundeskreis erfahre oder Sätze höre wie “es ist halt einfach so passiert – eigentlich wollten wir gar keine Kinder” oder “tja, jetzt muss ich halt die neun Monate ohne Zigaretten und ohne Alkohol durchstehen“.

Oft kann ich mich selber nicht leiden für die Gefühle, die in solchen Situationen hochkommen. Aber sie sind einfach da.

Die Freunde

Natürlich ist es auch für unser Umfeld nicht einfach, mit unserer Situation umzugehen. Ändern können auch sie sie nicht.

Einige unserer Freunde gehen mit der Sache ziemlich locker um. Sie bitten uns, die Patenschaft ihrer Kinder zu übernehmen, feiern mit uns Geburtstage, Weihnachten und lassen uns unser Leben leben.

Andere begegnen mir (selbst schwanger oder nicht) mit Blick auf meinem Bauch, danach knickt der Kopf leicht zur Seite und der Gesichtsausdruck wechselt auf Mitleid. Diese Begegnungen sind für mich die schlimmsten. Ihr sollt nicht Mitleid mit uns haben, ihr sollt keine Rücksicht auf uns nehmen! Es verstärkt nur mein Gefühl, einen Mangel zu haben, für den man bemitleidet werden muss.

Dann gibt es gut gemeinte Ratschläge: Auf Sätze wie “ja aber habt ihr das untersuchen lassen?” oder “meine eine Kollegin, die hat auch lange geübt, bis sie bei diesem Guru XY war…” können wir gut und gerne verzichten. Es ist ja nicht so, dass wir nach vier Jahren immer noch Monat für Monat auf ein Wunder à la unbefleckte Empfängnis hoffen. Wir tun, was wir können.

Was können Andere tun?

Wie soll man auf Paare wie uns reagieren? Meine ganz persönliche Antwort darauf: gar nicht oder ganz normal! Behandelt uns nicht mitleidig, nicht wie Kranke. Geniesst es einfach, mit Freunden zusammen zu sein.

Wenn heute euer Highlight war, dass der kleine Luca selbst aufs Töpfchen konnte, so erzählt es uns, lasst uns teilhaben! Unser Ereignis des Tages war vielleicht ein erfolgreicher Vertragsabschluss, oder ein feines Mittagessen mit den Kollegen – umso schöner ist es natürlich, wenn ihr uns dabei auch zuhört und euch auch mit uns freut! Lasst uns an eurer Welt teilhaben und nehmt gleichzeitig auch an unserem Leben teil.

Das Wichtigste: Liebt eure Kinder, geniesst die Zeit mit Ihnen. Vielleicht könnt ihr ab und zu innehalten und euch einmal mehr bewusst werden, dass das, was ihr da habt, leider nicht jedem gegönnt ist.

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass auch uns dieses Glück eines Tages findet.


…und dann, eineinhalb Jahre später

Nach fast fünf Jahren hat uns unser Glück gefunden! Dass ich die Kraft und Geduld hatte, verdanke ich nicht zuletzt Any Working Mom. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie oft ich meinen Beitrag und die Kommentare dazu durchlas. Die Kommentare Eurer Leserinnen haben mir enorm geholfen und ich habe mir jeweils vorgestellt, dass ich mit meinem Beitrag zu diesem Thema vielleicht das eine oder andere Paar vor gewissen unschönen Situationen verschonen konnte, oder die Leute zumindest dazu bewegen konnte, kurz über dieses Thema nachzudenken, bevor sie urteilen.

Wir hatten eine schwere Zeit. Als Paar hat sie uns aber zusammengeschweisst und gestärkt. Wir freuen uns auf die neue Herausforderung und aufs Windeln wechseln, aufs Geschrei, die schlaflosen Nächte und das unbezahlbare Grinsen unseres kleinen Wunders!

Anna und ihr Mann sind im Dezember 2018 Eltern eines Buben geworden. Wir gratulieren herzlich!

 

*Anna heisst nicht wirklich so. Wir haben aber gemeinsam beschlossen, dass sie unter einem Pseudonym freier schreiben kann. 

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26 Kommentare zu “Anna möchte Mutter werden

  • Liebe Anna! Es gibt gerade neu einwunderschönes Buch zum Thema: Freudensprung von Namiah Bauer. Ich hoffe, das ich das hier empfehlen darf. Ich wünsche dir alles Gute ?.

      Antworten
  • Sehr schön geschrieben. Es widerspiegelt genau meine/unsere Gefühle als es bei uns nicht geklappt hat. Vier Jahre hat’s gedauert bis ich endlich Schwanger wurde, inzwischen haben wir zwei gesunde Kinder. Wünsche weiterhin viel Kraft.

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  • hallo liebe “anna”, uns ging es genauso…als wir uns (mein ex-mann und ich) vor 12 jahren sehr spontan für ein baby entschieden haben, ging das rasant schnell,nach einem monat war ich schwanger…die beziehung hat nicht gehalten…2009 sind mein jetziger partner und ich zusammen gekommen,ein jahr später haben wir uns für ein baby entschieden und was soll ich sagen? es hat ganze 3 1/2 jahre gedauert,nie im leben hätte ich damit gerechnet wo es beim ersten baby doch so schnell ging…bei beiden war alles ok,irgendwann haben wir mit hormonspritzen und inseminationen begonnen,alles umsonst…wir haben uns schweren herzens für eine künstl. befruchtung entschieden…der ganze zeitplan stand fest und ich wartete nur noch auf meine tage um mit den hormonen starten zu können…die tage kamen nicht,stattdessen hatte ich einen positiven ssw-test in der hand und war einfach nur perplex…die kleine ist heute 2 jahre alt und ich bin von herzen dankbar das sie sich für den ganz normalen weg in unsere familie entschieden hat…ich glaube fest daran das dies auch bei dir und deinem mann der fall sein wird und wünsche euch von herzen viel viel glück und noch mehr positive gedanken.

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  • vielen dank für den einblick in deine gedanken. ich gehöre zu
    den “glücklichen” und weiss manchmal nicht, wie ich reagieren soll…

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    • Ich habe als es nicht klappen wollte angefanen wieder mal ein Bier/Wein zu trinken, hab XXL Chipstüten vertilgt, mich bei Familie und Freunden einfach nicht mehr gemeldet, bin ausgegangen habe mich richtig heftig gehen lassen. Als ich wieder bereit war mich ein bisschen zu pflegen, hat es spontan geklappt. Mit 43 …

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      • Das könnte unsere Geschichte sein. Wir sind jetzt in unserem 5 Jahr, haben zusätzlich eine Fehlgeburt und Operationen hinter uns. Aber irgendwann werden auch wir Glück haben. Einfach ist es nicht alle rund herum bekommen Kinder teils schon die zweiten und das ist schon hart. Wir sprechen jetzt offen darüber und seit dem geht es mir besser, ich werde nicht mehr ständig gefragt. Jetzt nach unseren ersten beiden Inseminationen machen wir erst mal Pause.

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  • Liebe Anna
    Ich habe selber 5 Jahre auf mein erstes Kind gewartet und ich habe sehr gelitten. Ich kann genau nachvollziehen was du schreibst. Auch wenns schwer ist, gib nicht auf, unverhofft kommt oft. Ich wünsche dir und allen Frauen, die es so schwer haben ein Kind zu bekommen, von Herzen, dass es bald klappt.
    Liebe Grüsse, Janine

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  • wow, wunderschön gschriebe o we d gschicht drhinger aues andere aus wunderschön isch… toi toi öich beidne für aues wo chunnt ???

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  • Liebe “anna”

    Ich kann dich/euch und eure gedanken und gefühle total verstehen, den auch uns gehts so und wie du sagst, ist mitleid das letzte was wir wollen. Was ich jedoch noch schlimmer als mitleid finde, ist die frage ob wir nicht gerne kinder hätten…… ich weiss die meisten denken sich nichts dabei, doch sollte diese frage vielleicht des öfteren wohl überlegt werden, ob man sie stellen will oder doch lieber nicht.

    Gibt die hoffnung nicht auf!

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  • Liebe Anna, ich kann Dir sehr gut nachfühlen und ich kann mich an viele ähnliche Situationen erinnern. Alles war gut bevor der Kinderwunsch kam. Nach 2 künstl. Befruchtungen endlich schwanger und dann in der 24. ssw das Kind verloren. Ich war am Boden zerstört, auch noch mein Job weg. Dann doch, nach weiteren 4 künstl. Befruchtungen kam dann endlich unsere gesunde Anna zur Welt. Heute haben wir 3 Mädchen 2.5, 1.5 und 5 Monate. Es war wie ein Wunder, ich wurde ungeplant natürlich schwanger. Diese Geschichten wollte ich früher nicht höhren, ich möchte nur Mut machen. Heute bin ich froh, mein Möglichstens getan zu haben…Weiterhin viel Kraft und bleib zuversichtlich…

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  • Liebe anna

    Eure geschichte hat mich zu tränen gerührt. Ich und mein mann, haben so was ähnliches hinter uns. Es ist alles wieder so präsent, die gefühle kommen gleich wieder hoch…
    Ihr könnt wahrscheinlich jeden ratschlag nicht mehr hören…
    Aber gebt die hoffnung bitte nicht auf.
    Wir haben 4 jahre auf unseren goldschatz gewartet. Mein mann hat immer zu mir gesagt, unser schatz ist auch unterwegs, es hat nur ein bisschen verspätung.
    Nachdem wir 4 jahre von ponzius zu pilatus gesprungen sind, brauchte ich eine auszeit. Wir gingen nach las vegas und haben die sau raus gelassen.
    Und siehe da, unser vegas baby ist nun 15 monate alt?
    Es ist mittlerweile 3.45 uhr in der nacht und ich habe unser grösstes geschenk wieder in den schlaf gestreichelt. Ich stehe immer gerne für ihn auf, denn leon ist ein lang ersehntes wunschkind und das grösste glück auf erden.
    Ich wünsche euch alles liebe und gute. Und gebt die hoffnung nicht auf. Euer schatz ist auch unterwegs, es hat nur ein bisschen verspätung

    Eure isabel

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    • Liebe Isabel, Anna* hat keinen Zugriff auf den Blog, aber sie hat mich gebeten, Dir folgende Nachricht zukommen zu lassen:

      “Liebe Isabel, vielen Dank für deine lieben Worte! Geschichten wie eure lassen uns noch an unser eigenes Glück glauben und hoffen. Alles Liebe und Gute für eure kleine Familie und “häbet Sorg zunenang”!!

      Herzliche Grüsse “Anna”

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  • Liebe Anna,
    ich habe gesehen, dass Claudia mein Buch Freudensprung empfohlen hat. Und möchte dir gerne einige persönliche Zeilen schreiben. 10 Jahre habe ich mich nach einem 3. Kind gesehnt( ich habe 2. Kinder von meinem ersten Mann) von meinem zweiten Mann bin ich nicht schwanger geworden. Ich habe gelitten als ob ich nie schwanger war, kenne die Leere und die Wut auf meinem Körper, weil er mir kein weiteres Kind schenken wollte. Damals wusste ich nicht, dass es darum geht einfach mal still zu werden und den feinen Botschaften der Seele zu lauschen – was sie hindert auf die Erde zu kommen. In meinem Kopf war es zu laut und mein Wille war zu groß. Ich bin einen schmerzhaften Weg gegangen und heute jedoch glücklich, dass aus meiner größten Sehnsucht mein Traumjob geworden ist.
    Von Herzen wünsche ich dir, dass du deinen Weg zu deinem Wunschkind findet.
    Alles Gute, Namiah

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  • Liebe Anna! Besser hätte es nicht geschrieben werden können! Es stimmt einfach alles, an deinem Text! Ich rate dir nur: bleibe stark!! Bei mir hat das geholfen! ?

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  • Liebe Anna,
    Gib die Hoffnung nicht auf und kämpfe solange du kannst.
    Mein mann und ich haben praktisch 0%chance ein kind natürlich zu bekommen. Nach 4jahren mit ivf und allem anderen und keine hoffnung mehr von den aerzten haben wir ganz natürlich im januar 17 unsere kleine Anna bekommen?
    Eine Geschichte die man nicht glauben kann…

    Wenn du ein ohr brauchst melde dich

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  • Nicole Schwendinger

    Liebe Anna,
    ich kann absolut nachvollziehen wie Du dich fühlst. Mein Mann und ich waren 3.5 Jahre im Kinderwunsch Karussell. Ich bin von Pontius zu Pilatus um das ‘Warum’ zu beantworten. Bis ich meine Energetikerin gefunden habe und sie mir Blockaden ausleitete. Jetzt haben wir einen gesunden Sohn. Rückblickend gehörte es zu meinem Weg um zu meiner Berufung als Energetikerin zu finden.
    Alles Liebe für euch.
    Nicole

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  • Herzlichen Dank für alle Kommentare und Nachrichten an Anna*. Sie liest jeden einzelnen und freut sich über die grosse Anteilnahme und das Interesse. Gerne leite ich ihr persönliche Post auch weiter, wenn jemand ihr direkt schreiben möchte.

    Andrea

      Antworten
  • Ein sehr berührender Post. Schön, dass auf diesem Blog auch diese “Geschichten” ihren Platz finden. Ich gehöre zu den Glücklichen, die ohne es wirklich geplant zu haben, schwanger wurde. Klar, iiirgendwann wollte ich schon Kinder, aber noch nicht jetzt. Ausserdem gehöre ich zu den Frauen, denen jahrelang gesagt wurde, dass sie aufgrund diverser Gründe wohl Schwierigkeiten haben würde, überhaupt schwanger zu werden. Ich war wohl deshalb schon darauf eingestellt, dass ich mir gar nicht allzu grosse Hoffnungen machen darf.
    Und schwupps war ich schwanger… ungeplant und im ersten Moment total überrumpelt… rückblickend das wohl Schönste und Beste, was mir bzw. uns passieren konnte. Aber ich kenne aus meinem Freundeskreis auch die andere Seite. Der Traum vom Kind, der sich partout nicht erfüllen will. Es ist unglaublich schwer, auch als Freunde damit umzugehen. Am Anfang habe ich versucht, das Thema möglichst zu vermeiden. Irgendwann hatte ich ein sehr offenes Gespräch mit einer Freundin, die genau das Gleiche gesagt hat “Lass mich miterleben, du kannst ja nichts dafür, dass es bei mir nicht klappt”. Ich war extrem froh, um dieses Gespräch, auch dass sie offen und ehrlich mit mir war. Und ich hoffe für alle, die sich das wünschen, dass sich dieser Traum erfüllt!

      Antworten
  • Liebe Anna ☺️ Diese Geschichte ist für dich:

    Es waren einmal zwei glücklich verliebte, junge Menschen. Sie waren ein ❤️ und eine Seele – die grosse Liebe voneinander. Beide wollten gerne früh Eltern werden, und haben mit 24 Jahren (sie waren bis dahin schon 7 Jahre ein Paar) ein Kind zu zeugen versucht.

    Als es nach 2 Jahren noch immer nicht klappen wollte, wurde die beiden jungen Menschen immer unsicherer. Eine Trauer legte sich über die Beiden, sie nahm Hormone, er machte mit ihr eine spezielle Diät. Sie planten, versuchten, scheiterten jeden Monat aufs Neue. Durch die Hormone wurde die junge Frau zusätzlich belastet, die finanziellen Ausgaben häuften sich, die Tränen wurden bitterer und bitterer.

    Mittlerweile waren 4 Jahre vergangen. Die gemeinsam gemeisterte Zeit und die noch immer endlos grosse Liebe der beiden haben sie mit 28 Jahren in einem schönen Hochzeitstag im Juni gefeiert.

    Doch der bittere Schmerz des unerfüllten Traumes war zu einem steten Begleiter geworden.

    Eines späten Augustabends zwei Jahre nach der Hochzeit, hat die junge Frau ihren Ehemann auf einen Abendspaziergang mitgenommen.

    Auf dem schönsten Bänkli mit dem schönsten Ausblick haben sie sich hingesetzt und der Sonne beim Untergehen zugesehen.

    “Mein Liebster – hat die junge Frau bewegt gesagt – ich ertrage das Warten nicht mehr. Ich kann nicht mehr Lachen aber ich mag auch nicht mehr weinen.”

    “Mir geht es genau gleich mein Schatz – hat der junge Mann darauf geantwortet – was meinst du, wollen wir versuchen, Kinder zu adoptieren?”

    An diesem Abend haben sie beschlossen, die Hormone abzusetzen, die Mittelchen und Pülverchen und Untersuchungen und Yogaklassen und Diagramme zum Teufel zu schicken. Als sie sich traurig, aber erleichtert auf den Heimweg machen wollten, sahen sie eine riesen grosse Sternschnuppe, die den ganzen Abendhimmel in Licht zu tauchen vermochte.

    9 Monate später habe ich das Licht der Welt erblickt. Meine Eltern haben sich, als sie mich endlich glücklich in den Armen halten durften, in die Augen geschaut und einander erzählt, dass sie sich an diesem Abend bei der Sternschnuppe heimlich ein Mädchen gewünscht hätten.

    Ich habe übrigens ganz blonde Haare, so wie die Sternschnuppe hell geleuchtet hat.

    Liebe Anna, dein Schatz wartet schon auf dich. Das weiss ich ☺️

    Ps: Mein Bruder ist übrigens vier Jahre nach mir geboren worden. Sie wurden ein zweites Mal beschenkt.

      Antworten
  • Meine herzlichen Grüsse an dich, liebe Anna! Wunderschön geschrieben hast du! Ich drücke euch fest die Daumen, dass es doch noch klappen wird – und dass ihr es schafft, bis dahin weiterhin das Leben so gut wie möglich zu geniessen. Ihr macht das richtig gut – sich aufzugeben für diesen Wunsch und ihn dann vielleicht doch nicht erfüllt zu bekommen, das würde ja noch viel mehr weh tun, denke ich.

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  • Liebe Anna
    Deine Geschichte berührt mich sehr, da es auch uns so ging. Wir haben 3 1/2 Jahre gewartet.
    Seit knapp zwei Jahren ist unsere erste Tochter bei uns und seit 3 Monaten ihr kleiner Bruder.
    Die Warterei hat uns gelehrt, dass man im Leben nicht alles planen kann und nicht immer alles wie am Schnürchen läuft. Wahrscheinlich mussten wir uns dessen bewusst werden.
    Ich wünsche euch von Herzen, dass es klappt und ihr schon bald zu den glücklichen Eltern zählt.

      Antworten
  • Hi there. I want to first apologize for writing this in English – I’m afraid my German is not yet good enough and I won’t be able to describe the feelings or convey the message I want.
    I will try to be as brief as possible, but as thorough as I can.
    I was 38 when I met my husband and we knew from the beginning that we wanted to share our lives and grow old together. It was on our first holiday together that we invited our kids and gave them names… We were so excited… 9 months later we knew that our only chance to become parents is the IVF treatment – my falopian tubes were ruined by scar tissue that had build up after a surgery not so well gone, my husband’s swimmers were too few and the quality ones even fewer… And so our journey began. I won’t say it was nasty or easy, because it’s different for everyone. We had a goal and I was absolutely determined to get there. At the time we started our first IVF cycle, the law didn’t allow for multiple ebryotransfers here in Switzerland. The first cycle was negative… The pain was so excrusiating I couldn’t sleep. I couldn’t bear to see other women pregnant… I would burst into tears whenever I saw a baby… It was agonising. It was then when a friend of mine, knowing about the troubled relationship I had with my mother, recommended going to a therapyst. And I did – and I can say now, 5 years later, that doing psychotherapy was the best thing I did! It helped me find answers to many of the questions I would keep asking myself for years! It helped me focus and plan, keep the goal in mind and plan again. I was active on numerous forums, was reading a lot about IVF, hormones, nutrition, supplements (I even did a supplement plan for both my husband and me and we were taking a handfull of supplements every day) and looking for alternatives. After the second failed cycle I said “no” to the local hospital and we decided to try abroad. After the third failed IVF treatment we decided to go for adoption too and were doing courses, writing letters, going to endless meetings, evaluations, etc. It was busy, hectic and plane crazy. We decided to give the IVF one last shot and just continue living our lives together without children if both the IVF treatment and the adoption failed. Trips to and fro, planning the visits and the treatment around my business trips – I was in a constant split between my job and the IVF treatment… I had a goal and I was absolutely determied to get what I wanted… And we did! I got pregnant on our 4th IVF cycle and I was already 41! It was so meant to be – she was conceived in a tube on 17 September (my lovely niece’s birthday) and I had the transfer a day after I turned 41.
    BUT, would I do it again – NO! We tried again, a year after our daughter turned 1, and then in a year again, and again… and every following cycle was a nightmare for me – my body spoke volumes because my mind refused to confess or say our loud – I DON’T want to have more children! The society, the neighbours, some of the close or not so close family members or friends kept asking or just commenting that “the highest mission of every woman is to become a mother”! Before we had our daughter, and even now, I get a lot of those dirty looks – “she’s only interested in her career”, “selfish”, “DINKs” (Double Income No Kids)… And I want to cry our “Mind your own uterus!” What I do with mine is NONE of your business! As if a woman is only a woman if she becomes a mother… And that’s so not true! A child doesn’t make a woman a woman OR a mother! Her heart does that!
    Prays to all those women undergoing infertility or IVF treatments and to all those who decide to NOT do that! Because motherhood is only a tiny part of being a woman!

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  • Liebe Anna

    Danke für das Teilen deiner Geschichte. Obwohl mein Mann uns ich erst seit ein paar Monaten versuchen, ein Baby zu machen (wir werden beide in Kürze 36), kenne ich diese Gefühle gut. Aktuell versuche ich immer noch, stark an meinem Mindset zu arbeiten. Ich finde es aber extrem schwierig, fortwährend positiv zu denken, da ich in anderen Lebensbereichen die Erfahrung machen musste, dass es eben nicht immer so kommt, wie man es sich wünscht, nur weil man alles dafür gibt/gegeben hat. Dieses Urvertrauen fehlt mir, und ich habe Angst, dass dies ein weiterer Bereich meines Lebens wird, in dem ich scheitere. Diese Gedanken sind überhaupt nicht hilfreich, um gelassen zu bleiben. Schon klar. Wenn andere Leute mir von solchen Gedankenspiralen (egal zu welchem Thema) erzählt haben, meinte ich früher immer, sie sollten dem doch einfach mit dem Verstand entgegen wirken. Aber das ist einfacher gesagt, als getan.
    Deine Erfahrung wurde im April 2017 gepostet. Mich würde sehr interessieren, was der aktuelle Stand ist/wie eure Geschichte weiter ging. Falls du magst, melde dich doch bei mir. Würde mich freuen!
    Gruss Pia

      Antworten
    • Liebe Pia, Anna hat sich auf Deinen Kommentar bei uns gemeldet und ich werde ihr Deine E-Mail Adresse weiter leiten. Liebe Grüsse, Andrea

        Antworten

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