Hormonstörung PCOS: Ich will Kinder, keine Kette!


PCOS, das Polyzystische Ovarialsyndrom, ist exakt so sch***, wie es klingt. Doch mein Gynäkologe sagt beim Ultraschall immer: «Da ist sie wieder, die Perlenkette in beiden Eierstöcken.»

Hach, Perlenkette. Wie nett das klingt. So benennt er die tatsächlich perlenkettenartig aneinandergereihten, mit Flüssigkeit gefüllten Eibläschen (polyzystisch) im vergrösserten Eierstock (Ovar). Nur: Diese Perlenkette ist nicht nett.

Niemand will so eine haben.

Das Polyzystische Ovarialsyndrom führt nicht selten zu unerfülltem Kinderwunsch. www.anyworkingmom.com/pcos
Ein normaler Eierstock und ein polyzystischer Eierstock – mit der unerwünschten Perlenkette. (Grafik: 123RF)

Das Polyzystische Ovarialsyndrom ist eine der häufigsten Hormonstörungen geschlechtsreifer Frauen.

PCOS ist irgendwie tückisch: Es verhält sich bei jeder Frau etwas anders. Es gibt unterschiedliche Typen von PCOS-Betroffenen mit verschiedenen Symptomen: unregelmässige/ausbleibende Periode, Unfruchtbarkeit, Akne, Gewichtszunahme, Insulinresistenz usw. Bleibt PCOS unbehandelt, können weitreichendere Symptome und Erkrankungen auftreten, wie zum Beispiel Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gemäss der Androgen Excess and PCOS Society sind rund zehn Prozent aller Frauen von PCOS betroffen. Allerdings könnten es noch weitaus mehr sein, da die Einnahme der Antibabypille die Symptome von PCOS unterdrückt und somit viele Frauen vielleicht gar nicht merken, dass sie davon betroffen sind.

Drei Parameter müssen erfüllt sein, damit PCOS diagnostiziert werden kann:

  1. Zysten an den Eierstöcken und/oder ausbleibender Eisprung
  2. Klinische und/oder biochemische Hinweise auf erhöhte Androgene (bspw. erhöhte männliche Hormone und/oder Symptome, die mit erhöhten Androgenen einhergehen)
  3. Ausschluss anderer Erkrankungen, die erhöhte männliche Hormone zur Folge haben
Das Polyzystische Ovarialsyndrom führt nicht selten zu unerfülltem Kinderwunsch. www.anyworkingmom.com/pcos
Hilflosigkeit, Wut, Leid: Kinderwunsch ist vorhanden, PCOS leider auch. (Bild: Kat Jayne, Pexels)

Fruchtbarkeit is not our business.

Vermutlich habe ich PCOS von meiner Mutter und diese wiederum von ihrer Mutter geerbt. Ob sie das Polyzystische Ovarialsyndrom hatten, kann man jetzt nicht mehr feststellen, jedoch deutet ihre fruchtbare (welche Farce!) Lebensphase darauf hin, dass auch sie davon betroffen waren. Denn:

Meine Grossmutter war 30, als sie Mutter wurde. Sie schenkte meiner Mutter das Leben. Sie war ein einziges Mal in ihrem Leben schwanger – zumindest war es das einzige Mal, dass sie es mitbekam. Sollte sie Spontanaborte gehabt haben, ist dies meines Wissens unbemerkt an ihr vorbeigegangen.

Meine Mutter war 30, als sie Mutter wurde. Sie schenkte mir das Leben. Sie war viele Male in ihrem Leben schwanger – ein Spontanabort jagte den andern. Vor mir und auch nach mir. Als ich fünf Jahre alt war, hatte sie aufgrund einer extrauterinen Schwangerschaft eine Nahtoderfahrung; Tunnel, weisses Licht am Ende des Tunnels et cetera.

Ich war 28, als ich Mutter wurde. Ich schenkte meiner Tochter das Leben. Davor war ich dreimal schwanger. Zweimal nur gefühlt, ich hatte noch keinen Test gemacht, aber meine Mens kam enorm viel später als normal. Ein weiteres Mal war ich schwanger mit eineiigen Zwillingen, die sich Ende der 15. Schwangerschaftswoche von uns verabschiedeten – nicht wegen meiner unzulänglichen Fruchtbarkeitsgerätschaften, sondern wegen eines Infekts, den ich mir in einem Unispital eingefangen hatte.

Nach der Geburt meiner Tochter vor fünf Jahren war ich nun innerhalb des vergangenen Jahres viermal schwanger und viermal endete die kurze, behutsame Freude nach drei bis fünf Wochen mit Getöse und Schmerzen. Und mit irgendwie gar nicht mehr überraschter Enttäuschung.

Schon vor den Zwillingen lag die Vermutung PCOS vor.

Bis zur Zwillingsschwangerschaft hatte ich Anlass genug, daran zu zweifeln, ob mein Körper überhaupt eine Schwangerschaft hinkriegt. Die ärztliche Vermutung PCOS wurde aber quasi durch die Schwangerschaft widerlegt. Plötzlich waren sie da, die zwei pochenden Herzen, die dann auch wieder aufhörten zu schlagen.

Trotz dieser Tragik entspannte ich mich danach und wusste, mein Körper kann es, das Schwangersein. Und so wurde ich schon fünf Monate nach dem Verlust der Zwillinge wieder schwanger, wieder ohne Hormonbehandlung oder künstliche Befruchtung.

Und diesmal verlief die Schwangerschaft erfolgreich: Ich wurde Mami. Endlich!

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Und das Polyzystische Ovarialsyndrom zeigte sich während der sehr langen Stillzeit bei den Standarduntersuchungen beim Gynäkologen nicht.

Und jetzt ist da wieder ein Kinderwunsch.

Die ersten drei Jahre im Leben meiner Tochter dachte ich kaum an eine weitere Schwangerschaft. Doch seit mehr als einem Jahr ist es für mich wieder ein dringlicheres Thema.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe meine Tochter und ich bin überaus dankbar für mein Wunder. Und sie ist genug für mich. Sie ist toll, perfekt, ein Sonnenschein. Manchmal auch anstrengend, aber im Grunde genommen das Tollste, was mein Mann und ich erschaffen haben.

Und dennoch: Noch vor meiner Schwangerschaft mit den Zwillingen kam in mir eines Tages das Gefühl auf, dass ich Mutter von vier Kindern sein möchte. Und dieses Gefühl wurde durch die Zwillinge nur noch befeuert: «Zwei Fliegen mit einer Klappe! Wie praktisch.» (Mit bloss einem Kind weiss ich natürlich inzwischen, dass Zwillinge schon nochmal eine ganz andere Herausforderung sein müssen.)

Dann schwanke ich zwischen Kinderwunsch und Selbstverwirklichung …

… und versinke wieder im Alltag als Mensch (Hallo Selbstverwirklichung!), Frau (Hallo Geschlecht! Hallo Mens! Hallo PMS! Hallo Hormonschwankungen!), Mami («Maaamiii!»), Ehefrau (Hallo Schatz), Freundin (Liebeskummertränen bei der besten Freundin trocknend), Tochter, Angestellte, Selbstständige, Yogini – you name it, die Liste liesse sich gefühlt endlos fortführen.

Sage mir drum furztrockenrational: «Het doch gar kei Platz meh für es witers Kind.» Erst recht nicht für drei weitere Kinder.

Trotzdem bleibt er, der Wunsch. Schwankt wie die Hormone, ist unterschwellig aber immer da. Auch ist alles «Notwendige» noch irgendwo im Keller oder Estrich vorhanden: Tragetuch, Kinderwagen, Kleider, Schuhe, …

Manche sagen, PCOS sei heilbar.

Das Polyzystische Ovarialsyndrom soll medizinisch gut behandelbar sein – laut Ärzten. Da kann ich nur lachen. Die meisten Gynäkologen wollen PCOS mit der Antibabypille behandeln.

Ähm … Bei Kinderwunsch denkbar unpraktisch.

Da die Pille für mich nicht (mehr) in Frage kam, wurde ich nach der Diagnose mit einem Medikament behandelt, das die Insulinresistenz (auch ein Symptom, das mit PCOS einhergehen kann) senkt. Das Ergebnis nach einem Monat Einnahme: Die häufigsten Nebenwirkungen dieses Medikaments (Angriff auf die Magenschleimhaut, Verdauungsprobleme) traten bei mir par excellence auf und führten innerhalb von 24 Stunden zu einem kompletten Breakdown meines gesamten Verdauungstraktes (Hallo Wasserfasten!).

Auf weitere medizinische Eingriffe (bei Kinderwunsch gibt es da noch ein paar andere Möglichkeiten) verzichte ich deswegen ganz bewusst.

Ich würde also eher sagen: PCOS kann man in Schach halten.

Dies erfordert gemäss meinem aktuellen Wissensstand eine strenge Änderung des Lebensstils:

  • Ernährungsumstellung (Milch, Fleisch, Gluten könnten bei PCOS problematisch sein)
  • Sport treiben (aber zu viel Cardio oder schwere Gewichte wirken bei PCOS-Betroffenen schwächend auf die Nebennieren, die durch das PCOS sowieso schon überlastet sind)
  • Stressabbau
  • ausreichend Schlaf

Das Polyzystische Ovarialsyndrom kriegt frau nur in den Griff, wenn sie diesen Lebensstil konsequent lebt. Weicht sie davon ab, ist die Gefahr, dass die Symptome von PCOS zurückkehren, um ein Mehrfaches grösser.

Wunder, wo bist du?

Gesünderes Essen, mehr Schlaf und dadurch insgesamt weniger Stress täten mir tatsächlich ganz gut. Da erinnere ich mich natürlich daran, dass ich nach zwei Jahren mit erfolglosen Versuchen, schwanger zu werden, eine einwöchige Fastenkur und anschliessend die gluten- und zuckerfreie Ernährung eingeführt habe. Und prompt war ich drei Zyklen später mit den Zwillingen schwanger.

Eine Ernährungsumstellung scheint bei mir also viel zu bewirken. Trotz dieser Einsicht habe ich die vollumfängliche Änderung meines Lebensstils seither nicht wieder geschafft. Und hoffe derweil auf ein weiteres Wunder.

Hédi Peter - Gastautorin www.anyworkingmom.comHédi Peter (33) ist Mutter einer wunderbaren, zwei- beziehungsweise dreisprachig aufwachsenden Tochter (Ungarisch, Schweizerdeutsch, Schriftdeutsch – ja, als Germanistin betrachtet sie Schweizerdeutsch und «Hochdeutsch» als zwei unterschiedliche Sprachen). Nebenbei ist sie Ehefrau, Freundin, Tochter, Studentin der Irenologie am Friedensinstitut Basel … Ausserdem macht sie im Berufsleben den Spagat zwischen Selbstständigkeit als Lektorin sowie Yogalehrerin und Anstellung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin. www.klarwerk.ch

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17 Kommentare zu “Hormonstörung PCOS: Ich will Kinder, keine Kette!

  • Auch hier wurde ein PCOS festgestellt. Mein Feld- und Wiesengynäkologe war mit meinem Kinderwunsch überfordert und hat mich gleich an die Spezialklinik verwiesen. Dort wurde Gewichtsabnahme empfohlen (was bei PCOS schwieriger ist als sonst). Als weitere Unterstützung wurde ich zum Endokrinologen geschickt, dieser gab mir Metformin gegen eine nicht vorhandene Insulinresistenz (1 Jahr lan gjeden Tag Durchfall (Danke schön! Und nein, half nicht bei der Gewichtsabnahme)). Irgendwann hatte ich dann diese Nase voll vom rumdoktern und wir haben einfach ein bisschen Hormone gespritzt, das die Eizellen reifen lässt, den Eisprung ausgelöst und Sex verschrieben bekommen. Und schwupps war ich schwanger und es hielt (K1 schläft gerade aufm Sofa). Ein gutes Jahr später wurde ich spontan schwanger. Als ob die erste Schwangerschaft das PCOS kuriert hatte. K2 liegt nun neben mir in quietscht vergnügt vor sich hin.
    Gelernt habe ich „dank“ des PCOS (und ich schreibe hier von einem langen Leidensweg von über 10 Jahren, bis K1 geschlüpft ist): Kinder sind keine Selbstverständlichkeit, informiere dich selbst, lass nicht locker, und die Ärzte tun ihr bestes, wissen aber auch nicht immer weiter. Und, jedes PCOS ist anders.

      Antworten
  • Für mich, 25ig, zur Zeit ohne Kinderwunsch, ist die Pille und Metformin (ich nehme an, du hattest dieses Medikament) eine gute, und sehr wirksame Kombination. Ich habe bereits viel Gewicht verloren, und weiss, dass dies später helfen kann, schwanger zu werden. Und ich bin stetig daran, dank (80%) Low-Carb Ernährung.
    Ich würde diese Medikamentenkombi nicht verteuefeln. Es ist schade, dass PCOS leider oft erst dann festgestellt wird, wenn Frauen bereits einen Kinderwunsch haben. Ich bin froh, bin ich nun darauf vorbereitet. So konnte ich rechtzeitig zur Ernährungsberatung, die mir nun auch wirklich hilft. Und wenn ich dann doch einmal Kinder will, hat mir meine Frauenärztin bereits gesagt, wenn es nicht klappt, soll ich doch vorbeikommen, und nicht erst 2 Jahre probieren und verzweifeln 😉 .

      Antworten
    • Liebe Tina, das ist toll, dass ihr – du und deine Frauenärztin – das PCOS frühzeitig entdeckt hast. Allgemein ist es natürlich immer so, dass Medikamente vermutlich nicht auf dem Markt wären, wenn sie keine Wirkung hätten. Dennoch hat es bei mir – und siehe auch Kommentar von Simone – falsch gewirkt. Ganz bewusst, habe ich in meinem Beitrag keinen Medikamentennamen erwähnt, weil das an dieser Stelle nichts zur Lösung beiträgt 🙂
      Ich wünsche dir weiterhin eine erfolgreiche “Therapie”!

        Antworten
  • Danke, dass hier über PCOS gesprochen wird! Auch bei mir wurde es diagnostiziert. Als ich die Pille wegen des Kinderwunsches abgesetzt habe, kam die Krankheit zum Vorschein. Vorher haben meine Hormone ja quasi geschlafen. Ohe Pille bekam ich Akne, einen extrem unregelmässigen Zyklus und Stimmungsschwankungen par excellence! Von Diabetes und Übergewicht bin ich glücklicherweise verschont geblieben. Der Kinderwunsch liess zwei Jahre auf sich warten. Erst durch Hormontherapien bei einer Kinderwunschpraxis, zwei Inseminationen und einer Fehlgeburt hat es nun endlich geklappt und unser erstes Baby strampelt gerade in meinem Bauch : )
    Ich war wütend auf meinen Körper, weil er das “Frau sein” nicht von alleine hin kriegte. Woher sollte er denn wissen, wie eine Schwangerschaft geht? Aber er kann es tatsächlich und wir können das Wunder kaum glauben.
    Bis hierhin war es ein schwerer Weg mit vielen Tränen. Doch mitlerweilen kann ich offen darüber reden und so vielleicht auch anderen Frauen Mut machen.

      Antworten
  • Gibt es eigentlich eine Erklärung für eine Tendenz zu Fehlgeburten wenn man PCOS hat? Ich hatte auch 3 frühe Aborte. Bin Mami von einem Kind und habe / hatte PCOS trotz niedrigem BMI. Seit der ausgetragenen Schwangerschaft ist von meinem PCOS aber nichts mehr spürbar.

      Antworten
    • Liebe Luana, ja, soweit ich weiss, erfahren Frauen mit PCOS häufiger Fehlgeburten.
      Zwischen PCOS und Übergewicht besteht keine unbedingte Korrelation, es ist eine Form von PCOS, es gibt aber – laut aktuellem Wissensstand – drei weitere Formen (ohne hohen BMI).
      Dass dein PCOS sich, seitdem du Mami bist, nicht mehr zeigt, ist gut! Weiter so! 🙂

        Antworten
  • Auch ich habe mich eingehend mit dem undankbaren Thema auseinandergesetzt, nachdem die Diagnose wie ein Schlag ins Gesicht war. Ich habe die schulmedizinischen Kriterien der Perlenkette und ausbleibender Mens erfüllt.. die Pille kam für mich bei Kinderwunsch nicht in Frage, also habe ich mich in die alternativmedizinische Sichtweise eingelesen. Dort gilt by the way nur als PCOS-Patient, wer auch effektiv erhöhtes, freies Testosteron im Blut hat – was bei mir glücklicherweise nicht der Fall ist. Syndrom wird auch in 4 Subtypen unterteilt: PCOS mit Insulinresistenz, PCOS durch chronische Entzündungsprozesse, Nebenniereninduziertes PCOS und Postpill-PCOS – mein “Zuhause” (Erklärung meiner Naturheilpraktikerin: wohl genetisch schwache Hormone/Hormonregelkreise, was durch die jahrelange Pillenzeit total zum erliegen kam. Denn einst im pubertären Alter kam die Mens spontan, was laut Alternativmedizin mit den erhöhten Testosteronwerten nicht so wäre..). Zu jeder Form wird da auch eine spezifische Therapie vorgeschlagen. Bei mir hats glücklicherweise angeschlagen und das Resultat liegt gerade an meiner Brust :-). Für weitere, fundiertere Infos empfehle ich wärmstens den Blog oder das Buch “die Periodenwerkstatt” von Lara Briden, australische Heilpraktikerin.
    Durch die Hormone, welche aus dem Ruder gelaufen sind, ist oft auch der Progesteronspiegel zu tief, welcher für die Fruchtbarkeit so wichtig wäre. In der Schulmedizin wird synthetisches Progesteron verabreicht, welches vom Körper schlechter aufgenommen werden kann als ein pflanzliches wie z.B. Mexikanische Yams-Wurzelcreme (Infos unter Ladyplanet.ch). Voilà, ich hoffe auf bestmögliche Fruchtbarkeit allerseits!

      Antworten
    • Liebe Charlotte, danke für deinen wertvollen Beitrag!
      Alternativmedizin ist sicherlich immer eine gute Herangehensweise – gerade bei solch einer komplexen “Erkrankung” wie PCOS, die so viele unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsbilder hat.

        Antworten
  • Vielen Dank für diesen Beitrag. Spannend auch mal von anderen Frauen mit PCOS zu lesen.
    Ich hatte grosses Glück, dass bei mir das PCOS auch bereits einige Jahre vor dem Kinderwunsch diagnostiziert wurde. Trotz bereits in der Pubertät (vor Pille) und jeweils in Pillenfreien-Zeiten sehr unregelmässigen Zyklen dauerte es dennoch bis Mitte Zwanzig und die richtige Diagnose wurde erst beim Gynäkologinnenwechsel an eine spezialisierte Klinik gestellt.
    Meine Gynäkologin hat mir dann empfohlen, die Pille bis zum Zeitpunkt an dem ich effektiv schwanger werden will zu nehmen und dann gleich loszulegen, da die Pille meinen Zyklus / Fruchtbarkeit im Anfangsstadium noch positiv beeinflussen würde. Und ansonsten nicht zuwarten und nach sechs Monaten mit Hormonbehandlung beginnen. Und nun sind wir, trotz PCOS und ohne Hormonbehandlung, in glücklicher Erwartung des ersten Nachwuchses. Ich bin also in meinem Fall sehr dankbar für die Diagnose und den ärztlichen Rat.

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  • Deine Geschichte mach mir viel Mut, danke, dass du sie mit uns teilst! Ich versuche seit zwei Jahren ein Kind zu bekommen. Im Dezember hat meine Gynäkologin PCOS diagnostiziert und mir gesagt, dass eine Schwangerschaft damit quasi ausgeschlossen sei. Ein Schock!!! Ich war daraufhin in diesem Monat im Kinderwunschzentrum in Wien (www.imi.clinic/kinderwunsch). Dort hat man mir aber wieder einigen Mut gemacht, dass wir das trotzdem hinkriegen könnten. Erstmal wurden einige Tests gemacht, um alles abzuklären. Die Ergebnisse bekomme ich nächste Woche. Dann gehe ich wieder in die Klinik und wir besprechen alles. Danke für deine Geschichte! Es macht so viel Mut zu lesen, dass du trotz PCOS Kinder bekommen hast! 🙂

    LG
    Kaya

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    • Liebe Kaya, PCOS ist KEIN Ausschlusskriterium für ein Kind. Und die Standardmedizin hinkt da echt hinterher mit ihren Kenntnissen darüber! Es ist schwerer, schwanger zu werden und es sind einige Änderungen in der Lebensweise nötig, damit es eventuell klappt mit schwanger werden, aber es ist nicht unmöglich.
      Ich habe trotz/wegen PCOS “nur” ein Kind, aber dieses eine Wunderexemplar ist einfach super! 🙂
      Eine gute “Adresse”, wenn du evtl. noch komplementär unterwegs sein möchtest ist meines Erachtens Julia Schultz’ Website: https://www.juliaschultz.net/pcos-natuerlich-heilen/#PCOSinderSchulmedizin (siehe auch Kapitel “Ganzheitliche und natürliche Behandlung bei PCOS”) oder auch die hier schon mehrfach empfohlene Lara Briden: https://www.larabriden.com/4-types-of-pcos-a-flowchart/
      Ganz ganz viel Durchhaltevermögen und Glück wünschend,
      liebe Grüsse,
      Hédi.

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