Mein Mann will kein zweites Kind. Und ich zerbreche daran.

“Ich schreibe euch, weil ich gerade den Artikel von Annas unerfülltem Kinderwunsch gelesen habe. Ich habe meine eigene Geschichte zu diesem Thema und vielleicht bin ich ja nicht die einzige. Ich wünschte, es gäbe jemanden, der dasselbe erlebt wie ich. Jemand, der mir mit seiner Erfahrung helfen könnte.”

Wir haben Sarah* gefragt, ob wir ihre E-Mail veröffentlichen dürfen. Denn garantiert gibt es unter Euch Frauen, die Ähnliches erlebt haben.

Und so beginnt Sarahs Geschichte:

Ich bin bald 33 Jahre alt und seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben eine grossartige dreieinhalbjährige Tochter, die wir beide über alles lieben. Ich bin erfolgreich und glücklich in meinem Job, liebe es aber auch, Mutter zu sein.

Schon immer war für mich klar, dass ich mehrere Kinder haben möchte. Einzelkind zu sein war für mich schon als Kind eine schreckliche Vorstellung. Selbst habe ich drei Geschwister, mein Mann hat zwei.

Ich wünsche mir von Herzen ein zweites Kind – aber mein Mann will nicht.

Wir streiten seit über zwei Jahren darüber (unglaublich, ich weiss). Unterdessen bin ich völlig kaputt. Wir sind kaputt. Und doch liebe ich ihn noch. Er ist ein grossartiger Vater und wir haben ein tolles Leben zusammen. Wir haben oder hatten eine gute und schöne Beziehung – bis ich diesen Wunsch anmeldete.

Er kann nicht begründen, warum er nicht will. Er sagt, er verspüre den Wunsch nicht und ein Kind reiche ihm. Er möchte sich auch wieder anderen Themen im Leben widmen und er fürchtet, ein zweites Kind nicht so sehr zu lieben wie unsere Tochter. Das kann ich sogar verstehen.

Aber das wäre doch lösbar!?

Unser Leben würde sich ja nicht grundsätzlich ändern und die intensive Kleinkindphase vergeht doch auch.

Ich habe immer wieder versucht, das Thema ruhen zu lassen, in der Hoffnung, dass es dann besser würde. Dass sich die Situation so entspannt und er seine Meinung doch noch ändert, wenn ich keinen Druck ausübe. Aber sobald ich es wieder anschneide, fallen wir in die ewiggleichen Muster zurück.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Beziehung eine gute Zukunft hat, wenn er bei seiner Meinung bleibt.

Mein Mann will kein zweites Kind | www.anyworkingmom.com
Ich bin zutiefst enttäuscht, verletzt und traurig. Ich verstehe ihn nicht!

Wir haben doch bereits ein Kind, ein Familienleben und wir finden das beide schön. Mir ist klar, dass es mit einem zweiten Kind nochmal anders und auch strenger wird, aber das schreckt mich nicht ab. Das ist es doch locker wert!

Es bringt mich um den Verstand, dass er zuschaut, wie ich immer mehr kaputtgehe und er mir trotzdem weiterhin sagt, ich müsse damit leben oder gehen. WENN ich aber gehe und ihn verlasse, dann zerstöre ich unsere Familie, sagt er. Dann sei mir unser gemeinsames Kind und unsere Beziehung nichts wert, dann stelle ich, so seine Meinung, den Wunsch nach etwas, das es noch gar nicht gibt, über unser ganzes Leben.

Bin ich zu egoistisch? Bin ich undankbar?

Sollte ich einfach zufrieden sein mit dem, was ich habe? Andere Frauen haben gar keine Kinder, obwohl sie sich welche wünschen. Wenn ich könnte, würde ich den Wunsch in mir sogar abstellen. Aber er ist da. Es ist ein urtiefer Wunsch, eine Sehnsucht, die mich fast um den Verstand bringt.

Ich wäre so gerne nochmal schwanger, hätte so gerne nochmal ein Baby. Ich wünsche mir so sehr, dass meine Tochter mit einem Geschwisterchen aufwachsen kann. Ich bin keine Gluckenmutter, arbeite mit Freude Teilzeit. Unsere Tochter geht in die Kita. Ich habe viele Freunde, gehe ab und zu aus und auch für unsere Partnerschaft blieb meist genug Zeit.

Der Wunsch nach einem zweiten Kind wird nie weggehen, das weiss ich.

Also, was tun? Meinen Mann verlassen, um vielleicht irgendwann einen anderen zu finden, der mit mir diesen Wunsch leben möchte? Und meine Tochter? Die sähe ich dann weniger, weil sie ja auch immer wieder bei ihrem Vater wäre (was ich auch gut und wichtig finde).

Aber die Vorstellung, meine Tochter mehrere Tage pro Woche nicht bei mir zu haben, ist grauenhaft. Und ein zweites Kind hätte ich ja deswegen noch lange nicht. Ob ich irgendwann glücklicher sein würde, steht in den Sternen.

Ich nähme meiner Tochter das Zuhause, das schöne Familienleben, das wir immer noch haben. Und ich verliere den Mann, den ich eigentlich liebe, und das gemeinsame Leben, das ich durchaus sehr mag.

Aber was ist die Alternative? Bleiben? Bei einem Mann, der von mir verlangt, dass ich auf etwas verzichte, das ich mir mit jeder Faser meines Körpers wünsche? Bei einem Mann, dem es relativ egal scheint, dass ich unglücklich bin und fast daran zerbreche? Unter einer guten Beziehung stelle ich mir etwas anderes vor.

Mein Mann will kein zweites Kind | www.anyworkingmom.com

Ich könnte auch versuchen, heimlich schwanger zu werden.

Einige Menschen in meinem Umfeld raten mir, kalkuliert vorzugehen. Mein Mann wäre auch für das zweite Kind ein guter Vater, aber die Gefahr besteht, dass er mir in jeder schwierigen Situation mit dem Kind vorwirft, dass er es ja nicht wollte. Kann ich das einem Kind antun? Würde das unsere Beziehung nicht auch zerstören?

Gut möglich, dass ich irgendwann mit der Situation, wie sie jetzt ist, leben kann. Die Chance, dass ich es muss, ist gross. Aber ich werde es meinem Partner den Rest meines Leben vorwerfen. Ich werde kein zweites Kind haben, weil er keinen Bock hatte. Jede Schwangere in meinem Umfeld erinnert mich daran, und mein eigener Körper zeigt mir jeden Monat, dass ich gerade fruchtbar wäre und bereit.

Wie entscheidet man zwischen zwei Leben, die man so beide nicht haben möchte? Zwei Leben, die einem beide unglücklich machen?

*Name geändert

Was meint Ihr zu Sarahs* Geschichte? Sie freut sich über Eure Erlebnisse, Meinungen oder Ratschläge hier in den Kommentaren (das ist übrigens auch anonym möglich).

Anmerkung: Unter diesem Artikel wurde und wird fleissig kommentiert. Wir sind zwar persönlich mit einigen Kommentaren nicht einverstanden, möchten aber den Diskurs ermöglichen und veröffentlichen deshalb grundsätzlich alle Kommentare, in denen niemand persönlich angegriffen wird und die keine rassistische, sexistische, klassistische, ableistische oder anderweitig diskriminierende Hassbotschaften enthalten.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Kafikasse_Any_Working_Mom

zu den Kommentaren

DAMIT DU WEISST, WAS LÄUFT

Abonniere jetzt unsere persönlichen Newsletter und erhalte als Dankeschön unsere

Familien-Packliste für Skiferien!

Wir bewahren deine Daten sicher auf und teilen sie nur mit Drittanbietern, die diesen Service ermöglichen. Mehr Infos in unserer Datenschutzerklärung.

274

274 Kommentare zu “Mein Mann will kein zweites Kind. Und ich zerbreche daran.

  • Es ist dein grosser Wunsch ein zweites Kind zu haben und sein grosser Wunsch nur eines zu haben. Ich sehe nicht, weshalb ein Wunsch wichtiger sein soll als der andere, aber du wirfst ihm Egoismus vor, das ist nicht fair.
    Ich sagte meinem Mann damals: um damit abschliessen zu können, MUSS ich dein Nein verstehen können. Da ergab sich ein sehr schönes, trauriges und versöhnliches Gespräch.
    Es ist halt die Frage, kannst du damit leben? Falls nein musst du gehen, glücklich wirst du kaum. Falls ja, musst du das mit dir ausmachen, dich damit versöhnen und damit abschliessen und vor allem: ihm keine Vorwürfe machen.
    Ein Kinderwunsch MUSS zwingend für beide stimmen, wenn du ihm eines unterjubelst wird er dir das ewig vorhalten und ihr werdet wieder nicht glücklich…
    Ich wünsche dir von Herzen viel Klarheit und alles Gute!

      Antworten
    • Ganz ähnlich war es auch bei mir . Uund ich bin ebenfalls deiner Meinung, nämlich, dass der Kinderwunsch von beiden ausgehen muss. Auf- und reingezwängt wird das meiner Meinung nach keine gute Basis werden.

        Antworten
      • Ich habe das Gefühl, ich hätte diesen Text verfasst. Es spricht mir alles aus der Seele und ich weiß auch nicht was ich tun soll. So oder so wäre ich nicht glücklich. Ich will ihn nicht verlassen und ich kann meinen Wunsch nicht verschwinden lassen, es wird mich für immer verfolgen und ich werde es ihm immer vorwerfen. Das isz sehr traurig und zerstört unsere Beziehung.

          Antworten
        • Auch mir spricht sie aus der Seele. Jedesmal wenn mir jemand eröffnet, dass sie schwanger ist mit einem 2. oder 3. Kind, ist es für mich wie ein Schlag in die Magengrube.

            Antworten
          • Bei mir genau wie bei dir ! Heftig, dass unsere Männer partout kein zweites wollen.
            Sehr schmerzhaft

          • Ich wünschte es gäbe eine Gruppe in der man sich online über das Thema aussprechen kann.
            Mir geht es genauso.
            Und ich bin absolut ratlos und weiss nicht wie ich darüber hinweg kommen soll…
            Ich würde mich gerne mit jemandem in der selben Situation austauschen um wenigstens mental Hilfe zu bekommen.
            Gibt es so eine Gruppe? Oder jemanden hier der gerne eine mit mir gründen möchte?

          • Oh man, das kenne ich zu gut. Ich stecke gerade inmitten einer solchen Phase und in meinem Umfeld bekommen alle gerade das zweite Kind…es ist so schade, weil wirklich mit freuen oder für die Person freuen fällt mir sehr schwer…traurig aber wahr. Ich finde es auch wichtig, dass beide damit einverstanden sind, aber ich glaube wenn es dein Herzenswunsch ist nochmal Mama zu werden, solltest du ihn verlassen..es ist unfair, dass er eine solche auf das eigene Leben einflussnehmende Entscheidung alleine trifft. Männer können irgendwann, wenn ihnen danach ist , auch noch sehr spät erneut Papa werden. Frauen haben eine begrenzte Zeit und ich finde das sollte man sich bewusst machen. Es ist sehr unfair nein zu einem zweiten Kind zu sagen, einfach nur aus Prinzip…

          • Ich habe diesen Beitrag voller Interesse gelesen. Es ist nicht gut, wenn sich hier beide Partner nicht einig sind und NIEMALS sollte ein Partner hier selbst entscheiden. Bei uns war es umgekehrt. ABER: Das Positive dabei ist wirklich, dass ich unser 2. Kind sehr liebe und dadurch über den Vertrauensbruch hinweg kam. Dennoch es ist keine Lösung über den Kopf des anderen zu entscheiden und man vergisst das NIE. Ich finde hier gehört die Entscheidung her : Kann ich so leben oder will ich mich trennen und mit jemandem anderen ein 2. Kind. Die Tochter wird sich an die gemeinsame Obsorge gewöhnen etc. Wichtig ist immer, man muss glücklich sein und einen sehnlichen Kinderwunsch kann man nicht unterdrücken. Ich wünsche allen Alles GUTE!

          • Ich sehne mich auch nach einem Austausch. Können wir in Kontakt treten ohne unsere Kontaktdaten hier machen zu müssen? Anyworkingmom könntet ihr vermitteln? Vielen Dank

          • Liebe Bettiba, ich werde Deine E-mail an die Autorin weiterleiten. Wir arbeiten an einem Forum, müssen aber leider noch etwas zuwarten, da unser IT-ler gerade ausgelastet ist. Sobald das Forum steht, werden wir hier informieren und ihr könnt Euch direkt und anonym austauschen.

          • Hey. Ich bin ein solcher Papa und bin gerade in einer solchen Situation auf der anderen Seite. Ich kann den Wunsch nach einem zweiten Kind gut verstehen. Es ist bei mir nicht dieser “egoistische Gedanke” sondern viel mehr die Angst etwas was gut ist zu verlieren. Die Beziehung zu meiner Frau ist seit dem wir Eltern sind schlechter geworden und wir streiten bereits jetzt häufig und sie drohte bereits im Streit mit Trennung. Jetzt sagt sie sie wünscht sich ein zweites Kind. Ich möchte nicht das wir uns trennen und ich bin dann alleine und muss zwei Kinder vermissen. Ich habe zu ihr gesagt das ich mir vorstellen kann ein zweites zu bekomme wenn unsere Beziehung sich wieder verbessert. Das reicht ihr aber auch nicht. Sie sagt sie ist dreißig und ihr laufe die Zeit davon. Ich möchte micv mit so etwas wichtigen aber auch nicht unter Druck setzen lassen.

        • Bei mir ist es auch so, es zerreißt mich es tut unendlich weh .
          Dieser sehlichster Wunsch nach einem zweiten kind . Der nie in Erfüllung gehen wird so lange ich in der Beziehung bleibe wo ich jetzt bin.
          Aber trennten kann ich mich nicht denn ich liebe ihn ja . Aber ich gehe mehr den je auf Distanz.

          Jede schwanger die ich sehe erinnert mich an den unerfüllten wunsch. Und es schmerzt zu tiefst

            Antworten
          • Ich kann es sobgut nachvollziehen… mein Mann will sich unbedingt sterilisieren lassen mit 27 und ich hätte dabei so unfassbar gerne ein 2. Kind … es erfüllt mich mit einem so großen Schmerz und begründen kann er es nicht. Er will nur einfach kein 2. Kind mehr… ich sitze oft weinend im Bett und es tut so weh andere Frauen zu sehen , deren Wunsch in Erfüllung geht… ich liebe ihn und will auch unsere Familie nicht zerstören… leider kann man da nichts machen. Derjenige mit dem kinderwunsch in der Beziehung ziehen den kürzeren.. ander herum wäre es ihm aber auch unfair gegenüber ihm ein Kind aufzuzwingen…

          • Seid froh, dass ihr ein Kind habt. Ich habe einen Freund mit 2 Kindern aus erster Ehe und er möchte kein drittes mehr. Und ich liebe ihn und bin aber wahnsinnig traurig, dass ich so keins bekommen werde.

          • Hallo ihr lieben, ich weiß nicht genau wie ich einfach selbst einen Kommentar verfassen kann, deswegen antworte ich hier auf diesen. Mir geht es ganz genau so. Mein Mann hat mir heute wieder eröffnet, dass er nicht noch ein Kind möchte (unsere Tochter ist1,5 Jahre). Und wie ich denn nicht mit unserer Tochter zufrieden sein kann!? Ich weiß darauf wirklich keinen triftigen Grund, und dass ist es auch nicht. Natürlich liebe ich es, Mama von ihr zu sein und finde unser Leben auch echt superschön. Doch ich selbst bin Einzelkind und habe mir immer eine große Familie gewünscht. Ich weiß auch nicht mehr weiter. Er ist so hart in seinen Aussagen und hat bestimmt auch seine Gründe. Ich würde gerne damit klar kommen nur ein Kind zuhaben, doch befürchte auch, dass ich daran zerbrechen werde.

          • Genau in dem Punkt stehe ich mit meinem Mann aktuell auch… und ja es schmerzt soooo sehr das ich in 10 Tagen 40 werde und immer noch mit einem Kind da stehe… weil auch mein Mann mir diesen Wunsch nicht erfüllen möchte… wir haben 4 Fehlgeburten hinter uns und das ist denke ich mal seine Angst! Aber eine Lösung ist das nicht… ich kann nicht ohne ihn aber auch so nicht mit ihm leben als wäre unser Familienleben perfekt…
            aber bin auch erleichtert das ich nicht die einzige bin!

        • Es geht mir auch so 🙁
          Wir sind 7 Jahre zusammen, haben einen Sohn(6) und ich bin mittlerweile 38 er bald 40 und innerhalb eines Urlaubs hat er diese Entscheidung getroffen. Nun friss und stirb oder geh und sei der Zerstörer.
          In Worte nicht zu fassen was das mit mir macht.

            Antworten
          • Hallo liebe J.,
            ich fühle so mit dir. Unsere Tochter ist auch 6 und ich 38. Die meisten meiner Freunde haben mindestens schon das zweite Kind und es ist so schmerzhaft es mit anzusehen. Gerade hat eine meiner besten Freundinnen Zwillinge bekommen. Ich bin so tief unten wie noch nie zuvor und mein Mann bleibt beim Nein und möchte darüber auch nicht mehr reden. Ich stehe jetzt vor der Entscheidung wie es weiter gehen soll und ich habe soviel Angst in mir. Zur Zeit bin ich auch nicht mehr ich. Schmerz und Trauer Tag für Tag.

            Hast du eine Entscheidung getroffen?

            Liebe Grüße A.

        • Hallo liebe Muttis,
          ich muss deswegen auch gerade weinen und kann mich sehr gut mit euch etablieren. Meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und ich wünsche mir seit meiner Jugend zwei Kinder. Momentan bin ich 31 Jahre alt und mein Mann Mitte 40. Ich möchte nicht, dass er für ein zweites Kind zu alt wird und würde einen engen Abstand bevorzugen. Leider möchte er von Anfang an kein zweites Kind. Er ist das ältere Geschwisterkind mit 6 Jahren Abstand. Sein kleiner Bruder brachte nicht unbedingt Harmonie in die Familie. Das wird ihn geprägt haben. Ich habe 1,5 Jahre Abstand zu meinem älteren Bruder und mir hat seine Nähe im Haushalt immer gut getan. Auf Urlaubsreisen oder in der Ferienbetreuung war ich so auch nie alleine. Ich hoffe so sehr, dass er seine Meinung noch ändern wird. Bei anderen Müttern hat es doch auch geklappt, wie der Mann anfangs dagegen war. Klar ist, jeder Mensch ist ein Individuum. Auch der Mann.

            Antworten
          • Hallo ihr lieben, ich bin erschüttert und traurig, dass es soviele Frauen gibt, denen es gleich geht wie mir. Mein Mann will kein weiteres Kind, das hat er so beschlossen ohne mit mir je darüber zu sprechen. Er hat es mir an den Kopf geworfen, als ich den Wunsch nach einem weiteren Kind äußerte. Natürlich kann man eigentlich niemandem ein Kind aufzwingen, aber jemandem aufzuzwingen kein Kind mehr bekommen zu dürfen, die es sich mit jeder Faser des Körpers wünscht und an dem Wunsch zerbricht, finde ich weder besser noch fairer. Von einer gleichberechtigten Partnerschaft kann man hier nicht sprechen. Vor allem würde ich und habe ich in der Vergangenheit immer anders gehandelt: Hatte mein Mann einen Herzenswunsch, habe ich ihn dabei unterstützt, auch wenn es mir dabei oftmals das Leben nicht gerade leichter gemacht hat. Würde ich nämlich gleich handeln wie er, würde ich das von mir gewünschte Kind einfach bekommen und ihn nicht fragen – hinsichtlich Verhütung habe ich ja immerschon die alleinige Verantwortung. Leider bin ich nicht so wie er. Und leider haben wir von meiner Seite aus momentan keine Gesprächs- und schon gar keine Vertrauensbasis mehr.
            Ich wünsche euch allen das Beste!

        • Mir geht es ganz genau so.
          Wir haben eine 3 jährige Tochter und ein 2. Will er nicht.
          Seit 2 Jahren frage ich immer wieder, aber er fühlt sich nicht bereit für ein 2. Kind und eigentlich reicht ihm eins.
          Ich zerbreche daran und habe jeden Tag diesen Gedanken und Wunsch und wenn ich dann noch im Umfeld höre das die und die nochmal Schwanger ist…….ich kann es nicht in Worte fassen. Ich fühle mich einfach noch nicht vollständig. Ich Liebe meine Tochter aus tiefsten Herzen aber noch eines dem ich diese Liebe schenken könnte wäre wundervoll.

            Antworten
          • Hallo zusammen,
            Ich dachte immer es gibt niemanden der mein Problem mit mir teilt…

            Ich bin seit 8 Jahren mit meinem Mann zusammen seit fast 4 Jahren zusammen… Wir haben einen 6 jährigen Sohn… Und ich wünsche mir seit 4 Jahren so sehnlichst ein zweites Kind… Er hat bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung und hat anfangs immer gesagt ihm reichen zwei Kinder und ich hätte ja auch zwei es hat lange gedauert bis er verstanden hat das ich mir noch ein eigenes Kind wünsche… Seit zwei Jahren leide ich extrem darunter so das ich teilweise nur noch sauer werde wenn ich höre das andere schwanger sind… Ich bin nur noch traurig… Anfang des Jahres haben wir gedacht ich wäre schwanger und er hat sich anscheinend gefreut… Der Frauenarzt hat mir die Schwangerschaft dann bestätigt allerdings hatte ich Blutungen und sie ging davon aus daß ich einen Abgang habe… Wir haben alles getan was wir tuhen konnten um das Kind zu behalten 1 Woche lang… Dann kam der Anruf vom FA ich bin doch nicht schwanger und der Urintest beim Arzt war falsch für mich ist eine Welt zusammen gebrochen ich wusste das dieses ausversehen meine letzte Chance gewesen wäre wobei ich dazu sagen muss das dass nicht von mir aus ging… Danach haben wir uns mehr oder unterhalten und uns darauf geeinigt weiter zu üben… Nach dem ersten unverhüteten Sex ist es nie wieder soweit gekommen… Bzw. Noch einmal danach hat es uns schwer getroffen… Mal wieder… Mein Schwiegervater kam mit Corona ins Krankenhaus und liegt seit dem im Koma natürlich habe ich anfangs auch nicht mehr so an meinen Wunsch gedacht dann habe ich meinen Job verloren und jetzt stehe ich wieder vor dem nichts mit meinem Wunsch… Ich habe das Gefühl er will immer noch nicht… Aber trotz der schweren Zeit kann ich an nichts anderes mehr denken… Ich fühle mich schlecht weil ich gerade jetzt immer noch so an meinem Traum hänge obwohl wir andere Sorgen hätten… Ich suche jetzt wieder nach einem neuen Job und möchte dann nicht wieder aussetzen wegen dem Baby ich würde lieber nach der Elternzeit voll durchstarten aber auch das versteht mein Mann nicht…
            Der Abstand zu unserem Sohn wird immer größer und ich werde bald 30 mit 30 wollte ich keine Kinder mehr…
            Ich bin einfach traurig weil mir das Schicksal immer wieder einen Streich spielt und mein Mann anscheinend auch nicht richtig will… Ich kann einfach an nichts anderes mehr denken diese Wunsch macht mich kaputt… Und mein Mann versteht mich nicht… Er hält mich immer wieder hin… Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll…

            Dieser Text ist so konfus wie meine Gedanken…

            Ich habe viele Sachen ausgelassen aber ich ertrage es einfach nicht mehr…

          • Mein Rat als Mann: Trennt euch und findet jemand anderes.
            Ich selbst habe eine Halbschwester, die auch eine Halbschwester hat, Stiefschwester, Halbbruder und keine haben die identischen Eltern. Am Ende überwiegt eine große Familie, was ich klasse finde.

            Mit knapp 35 und meiner Freundin über 36 habe ich keine Kinder. Sie wird langsam nervös und ich sage seit Jahren, dass ich jedes Verständnis habe wenn sie mich deswegen verlassen wird, sollte mein Wunsch sich nicht für sie rechtzeitig ändern. Mein Fokus liegt auf Karriere, bin nicht bereit mich für Haus und dergleichen zu Verschulden, Karriereoptionen nicht ziehen zu können, usw. Ich weiß nicht was die Gründe eurer Männer sind, aber Geld ist bei meinen Freunden oft ein Thema. Ich will einfach nicht den Lebensstandard senken für Kinder. Dafür habe ich zu hart an meiner Karriere gearbeitet.

            Jeder muss am Ende seinen für sich richtigen Weg gehen. Um es mit einem Freund zu zitieren: Was auch immer aus der Ehe wird, die Kinder waren die beste Entscheidung mit der dafür besten Frau.

        • Mir geht es ähnlich, wir haben keine Kinder, also geht es bei uns um, das erste Kind. Ich bin 32 zum einen warte ich seit Jahren darauf bis er bereit ist, ich weiß auch, dass er Kinder liebt und irgendwann welche haben will. Seit 3 Jahren ist das ein großes Thema für mich und allmählich zerstört es unsere Beziehung, da mir auch durch meine Endometriose die Unfruchtbarkeit droht, trotz der ganzen OPs und den Rat der Ärzte, will er nicht. Ich bin deswegen in ein Loch gefallen und weiß nicht ob das mit ihm noch einen Sinn hat. Jede Entscheidung läuft darauf hinaus das jemand unglücklich wird. Wie lange muss man warten, wer gibt mir die Garantie das er bei mir bleibt wenn ich nicht mehr Schwanger werden kann?Und sich schwängeren lassen? Ich bringe es einfach nicht übers Herz ihn zu hintergehen, ich möchte das mein Kind gewollt ist. Natürlich ist es egoistisch sich schwängern zu lassen. Aber wie egoistisch ist es denn bitte, die Partnerin die man behauptet zu lieben, deren Krankheit mit Kinderlosigkeit verbunden ist, aus reinem Egoismus im Stich zu lassen? Ich wünache allen Frauen die egal aus welchem Grund allein mit ihrem Kinderwunsch da stehen viel Kraft, ich wünsche euch das ihr euer Wunder erreicht und weiter kämpft.

            Antworten
          • ich bin auch in der Situation das mein Partner kein 2tes Kind will. Daran, wie schlimm ich das finde wird mir klar, dass ich immer das Kind über den Mann stellen würde. Hätte ich noch Keines, würde ich mich trennen und bewusst Alleinerziehende werden. Mit diesem Gedanken spiele ich nun auch, trotz erstem Kind, wobei noch meine Angst zu gross ist wie ich das organisatorisch hinbekommen kann ohne Care-Support. Ich frage mich aktuell: ist es schlimmer den Stress alleine zu haben mit zwei Kindern oder romantisiere ich die geschwisterliebe und ist es nicht auch schlimm dem Kind eine unglückliche Beziehung vorzuleben?

        • Hallo ich habe diesen Text interessiert gelesen und mir geht es genauso. Mein Partner und ich sind jetzt 11 Jahre zusammen. Wir haben über 7 Jahre an unseren Sohn gebastelt und sind dann in die Kinderwunschklinik gegangen. Nach der zweiten künstlichen Befruchtung ist unser Sohn entstanden. Mein Sohn ist mittlerweile fast 7 Monate alt. Ich wünsche mir sehnlichst ein zweites Kind, aber mein Mann kann sich kein weiteres Kind vorstellen. Ich bin schon 38 und mein Mann 41. Ich zerbreche daran. Meine Nachbarin ist jetzt auch noch schwanger und bekommt auch ihr zweites Kind. Ich weiß nicht ob ich ohne ein zweites Kind glücklich werde. Gibt es hier eine Gruppe mit Frauen mit denen man sich austauschen kann?

            Antworten
          • Hallo, ich hätte nie geglaubt das es viele andere Mamas gibt denen es gleich geht wie mir. Unsere Tochter ist 6 Jahre alt, und auch ich wünsche mir seid Jahren ein 2. Kind. Ich bin jetzt 41 und mir läuft die Zeit davon……Aber das versteht er nicht….

        • Dann wirf es ihm nicht vor und mach ihm das leben schwerer. Sei dir gewiss das es ihm auch so niemals aus dem kopf gehen wird. Was denken manche frauen eigentlich wie Egoistisch ihre Männer sind? Das wir einfach vergessen was der Wunsch unserer Frauen ist? Mich zerrisst das thema genau so immer wieder weil ich weis das meine Frau ein zweites Kind will, auch ohne ständig extra ein schlechtes Gewissen gemacht zu bekommen. Ihr müsst damit leben das ihr unbedingt ein weiteres wollt und eurer Mann muss sein leben lang mit dem schlechten Gefühl leben euch einen Lebens Wunsch zu verwehren. Nicht nur euch wird es ewig scheiße gehen. 😑🙄

            Antworten
      • Bei uns war es auch Thema. Wir haben ein sehr sehr aktives herausforderndes Kind. Und wir haben uns letztes Jahr entschieden nach 1 Jahr probieren, das es bei einem bleibt und sind in eine 3 Zimmer Wohnung gezogen. Immer wieder kommt bei mir trotzdem dad Thema 2 kind hoch. Weil der Wunsch groß ist. Aber ,alles in unserem Leben ist auf unseren inzwischen 4 jährigen ausgelegt. Wir haben abgeschlossen. Der kleine nimmt uns und unsere Nerven mehr als 2 ein und verlangt uns wirklich viel ab,zudem gehen wir beide 40 Std arbeiten. Das alles ist schon irgendwie anstrengend. Nun ist es aber passiert. Ich bin schwanger. Habe gestern den test gemacht. Mein Mann fand das gar nicht witzig und ist wütend abgestampft. Seitdem redet er nicht mit mir. Er will kein 2.kind. Er hat damit abgeschlossen. War alles was er mit dazu sagte. Nun stehe ich da. Schwanger freudig und ängstlich und weiß nicht was ich machen soll. Nun ist mein Wunsch doch noch wahr geworden und mein mann will es nicht. Ich bin echt am verzweifeln.

          Antworten
        • Ich hoffe, du hast das Kind behalten. Das wirst du ihm sicher sonst niemals verzeihen und dir erst recht nicht.
          Du willst dieses Kind ja.
          Ich kenne auch jemanden, der emotional von seinem Vater erpresst wurde und sich daher gegen das Kind entschieden hat. Mit dem Vater hatte sie keinen Kontakt mehr, bis er starb. Aber sie fragt sich immer noch, wie das Kind heute wäre, wenn sie ihre erwachsene Kinder heute sieht.
          Ich bin auch ohne Vater aufgewachsen. Wahrscheinlich besser so. Seit meinem 3. Lebensjahr habe ich einen neuen Papa. Ich konnte mich nicht mal an meinen alten Vater erinnern. Es gab immer nur meinen Papa. Kinder verkraften das, wenn sie dann nicht als Boxsack zwischen zwei Stühlen stehen. Sei einfach stark und werde glücklich. Das ist viel mehr wert!

            Antworten
        • Bitte behalte das Baby. Wenn es sein muss, dann beende die Beziehung. Ich wünsche dir und deinem Wunder alles Liebe und gute.

            Antworten
        • Ihr arbeitet beide 40 Stunden. Das strengt euch sicher an. Da geht einem die Hutschnur schneller hoch. 4 Jahre sind noch jung, vielleicht findet ihr eine Lösung, dass es besser wird. Vor allem jetzt mit zweien.

            Antworten
    • Dieser Beitrag und die Kommentare haben mich sehr berührt. Auch ich bin in solch einer Situation und weiß nicht weiter. Wir haben eine 5jährige Tochter, die sich auch sehnlichst ein Geschwisterchen wünscht. Gestern ist sie verzweifelt (anders kann ich es nicht beschreiben) und heulend auf den Küchenboden gesunken, nachdem ihr Vater ihr erneut gesagt hat, dass er kein zweites möchte. Er ist überzeugtes Einzelkind, möchte unserer Tochter seine volle Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe schenken, möchte dass sie keine Einschränkungen erlebt, auch in der Ausbildung,….zudem hatte unsere Tochter einen „doppelten Daumen“ – eine NICHT genetisch bedingte Fehlbildung an der Hand, die operiert werden konnte. Er hat Angst dass sowas oder schlimmeres trotzdem passieren kann. Auch hat er unser Haus nur mit einem Kinderzimmer geplant.
      Mein Verstand kann seine Argumente akzeptieren, mein Herz aber zerreißt es. Vorallem wenn ich sehe wie meine Tochter auch leidet. Dabei halte ich mich mit Äußerungen und mit meinem Verhalten ihr gegenüber zurück, versuche ihr sogar zu erklären warum ihr Papa nur sie lieben möchte.
      Aber unsere Herzen sehnen sich nach einem Kind/Geschwisterchen. Ich bin so ratlos und verzweifelt. Und die Uhr tickt. Ich bin dieses Jahr 40 geworden. Mein Verstand sagt: vorbei…
      Aber der innere Druck wird immer größer.
      Leider habe ich keine Lösung – weder für dich noch für mich. Fühle mich aber nicht mehr so alleine mit dieser Verzweiflung…

        Antworten
      • Du beeinflusst deine Tochter – bewusst oder unterbewusst sei dahingestellt. Ich glaube, dass sie ihr Leben ohne Geschwisterchen ganz einfach akzeptieren würde. Gib es zu: es geht hier nicht um den Wunsch deiner Tochter, sondern ganz alleine um deinen eigenen.

          Antworten
        • Ich kann den Wunsch sehr gut verstehen und doch finde ich, dass nicht Kinder darüber entscheiden, ob es noch weitere Kinder in einer Familie gibt oder nicht. Ich glaube auch, dass es hauptsächlich dein Wunsch ist, den du auf deine Tochter überträgst. Mein Sohn ist auch ein Einzelkind und manchmal fragt er nach einem Geschwister. Ich sag ihm dann ehrlich, dass dies wohl nicht passieren wird. In erster Linie, weil wir Eltern uns getrennt haben und ich momentan Single und knapp 40 bin. Ich hätte wahnsinnig gerne ein zweites Kind gehabt und verstehe demzufolge die Gefühle sehr gut, aber, nun ists halt anders gekommen. Ja, oft tuts noch weh, wenn rundum alle mit dem zweiten oder sogar dritten schwanger sind. Es wird aber langsam besser, je älter mein Sohn wird. Er ist ein Geschenk und ich bin dankbar, dass ich ihn habe. Mit dem unerfüllten Wunsch nach einem zweiten Kind lerne ich zu leben. Und ganz ehrlich, ich hätte lieber eine funktionierende Beziehung mit einem Kind, als alleinerziehend zu sein, ev noch mit zwei Kindern. Ich wünsche dir viel Kraft und hoffentlich klärende Gespräche mit deinem Mann.

            Antworten
          • +Verrückt. Sorry aber diesen Text kann man nicht einfach so stehen lassen.

            Er besteht alleine aus Respektlosen Egoismus.

            Ich habe vor zehn Minuten gegoogelt wie ich meiner Frau am besten klar machen kann wie ich ihr sage das ich kein zweites Kind möchte.

            Hätte ich es mal nicht gemacht.

            Jetzt mal aus Erfahrung des Mannes. Wir haben einen 1 jährigen Sohn. Ich liebe dieses Geschenk Gottes seit dem Schwangerschaftstest aufs unglaubliche. Es ist Liebe pur. Ein Leben ohne meine Frau und mein Kind kann ich mir nicht vorstellen. Mein größter Wunsch war es immer eine Familie zu gründen. Nur leider nie eine mit zwei Kindern. Das weiß sie und es verletzt sie.

            Meine Frau möchte ein zweites Kind sie hat diesen Wunsch schon immer.

            Jetzt das Dilemma. Was macht man in solch einer Situation?

            Mir geht es so. Bekommt meine Frau ihren Wunsch nicht ist sie unglücklich. Das kann ich zu 100 Prozent verstehen. Und das macht mich unglücklich. Bekommen wir ein zweites Kind bin ich unglücklich. Und würde sie es glücklich machen? Sie hat doch ihr zweites Kind.

            Wir befinden uns in einem Hamsterrad und finden nicht heraus.

            Es gibt für und gegen Argumente…
            Aber eine Lösung gibt es nicht.

            Der Text worauf ich eigentlich anspielen wollte beschreibt nur die Sicht der Frau und das sie der Mittelpunkt ist. Du hast deinen Mann geheiratet weil du ihn liebst und nicht weil du ihn brechen willst.

          • Und zur Antwort des Papas: Den Mann geheiratet, weil du ihn nicht brechen willst…kann man auch umgekehrt schreiben. Du hast die Frau auch nicht geheiratet, um sie zu brechen. Ein Dilemma.

          • Spannend, darf ich fragen warum du dir eher eine Beziehung als ein zweites Kind wünschst? Hier ist die Problematik ja eher anders herum und du kennst beides. Aus der unzufriedenen Beziehung (weil unerfüllter zweiter Kinderwunsch) heraus, denke ich es mir eben gerade anders: Kinder vor Partnerschaft. Das finanzielle könnte ich stemmen.

        • Ich habe mein 2 Kind nur heimlich bekommen durch mogeln b.z.w durch sperma in mir heimlich rein zu machen und die Pille abzusetzen heimlich und jetzt ist unser 2 Kind da seit 1 jahr ja ich merke mein ehe mann hat nicht so viel Interesse an der kleinen wie bei der großen Tochter. Ich bin am überlegen noch eins zu machen aber er möchte wieder nicht er meinte in 4 Jahren und da er keine deutsche statt angerörigkeit hat mache ich mir Sorgen will er nur Deutsche Papiere 😥😭 und dann mich verlassen oder was meint ihr dazu ????

            Antworten
          • was ich dazu meine? das du ein egoistisches verhalten an den tag legst und bereit warst zu “lügen und betrügen” um deine bedürfnisse zu erfüllen und das sogar wiederholen willst entgegen seinem willen. sowas ist eine zutat zum “schlechter mensch” sein

          • Liebe Martina, ich werde Deinen Kommentar als Meinungsäusserung freischalten. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass wir auf unserer Plattform grundsätzlich respektvoll miteinander umgehen, auch wenn wir andere Meinungen haben. Danke, dass ihr Euch daran haltet.

          • Wäre ich dein Mann und es wissen, würde ich die Scheidung sofort einreichen. Das meine ich dazu.

          • Suche Frau die gerne ein Kind haben möchte.
            Habe hier die Beiträge gelesen und möchte gerne helfen.

        • Frech ihr vorzuwerfen sie beeinflusse sie damit. Ein Kind kann seine Wünsche sehr wohl selbst festlegen. Ich/ Wir sind in genau der gleichen Situation. Ein Einzelkind ist und wird immer allein dastehen, ein Geschwisterchen zu haben bedeutet einen Verbündeten zu haben. Die Eltern sind (wenn alles passt) eine Einheit und das Einzelkind steht in Wahrheit immer allein da. Meine Tochter hat auch den tiefen Wunsch eine große Schwester zu sein (ohne mein Zutun), alleine weil sie es schon bei ihren Freunden sieht. Ich selbst habe 3 Geschwister und bin froh darüber, denn ich weiß dass ich im Notfall immer jemanden habe an den ich mich wenden kann auch weil es Themen gibt über die ich mit meinen Eltern nicht sprechen möchte, heute wie früher.
          Auch Kinder sind eigene Seelen mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen und das hat Rein garnichts mit Beeinflussung zu tun.

            Antworten
          • Oh ja, dann bemitleidet mich mal als armes Einzelkind. Und meine Tochter gleich mit…ich respektiere Leute, die keine Kinder möchten, die nur eins haben möchten oder auch 2,3,4. Jeder wie er möchte.

            Aber bei dem Argument man hat später jemanden, könnte ich platzen. Also ICH bin nicjt alleine, sondern habe tolle Freunde, die ICH mir ausgesucht habe. Ich kenne so viele, die zu ihren Geschwistern null Draht haben, oder die sich nicht mal leiden können. Und viele die sich verpflichtet fühlen sich um ihre Geschwister kümmern zu müssen, weil es eben die Geschwister sind, obwohl sie das eigentlich gar nicht möchten. Und noch schlimmer: die früher kaum Freunde einladen dürften, weil sie ja zu Hause ihre Geschwister zum Spielen haben. Find ich unmöglich.

            Was ich eigentlich sagen will. Die Eltern sollen entscheiden, was SIE möchten und nicht was sie für ihr Kind möchten, denn ich kenne genügend Leute, die gerne Geschwister hätten, aber auch viele, die lieber Einzelkind wären. Beides hat wohl Vor- und Nachteile.

          • Bei mir ist die Situation ganz anders.

            Mein Mann möchte unbedingt viele Kinder und am liebsten jetzt sofort das 2. Kind zeugen, was ich nicht unbedingt nachvollziehen kann. Unsere Tochter ist knapp 5 Monate alt. Ich selbst bin Einzelkind und habe eine sehr enge Verbindung zu meiner Mutter, ich wollte nie Geschwister haben, weil ich meine Mama niemals teilen wollen würde.

            Ich hab das Gefühl, meine Tochter mit einem Geschwisterchen zu „hintergehen“, die Vorstellung, dass sie meine Liebe und Aufmerksamkeit teilen muss, schmerzt mich ganz extrem. Wahrscheinlich schüttelt ihr jetzt alle den Kopf 🙂

            Ich bin unglaublich gerne Mama und werde (wenn Gott will) auch noch ein weiteres Kind bekommen, habe aber auch große Angst davor. Und die größte Angst meines Mannes ist es, dass ich kein weiteres Kind mehr möchte. So unterschiedlich können die Lebensumstände sein..

        • Man kann das nicht so genau sagen “Du beeinflusst deine Tochter”!
          Natürlich ist das auch ein Punkt, aber das Kind hat andere Freunde und sieht wie schön es sein kann jemand zum spielen zu haben. Diese Freunde werden natürlich Geschwister und das Kind sieht wie schön es ist und sein kann.
          Oft wird dadurch der Wunsch bei der Mutter sogar verstärkt.
          Ich befinde mich genau in der gleichen Situation, es gab schon schwierigere Phasen bei uns. Es ging schon soweit, dass wenn die Mütter von ihren Freunden Schwanger wurden und die Kinder darüber berichteten, dass sie anfing zu weinen und mir sagte, dass sie doch auch ein Geschwisterchen haben möchte.
          Sie heulte einmal 20 Minuten lang voller Schmerz aus der Seele wie sehr sie sich dies wünscht und mich fragte warum die andern immer ein bekämen und sie nicht!
          Sie sagte, als sie noch kleiner war, “Mama wir müssen einen Papa für dein Baby suchen”. Ich fragte wieso denn? Weil du jetzt ein Baby bekommen sollst.
          Das war für mich sooo schmerzhaft, das hat mich innendrin zerrissen.
          Und wie gesagt, das kann man nicht so pauschal sagen, “es ist dein Wunsch”. Es ist wichtig zu sehen, dass das Kind ein Individuum ist, auch Gefühle hat und es auch ausdrücken kann.
          Ich kenne Erwachsene, die sich früher ein Geschwisterchen gewünscht haben und heute genau deswegen andere Wege einschneiden.
          Bei mir kommen natürlich noch viel mehr dazu, dass meine Schwiegermutter da eine große Rolle spielt. Sie möchte am liebsten den Sohn so einholen, damit er ihr alles erfüllt. Das alles und noch viel mehr was in meinem Leben in dieser Beziehung passiert ist, hat mich auf einem Punkt gebracht, dass ich mir Hilfe gesucht habe.
          Heute weiß ich, dass ich nicht die jenige bin, die alles falsch machte, sondern dass mein Mann nicht Abgenabelt ist und seine Mutter eine unheimlich große Macht über ihn hat.
          Das muss man erst mal alles verstehen, damit man die Welt wieder richtig verstehen kann.
          Es ging soweit, dass ich ihm sagte, dass ich mir Hilfe gesucht habe, aber er müsse das auch machen. Es ist wirklich ungläubig was da alles mit dem Psychologen ausgegraben worden ist.

            Antworten
          • Tut mir leid, aber wenn jetzt Kinder schon die Familienplanung übernehmen. Weil das Kind ja so geweint hat. Das tut es auch wenn es das Barbie Traumhaus, später das I Phone oder die Träumereise nicht bekommt. Wenn dein Kind sich ne Python oder ne Vogelspinne wünscht, du nein sagst und es bitterlich weinst, dann gibtst du auch nach? Ich frage mich ernsthaft aus was heut zu Tage alles ein Drama gemacht wird. Seit doch froh überhaupt ein Kind zu haben. Es schmerzt viel mehr kein Kind bekommen zu können. Da hält sich das Mitleid ehrlich in Grenzen. Und seit froh dass sie soweit überhaupt gesund sind. Heut zu Tage gibt es bei Müttern leider zu viel Egoismus und zu wenig Dankbarkeit. Traurig wie sich die Gesellschaft entwickelt hat.

        • Das finde ich albern, dass sie ihre Tochter beeinflusst. Das kann durchaus auch ein Wunsch der Tochter sein. Und warum sollten sie nicht beide den gleichen wunsch haben? Mein Freund ist auch Einzelkind. Er fand es immer blöd, dass seine Freunde alle Geschwister hatten und er war ständig mit seinen Eltern alleine. Campen zb oder Weihnachten. Mit Geschwistern ist das einfach witziger. Ich liebe es, dass ich drei Geschwister habe.

            Antworten
      • Ich kann dich so, so gut verstehen. Ich bin 38, unsere Tochter ist 8 Jahre alt und mein Mann / der Vater hat heimlich vor 4 Jahren eine Vasektomie machen lassen. Ich bin nicht gegangen, aber es wird immer zwischen uns stehen. Ich vermisse MEIN zweites Kind, was den Weg in unser schönes Heim nicht finden kann. Er hat es mir vorenthalten. Die Traurigkeit darüber frisst mich auf, an manchen Tagen mehr als an anderen. Er hat seine Entscheidung begründet, dass er kein zweites Kind möchte, er mich aber gehen lassen würde…

          Antworten
        • Hallo, mir geht es gerade gleich, mein Mann hat sich vor 3 Jahren heimlich sterilisieren lassen und erst gestern habe ich es erfahren. Wir haben bereits eine Tochter, ich bin 30 mein Mann 33. ich weis nicht weiter, meine Tochter sehnt sich so sehr nach einem Geschwisterchen und ich mich nach einem zweiten Sonnenschein. Ich weis nicht weiter, ich bin grundsätzlich glücklich mit meinem leben aber das zweite Kind steht gerade so im Vordergrund und das macht es jetzt so schwer 🙁

            Antworten
        • DEIN zweites kind? ER hat es dir vorenthalten? hast du ein recht auf das kind? hat er kein recht darüber zu entscheiden ob er ein weiteres will? brauch er deine erlaubnis zur entscheidung seiner sterilisation? wäre für dich nach dem zweiten schluss? wenn ja, was würdest du denn tun, wenn er dann noch eins oder 2 will? sagen: nein, ich will nicht mehr und um dann einen riegel vorschieben weil deine entscheidung als frau mehr wiegt? oder deinen eigenen willen über bord schmeissen und ihm zu liebe weitere kinder auf die welt bringen? beim thema kinder gehts immer nur im emotionen und die eigenen bedürfnisse, die der anderen, bleiben aussen vor oder werden als hindernis betrachtet, wenn sie nicht mit einem gleichschalten. rationalität brauch man bei dem thema nicht erwarten und schon garnicht, wenn hormone und synapsen voll aufs muttersein eingetrimmt sind

            Antworten
        • bitte was?
          das ist ja total schlimm, was dein Mann gemacht hat.
          Ich hätte ihm das nicht verziehen und hätte ihn wahrscheinlich verlassen..
          ich weiß es nicht – ich stecke nicht in DIESER Situation.

          Ich stecke in folgender:

          Mein Freund, mit dem ich jetzt 1,5 Jahre zusammen bin – hat bereits einen 12 jähriges Kind.
          Er selbst ist 39 und ich 34.
          Ich bin kinderlos und habe seit 18 Jahren Diabetes.

          Anfang März hatte ich eine Fehlgeburt/ Windei.
          Er konnte eine Woche nicht mit mir reden und was schockiert, weil er keine Kinder mehr wollte.
          Ich schon. das sagte ich ihm auch schon beim Kennenlernen. Er hätte also sofort gehen können.

          nach der OP gab es viel Streit. Und ich war mit dem Verlust komplett alleine. Zuwendung oder Verständnis konnte er mir nicht entgegenbringen. Ich habe vor ihm geweint, einen Nervenzusammenbruch bekommen und für ihn war es nicht schlimm.

          Dann: Meinung geändert. Er meinte, wenn alles stimmt (in der Wohnung…verschönern, aus/- Umbauen) dann können wir nochmal was in Angriff nehmen..

          Dann: Er will doch kein Kind mehr.

          Also wie ein Fähnchen im Wind.. es kotzt mich an. Ehrlich!
          Wir sind nicht verheiratet. Er bzw. ich könnten sofort die Beziehung verlassen.

          Das klingt auch hart und gemein, aber ich bin mittlerweile so drauf, dass mir seine Meinung völlig egal ist. ER hält MICH hin.. und hangelt sich von Ausrede zu Ausrede..

          1x zu müde für Sex, dann will er seine Serie gucken, dann ist sein Kind da, was uns Nerven kostet (ich entwickle auch langsam ein Hass auf sein Kind). Dieses Kind soll ich MEINER Wohnung .. in MEINEM Schlafzimmer bei uns schlafen. Ich finde das so krank. Das gehört sich einfach nicht.

          Ich denke, er (mein Freund) nutzt das alles aus, damit er nicht mit mir schlafen “muss”.
          Alles andere ist mittlerweile wichtiger, als zu zweit Zeit zu verbringen.

          WAS SOLL ICH TUN?
          Soll ich ihn rauswerfen und Schluss machen?

          Ich kann verstehen, dass die Frauen hier, die gern noch ein Kind hätten, sehr traurig sind, dass sich dieser Wunsch evtl. nicht erfüllen wird. Aber besser eins, als keins.
          Ich bin auch so ein großer Familienmensch und hätte gern 2..
          Aufgrund von Alter und der Diabetes wird es aber mit einem schon schwer.
          Also würde ICH mich gesegnet fühlen, wenn ich wenigstens eins hätte.

          Liebe Grüße

            Antworten
        • Das ist auch dreckig heimlich sowas zu machen.
          Ich hätte ihn verlassen. Das ist auch eine gemeinsame Entscheidung und nicht besser, als jemandem ein Kind unterzujubeln. Das ist eine Entscheidung, die das ganze Leben beeinflusst. Einem vor vollendete Tatsachen zu stellen “Brauchst nicht mehr zu diskutieren, ich habe für uns die Entscheidung getroffen. Fertig.”
          Das ist einfach nochmal ganz was anderes, als sich kein Kind zu wünschen. Er trifft eine Entscheidung fürs Leben über den Kopf seiner Ehefrau hinweg. Das ist ein echt mieser Charakterzug und wer weiß, welche einschneidende Entscheidungen er noch einfach so trifft, ohne zunächst davon zu erzählen?!

            Antworten
      • Auch mir ist es so ergangen…aber der Wunsch nach einem dritten Kind. Wir haben viel gestritten, ich habe viel geweint. Ich war sehr unglücklich, traurig und wurde schliesslich depressiv. Es sind einige Jahre vergangen und ich hatte praktisch schon abgeschlossen mit meinem Wunsch. Da ist mein Mann auf mich zugekommen und meinte, er möchte mich nicht unglücklich sehen. Mittlerweile haben wir noch einen kleinen Sonnenschein bekommen. Allen viel Kraft und gebt die Hoffnung nicht auf!

          Antworten
      • Ich finde es wirklich erschreckend und beruhigend zugleich, dass so viele Frauen das gleiche Problem haben. Wir sind seit 6 Jahren zusammen und haben einen wundervollen 1,5jährigen Sohn. Ich habe den sehnlichen Wunsch nach einem zweiten Kind, mein Mann nicht. Er denkt bei der Entscheidung nur an sich, sagt zB dass wir unsere Fernreisen mit einem Kind gut machen könnten, mit zweien aber nicht. Er fragt mich ernsthaft, ob mir mein Sohn nicht reichen würde aber ich finde damit hat es überhaupt nichts zu tun. Ich möchte auch auf keinen Fall, dass mein Sohn als Einzelkind aufwächst! Mein Mann hat 6 Geschwister und deshalb kann ich seine Einstellung noch weniger verstehen. Ich weiß einfach nicht wie ich ihn überzeugen kann. Tatsächlich habe ich ihm schon vor längerem gesagt, dass es ein Trennungsgrund wäre wenn er kein zweites Kind will. Ich befürchte, ich würde das sogar durchziehen 😕

          Antworten
        • du sagst, er denkt bei seiner entscheidung nur an sich, bist aber bereit dich zu trennen um deinen wunsch woanders durchzusetzten und das, ist dann kein egoismus oder wie? dabei denkst du doch auch nur an dich.. er verliert dann die familie, weil du andere bedürfnisse hast, als er. wie könnte man dich denn überzeugen, es bei einem zu lassen? garnicht? und das ist ok, dass das nicht möglich ist? dann ist es im gleichen maße auch ok, das er nicht zu überzeugen ist

            Antworten
    • Es muss auch mal von der Vaterseite betrachtet werden. Wir stehen auch vor dem Problem und ich finde wir reden nicht genug. Sie versucht mir nicht meal die Angst zu nehmen und mich zu überzeugen. Ich bin jetzt einfach der doofe und schuld das sie nicht glücklich ist. Aber was ist mit mir wenn ich dann feststelle das ich unglücklich bin weil sich dann in 2 Jahren meine Befürchtung verwirklicht haben?

        Antworten
    • Bei mir ist es so, dass ich und mein Ehemann eigentlich kein zweites Kind wollten. Er hat schon einen großen Sohn, und es geht uns gut mit unserer gemeinsamen Tochter. Ich habe aber von der Kita in letzter Zeit großen Druck bekommen, dass es für meine 4 jährige Tochter nicht gut wäre alleine zu sein. Sogar eine Sozialpädagogin wurde uns angeboten. Im großen und ganzen bin ich in letzter Zeit verzweifelt und innerlich wütend. Ich glaube, dass wir Menschen etwas undankbar sind, wir wollen immer mehr und es reicht uns nicht was wir haben. Und egal in welcher Situation man ist, es wird immer jemanden geben, der dir sagt das du unvollkommen bist. Bedankt euch für all das, was ihr schon habt. Wünsche an allen nur das Beste.

        Antworten
    • Unser erstes Kind ist jetzt 2.
      Mein Mann und ich haben geheiratet in dem Einverständnis, dass wir viele Kinder zusammen haben möchten. Er war sogar der Meinung, je früher desto besser. Ich habe ihm versprochen, sobald ich 25 bin, versuchen wir es. Ein halbes Jahr nach meinem Geburtstag war ich schwanger und habe mich an meinen Teil gehalten.
      Nach der Geburt hatte ich postnatale Depressionen und während mein Mann die Geburt ständig als schönsten Tag seines Lebens bezeichnet hat, konnte ich nur ungläubig daneben sitzen.
      Dann habe ich mich erholt und plötzlich eröffnet er mir, er möchte kein zweites Kind mehr.
      Solange ich gestillt und körperlich nicht dazu in der Lage war, hatte ich das Thema einfach liegen lassen. In der Hoffnung dass es “sich von alleine regelt”.
      An dem Tag, an dem ich das erste Mal meine Periode wieder bekommen habe, hat mir meine Freundin, mit der ich bei der erste Schwangerschaft gleichzeitig schwanger war, geschrieben, dass sie wieder schwanger ist. Das war sehr hart.
      Mein Mann hält an seiner Meinung gegen das zweite Kind fest. Er und seine Geschwister hätten ständigen Konkurrenz-Kampf gehabt und das möchte er für unser Kind nicht.
      Ich kann die Gründe aus seiner Sicht nachvollziehen. Aber ich verstehe nicht, warum er nicht sieht, dass wir es besser machen als seine Eltern und aus ihren Fehlern lernen können.

      Ich spüre, dass der Wunsch nach einem zweiten Kind irgendwann so stark werden wird, dass ich es ihm nicht verzeihen kann…
      Aber wie in dem Artikel sehr gut beschrieben ist, ist auch das Verlassen keine Lösung und dem zweiten Kind kommt man auf diesem Weg keinesfalls näher.

      Ich weiß nicht, wie man diese Situation lösen kann. Aber mir sprichen der Artikel und die meisten der Kommentare direkt aus der Seele.

        Antworten
  • Liebe Unbekannte, du sprichst mir aus der Seele: ich befinde mich in derselben Situation, ausser dass es bei uns um das dritte anstatt das zweite Kind geht. Abgesehen vom schlechten Gewissen wenn ich an ungewollt Kinderlose denke, fühl ich mich also wegen meinem Herzenswunsch auch noch schlecht wenn ich an Eltern mit einem Kind denke, die mehr wollen. Ja, auch ich würde liebend gerne meinen Herzenswunsch mir einfach aus dem Leib schneiden, den er bedroht eine „perfekte“ Familie: mein Mann und ich lieben uns, unsere zwei Kinder sind gesund, munter und bringen uns viel Freude. Und doch, es geht kaum ein Tag vorbei, an dem mich mein Wunsch nicht beschäftigt. Dass ich drei Kinder will, ist für mich seit der Pubertät klar. Klar bin ich auch unendlich dankbar, dass ich dieses Eheglück habe und die zwei Goldschätze geniessen darf, die da sind. Aber das grosse Aber bleibt. Auf mein Drängen hin haben mein Mann und ich nun letztes Jahr eine Paartherapie zum Thema des 3. Kindes begonnen. Es hilft nur schon dieses schwierige Thema im Alltag ausklammern zu können und in die Therapie zu verschieben. So bleibt Raum und Zeit um das bestehende Glück zu geniessen. Aber wie die Zukunft sein wird, kann ich mir auch nicht vorstellen: unvorstellbar dass ich unsere Familie zerstöre und ihn verlasse, unvorstellbar aber auch dass ich diesen Herzenswunsch aufgeben kann…

      Antworten
    • Mir geht es ähnlich. Nach fünf Jahren Kinderwunsch und zwei Jahren Kinderwunschbehandlung haben wir eine wundervolle Tochter. Doch ich fühle mich nicht komplett. Ich möchte unbedingt noch ein zweites Kind. Mein Mann aber sagt er ist jetzt schon überfordert.
      Wir haben noch Eizellen eingefroren, er sagte letztens zu mir er sei froh, daß ich seine Unterschrift brauche um mir eine davon einsetzen zu lassen. Das tat unglaublich weh. Ich bin jetzt 36, meine Uhr tickt. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, diese Beziehung so nicht fortführen zu können. Ich kann ja nicht mal aus Versehen schwanger werden, da es an mir liegt und ich niemals ohne medizinische Hilfe schwanger werden kann.

        Antworten
      • Angelika Surböck

        Hallo ich bin leider in der selben Situation. Mein Sohn ist auch durch eine künstliche Befruchtung entstanden und ich brauche auch seine Unterschrift für einen weiteren Versuch. Ich wünsche mir sehnlichst noch ein zweites Kind. Mein Sohn ist jetzt 7 Monate und ich bin schon 38 Jahre. Mein Mann möchte zur Zeit kein weiteres Kind, aber ich schon. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

          Antworten
    • Der Artikel und dein Kommentar sprechen mir direkt aus der Seele. Eine Therapie möchte ich jetzt ganz dringend angehen. Ich sehe keine Lösung. Egal wie man es dreht und wendet wird keiner glücklich.
      Ich bin dankbar für diese Zeilen hier denn sie zeigen mir dass ich nicht alleine bin und auch nicht verrückt.
      Danke dass es euch gibt und ich wünsche mir eine Lösung für alle.

        Antworten
    • Liebe marion
      Darf ich fragen wie es euch geht. Ich / wir stehen auch beim gleichen Punkt. Wie die Poststellerin sind wir auch bald seit zwei Jahren an diesem Thema, auch mit Paartherapie, aber eben es gibt keinen Kompromiss. Mein Wunsch geht nich weg, er kommt vom Innern und ist auch nicht da etwas zu kompensieren, sondern einfach aus dem Herzen. Langsam „mag“ ich jedoch nicht mehr kämpfen, die Zeit spielt leider auch gegen mich….

        Antworten
  • Ich kann dich mehr als verstehen. Es zerreisst einem, obwohl man ein tolles Leben hat, ein wundervolles gesundes Kind, supi Job, Partner tiptop (ausser das er kein weiteres Kind will). Und immer kommt zudem von aussen die Frage, na, wann kommt das nächste?

    Bei meinem Partner waren es diverse Ängste vor einem zweiten Kind und ein nicht verstehen meines tiefsitzenden wunsches nach einem zweiten Kind. Paartherapie kann einem vielleicht helfen, wieder näher zu kommen und Empathie für den Wunsch/Meinung/Standpunkt des PartnerIn aufzubringen.

    Viel Liebe wünsche ich dir. 😘

      Antworten
  • Meine Antwort ist nicht hilfreich, denn auch mein Mann wollte kein zweites Kind. Aber es hat bereits nach 9 Monaten wieder eingeschlagen. Nun haben wir zwei gesunde Jungen die uns echt fordern. Am Anfang hat er den Kleinen wirklich weniger geliebt und noch jetzt habe ich oft das Gefühl, er müsse mehr leisten oder sein Verhalten stört meinen Mann mehr als beim Grossen. In schwierigen Situationen oder wenn ich etwas mehr Freiraum möchte, wirft er mir das schon vor, dass ich ja zwei Kinder wollte und nun da durch müsse. Ausserdem sei ich ja die Mutter. Also stelle ich meine Bedürfnisse hinten an, schlucke den Frust runter und hoffe, dass die Jungs die anstrengende Kleinkindphase mit einer überforderten Mutter gut überstehen. Und wenn sie grösser sind, ihr Vater gerne Zeit mit ihnen verbringt und beide auf ihre Art schätzen und lieben kann.
    Den Mann von Sarah finde ich absolut egoistisch, sorry! Besonders dass er ihr bei einer Trennung die volle Schuld zuweisen will. Ich glaube, er könnte sich mit der neuen Situation sicherlich besser zurecht finden als sie mit der Jetztigen… Uns hat es auch geholfen mit älteren Ehepaaren zu sprechen. Natürlich solche, zu denen wor bereits eine gewisse vertrauensvolle Beziehung hatten und die sensibel mit den Wünschen von beiden umgegangen sind. Uns jedoch auch unsere blinden Flecken aufzeigen durften/konnten.
    Ich wünsche Sarah von Herzen viel Kraft, Energie und Geduld!! Geniesse deine Tochter, deinen Mann und eure Familienzeit!

      Antworten
    • “Den Mann von Sarah finde ich absolut egoistisch, sorry!” Geht’s euch eigentlich noch? Die Frau will noch ein Kind, der Mann nicht. Und jetzt ist der Mann egoistisch? Bitte mehr Objektivität. Ich schäme mich für das eigene Geschlecht.

        Antworten
      • Hi Susi, ich schaeme mich auch fuer das eigene Geschlecht, wenn ich deinen Kommentar lese. 2 Leute, 2 Wuensche- was bedeutet das denn nun genau, “objektiv” betrachtet!? Bitte mehr Mitgefuehl!

          Antworten
      • Susi, es geht hier ja auch nicht um den Wunsch des Mannes, der natürlich gleichberechtigt neben dem der Frau steht, sondern darum, dass Sarahs Mann heimlich eine Vasektomie hat vornehmen lassen. Dies ist nach meinem Empfinden gleichzusetzen mit dem heimlich-Pille-absetzen oder was auch immer eine Frau machen könnte, um hinter dem Rücken ihres Partners schwanger zu werden. Beides ist absolut nicht in Ordnung, weil es den Partner vor vollendete Tatsachen stellt ohne zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen…ich bewundere Sarah, dass sie ihren Mann nicht verlassen hat. Ich wüsste nicht, ob ich diesen Vertrauensbruch ertragen könnte.
        By the way: Auch ich musste bei meinem KiWu nach einem 2. sehr kämpfen und bin heilfroh, dass sich mein Freund doch noch dafür entschieden hat. Sonst hätte ich mich sicherlich getrennt. Allerdings nagt nun schon wieder der KiWu an mir (ich wollte immer 3) und wir stehen wieder vor demselbem Problem (bzw. ich, denn ich habe mich noch nicht getraut es anzusprechen).

          Antworten
  • Weibliche Kommentatorin

    Ich finde, ein Mann darf genausogut entscheiden, ob er ein (weiteres Mal) Elternteil sein will oder nicht und dass diese Ansicht genauso ernst genommen werden sollte, wie der Wunsch einer Frau auf ein Kind. Vielleicht wäre sonst er unglücklich. Da gibt es nicht besser oder wichtiger. Es sind die ganz persönlichen Gründe dieses Menschen und deshalb finde ich es heikel diese zu bewerten (siehe bisherige facebook-Kommetare, die ich dahingehend verstehe, das der Wunsch der Frau nach einem Kind mehr Verständnis hervorruft als seine Haltung, dass er keines mehr möchte).

    Wenn in einer Beziehung Wünsche von solcher Tragweite unterschiedlich sind und bei einem Partner zu Schmerz führen, dann es ist meiner Ansicht nach wichtig, dass sich der Partner mit seinem
    Leidensdruck an eine professionelle Person wendet. In erster Linie für sich selber.

      Antworten
    • ich kann dir da nur vollkommen zu stimmen. ich denke, das problem ist dabei mehr, das der kinderwunsch seitens der frau etwas sehr arachaisches ist. und das ist von der natur auch so gewollt, lieber ein weiteres kind in die welt setzten, das den vater vertreibt, denn neues leben ist biologisch wichtiger, als eines, das sich schon vermehrt hat. wir werfen den männer gerne vor, nur mit den genitalien zu denken, in dem thema tun wir aber exakt das gleiche, sehen es nur nicht so ein. kinder wollen, ist eine emotionale entscheidung, keins mehr zu wollen, eine rationale. und die beiden berreiche, werden sich nie verstehen.

        Antworten
  • Habe eine ähnliche Situation erlebt und die Entscheidung für mich selbst getroffen. Denn ich wusste, dass er immer verneinen würde, egal bei wem oder in welcher Situation. Ich wusste auch, dass ein Dritt-Gespräch ihn nicht umstimmen würde. Zu groß war sein Respekt und die Verantwortung eines zweiten Kindes.
    Mittlerweile ist der 2. Sohn das allergrößte und beste in seinem ganzen Leben, er hätte es sich selbst nie zugetraut und für möglich gehalten – es hätte aber nicht besser kommen können! Erst jetzt sind wir eine komplette und noch glücklichere Familie. Mein Mann fühlt sich nicht mehr als 5. Rad am jWagen, sondern integriert und gebraucht 🙂
    Alles Gute und die Entscheidung liegt bei dir, als Frau. Du hast es in der Hand!

      Antworten
    • “Die Entscheidung liegt bei dir als Frau… Du hast es in der Hand” Wenn ich so ein Mist lese, würde ich am liebsten Kotzen! Die Entscheidung liegt bei Frau & MANN!

        Antworten
      • Ganz deiner Meinung! In meiner Familie ist nämlich genau dies passiert ! Der Mann Tod unglücklich, das ungewollte Kind immer das dritte Rad , nicht gewollt nur schwer geliebt und noch weniger akzeptiert! Die Ehe am Ende und am meisten leiden die Kinder wegen einer scheiss egoistischen Entscheidung der Frau! Ich als Frau empfinde es als das letzte, so Kinder in die Welt zu setzen! Was ist los mit euch? Wisst ihr was ihr euren Kindern mit sowas antut?

          Antworten
        • Ich sehe es wie ihr – absoluter Vertrauensbruch und ein No-Go. Dennoch ist es im Fall von Anonym gut ausgegangen. Was ja durchaus sein kann, es muss also nicht immer zum Schaden des Kindes oder der Familie sein. Auch wenn ich es moralisch absolut nicht in Ordnung finde – ich halte es für möglich, dass die anonyme Vorschreiberin ihren Mann so gut kennt, dass sie auch weiß, wie er letztlich dann doch reagiert, was ihn dazu bewegt, nein zu sagen etc. Natürlich hätte sie das mit ihm verbal vorher ausklamüsern müssen.

            Antworten
      • Genau so sehe ich das auch. Es ist doch auch alles eine Frage der Kommunikation VOR dem endgültigen Eingehen einer Beziehung, finde ich. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass viele einfach in eine Beziehung ‘reinstolpern’ und die Vorstellung des Partners/ der Partnerin gar nicht richtig kennen. Und dann kommen Frust, Enttäuschung, usw, usw. und es kann am Ende unerträglich werden. Deshalb ist das in der Tat – oder sollte es sein – immer die Entscheidung BEIDER Partner, da bin ich vollkommen bei Ihnen.

          Antworten
    • Ich verliere die Achtung von Frauen, die Ihren Männern Kindern bewusst unterjubeln. Schämen Sie sich. Unglaublicher Egoismus und Vertrauensbruch.

      Was ist los Kolleginnen? Ist Ihr Selbstbewusstsein so niedrig, dass sie Kinder ertrotzen oder unterjubeln müssen? Grauenvoll, echt.

        Antworten
      • So eine Rückmeldung kann nur eine Frau schreiben, die sich nie in dieser verzwickten Situation befunden hat. Die Hormone und die tickende Zeit können manch guten Menschen anders handeln lassen, als sie das eigentlich möchte oder normalerweise täte..

          Antworten
        • Hormone und “verzwickte” Situationen sind kein Grund für dieses verdammt egoistische und unfaire Verhalten. Es geht hier um ein Kind und nicht um ein Paar Schule.

            Antworten
        • Wenn du nicht in der lage bist über deinen hormonen zu stehen, solltest du dich schämen jemals an einem mann kritisiert zu haben, dass er nur das eine will

            Antworten
  • Ich bin gerade in der gleichen Situation und weiss leider auch nicht weiter. Unsere Tochter ist schon 7. Sie hat schon oft gesagt, dass sie sich ein Geschwisterchen wünscht. Es bricht mir jedes mal das Herz. Wir wollten immer 2 Kinder und vor ca 3 Jahren hat er sich alleine entschieden dass er doch keines mehr will. Ich knabbere also schon einige Zeit daran und ich kann nicht mehr. Wir sprechen eigentlich nur noch das Nötigste miteinander. Ich weiss nicht wie es weiter gehen soll. Sorry dass ich leider auch keine Lösung habe.

      Antworten
    • Bei uns war es ähnlich.
      Haben immer von einer Familie mit zwei Kindern gesprochen.
      Nach dem 4. Geburtstags unseres Sohnes wollte ich das Thema des 2. Kindes mal anschneiden. Er verkündete, dass ihm eins reicht und er kein zweites möchte.
      Ich fand das sehr unfair, dass er mir seine eigene Entscheidung einfach so übergeholfen hatte. Ohne darüber zu sprechen. Irgendwie verraten habe ich mich gefühlt.
      Naja … viele Gespräche und ein Jahr später um herauszufinden was genau seine Gedanken/Ängste sind, habe ich jetzt beschlossen nicht mehr hormonell verhüten zu wollen.
      Alles ganz offiziell. Habe ihm mitgeteilt bis wann meine Pille noch geht und daran erinnert, als ich die letzte nahm. Habe ihn daraufhin gewiesen, dass Verhütung, wenn er kein 2. Kind möchte, nun seine Verantwortung ist.
      Jetzt werden wir sehen…bis jetzt, so weit ich weiß hat er sich noch keine Kondome besorgt.
      Und Sex haben wir trotzdem.

      Finde das ein guten Komprimiss.

        Antworten
  • Liebe Sarah*
    Dein Beitrag ist sehr emotional und ich finde es sehr wichtig, dass er veröffentlicht wird.
    Ich kann nicht aus Erfahrung sprechen, denn mein Mann und ich haben drei Kinder und obwohl wir während der zweiten Schwangerschaft auch glaubten das Zweite nicht so wie das Erste lieben zu können, waren wir überrascht, dass bei jedem Kind die genau gleiche Liebe einfach multipliziert wird.

    Mein Tipp an dich: Falls er es noch nicht getan hat, lass ihn diesen Artikel lesen. Geschriebene Worte haben manchmal eine unglaubliche Wirkung…Und ich wünsche euch, dass ihr das Wunder Baby noch mal erleben und eine glückliche Familie bleiben könnt!

      Antworten
  • Ich würde mir da keine Tipps im Internet holen. Da geht es um mehr, da geht es um deine Familie. Deine Tochter ist wahrscheinlich lieber Einzelkind als vom Vater getrennt zu sein. Vielleicht kann euch jemand Professionelles helfen. Alles Gute…

      Antworten
  • bleiben oder gehen

    Liebe *Sarah*
    Du sprichst mir aus den Herzen, ich zerreisse mich auch gerade an diesem Problem. Wir haben schon 2 Kinder aber ich will und wollte schon immer 4 Kinder haben. Nach 11 Jahren zusammen bin ich nun auch an dem Punkt, in dem ich mich für die Chance eine Grossfamilie entscheide oder für ein intaktes Familienleben und finanzieller Unbesorgtheit. Ich kann dir nachfühlen wie der unerfüllter Kinderwunsch schmerzt und wie das Abwägen alle Umstände einem kaputt machen kann. Ich kann dir leider auch keinen Rat geben, als tief in dir zu gehen und auf deinem Herz zu hören. Es ist echt schwierig und ich hoffe dass deinen Mann zu Sinnen kommt und über seinen Schatten springt.

      Antworten
  • Was immer man raten könnte, es ist falsch. Wobei: Nein, “kalkuliert vorgehen” (also ganz fies betrügen) geht gar nicht!
    Ansonsten gibt es zwei Wege: Weiter mit dem Partner im Gespräch blieben, und ihm klar machen, wie wichtig das ist. Und hoffen. Wobei zumindest die Erwartung sein sollte, dass er begründet, was er (nicht) will, und warum.
    Andererseits ist deine Beschreibung schon dicke Post: “Es bringt mich um den Verstand, dass er zuschaut, wie ich immer mehr kaputtgehe und er mir trotzdem weiterhin sagt, ich müsse damit leben oder gehen.” Das zeugt nun nicht gerade von Empathie und Interesse an der Beziehung.
    “WENN ich aber gehe und ihn verlasse, dann zerstöre ich unsere Familie, sagt er.” Das gleiche könntest du auch sagen und ihm vorwerfen. Bringt nur nichts.

      Antworten
  • Ich kann diesen Schmerz und diese Machtlosigkeit gut verstehen! Wir hatten das gleiche Thema aber bei Kind Nr.3. Und es ist/war ein sehr schmerzhafter Prozess!
    Ich möchte Euch ermutigen dieses Thema mit jemand „neutralem“ wie eine Mediatorin zu thematisieren, da die Fronten bereits so verhärtet sind! Weil die Beziehung ja nun sowieso schon drunter leidet und es nie mehr sein wird wie vorher, wenn das Thema nicht auf eine gute weise angesprochen und besprochen wird..Ich wünsche Dir viel Kraft und den Mut das Thema nicht einfach ruhen zulassen sondern wie oben erwähnt anzugehen!

      Antworten
    • Hallo… ich habe gestern Abend deinen Artikel gelesen und musste bitterlich weinen… Auch ich bin in der selben Situation und kann nicht aufhören tagtäglich daran zu denken. Bei uns geht es um ein drittes Kind. Viele fragen sich wahrscheinlich warum man nicht mit dem zufrieden sein kann, was man hat. Auch ich frage mich das oft. Trotzdem sitzt der Wunsch nach einem 3. Kind so tief, dass ich auch daran zu zerbrechen drohe. Ich verstehe dich sehr gut und kann deinen Wunsch sehr gut nachempfinden. Leider kann man bei diesem Thema keinen Kompromiss eingehen.. Einer muss nachgeben… Bei uns werde wahrscheinlich ich diejenige sein… Ich werde mir professionelle Hilfe holen. Denn alleine kann ich das nicht durchstehen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es bei euch anders ausgehen wird und ihr beide glücklich werdet mit eurem Entscheid. Liebe Grüsse eine Mitfühlende

        Antworten
      • Hallo Manuela,

        deine Situation vom Winter 2019 hört sich an wie meine. Wie geht es dir heute? Hast du dir professionelle Hilfe geholt und wenn ja, welche?

          Antworten
  • Liebe Sarah

    Deine Geschichte berührt mich so sehr. Zuerst schrie alles in mir: “Verlasse diesen gefühlslosen Mann.” Oder noch besser: “Hänge ihm heimlich ein Kind an und verlasse ihn dann.” Denn seine “läck-mer-am-Arsch”-Haltung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
    Jetzt, nachdem ich ein paar Stunden nachgedacht habe, kann ich mir seine Art mit deinem grossen Kinderwunsch umzugehen nur so erklären: Er spürt tatsächlich nicht, wie unglücklich dich dein unerfüllter Wunsch macht. Kann es sein, dass ihr euch in dieser Diskussion von Anfang an verrannt habt und es jetzt nicht mehr schafft, die Perspektive des anderen zu sehen?
    Natürlich muss dein Mann deinen Kinderwunsch nicht teilen und natürlich darf er darauf bestehen, dass er kein zweites Kind möchte. Aber er darf das nicht auf so eine hart und kalte Art tun. Vielleicht ist er selber überfordert mit der Situation?
    Versucht doch unbedingt das Thema bei einer externen Beratung zu besprechen. Es könnte euch helfen, eure Wünsche und Gefühle besser zu erklären. Mich hat ein Text auf dieser Seite zum Thema Ehe-Therapie recht beeindruckt: chezmamapoule.com/ehetherapie
    Ich wünsche dir, liebe Sarah, so sehr, dass ihr eine schöne Lösung findet.

      Antworten
  • es hat mich sehr betroffen und traurig gemacht deine zeilen zu lesen. ich kenne diesen tiefen wunsch, ich hatte das bei unserem dritten kind. mein mann brachte alles nachvollziebare, sachliche und auch logische gründe welche gegen ein drittes kind sprachen. aber egal was er sagte oder ich mir auch sagte, zb sei dankbar zwei gesunde kinder zu haben etc…das gefühl nicht komplett zu sein, konnte ich nicht weg machen!!! es blieb…
    in unserem fall hat mein mann dann meinem wunsch entsprochen, wohl im wissen das mir immer was gefehlt hätte…ich bin darum sehr dankbar!
    leider kann ich dir keinen rat geben…einzig auf dein herz zu hören, und darauf vertrauen das du eines tages deutlich spüren wirst was der richtige weg für dich ist.
    vielleicht und dafür drück ich dir die daumen, sieht (nicht verstehen) dein mann irgendwann deine tiefe sehnsucht und den preis den er zahlen wird, wenn er auf seinem standpunkt bleibt. egal wie- alles gute für dich

      Antworten
  • Liebe Anonymous.
    Dein Beitrag hat mich sehr berührt. Ich kenne das Gefühl des hin- und hergerissen Seins zwischen dem eigentlich ganz guten Leben/Partnerschaft und unerfüllten Wünschen/Bedürfnissen, die in dieser Konstellation nicht möglich sind. Auch ich bin – zumindest momentan – in meiner Partnerschaft geblieben, aber es beschleichen mich immer wieder Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist. Wobei es wie so oft wohl kein richtig oder falsch gibt, nur ein anders. Mit anderen Höhen und Tiefen…
    Ich wünsche dir sehr, dass du eine für dich tragbare Lösung findest!

      Antworten
    • Du bist nicht alleine, mir geht es ähnlich wie Dir.
      Auch wir haben ein Kleinkind, ich möchte gerne ein 2., für meinen Mann ist das Thema abgeschlossen.
      Gründe seinerseits sind vorhanden, teilweise für mich auch nachvollziehbar.
      Zumal unsere Beziehung in den ersten 2 Jahren sehr!!! gelitten hatte.
      Jetzt ist unser Kind schon grösser, wir geniessen unsere Gemeinsamkeit wieder, sind uns wieder Nahe. Und dies auf Spiel setzen möchte ich auch nicht.
      Trotzdem reissen die Wunden immer wieder auf, vor allem bei Bekannten, die das 2. Kind erwarten, oder bei Kommentaren wie; Kein 2. Kind? ihr wollt doch nicht etwa ein Einzelkind?
      Ich für mich versuche die Zeit mit meinem Kind und meinem Mann zu geniessen. Ich möchte diese Zeit nicht mit negativen Gedanken vergeuden, sondern im hier und jetzt Leben.
      Aber es ist ein Prozess.
      Alles Gute…

        Antworten
  • ICH kann Dich leider nicht verstehen. Es gibt soviele Menschen auf diesem Planeten, eigentlich – ganz rational betrachetet – viel zu viele. Freud Dich doch an dem was Du hast. Bist Du zu egoistisch? Ja, definitiv. Warum nur gedeihen Gedanken wie, soll ich ihn verlassen, heimlich schwanger werden etc? Wenn er doch “nur” 1 Kind möchte und sich dafür voll und ganz auf dieses eine Kind fokussieren möchte, was ist daran schlecht?

      Antworten
    • Hmm, und dein Kommentar (der auf mich extrem hart wirkt) zeigt wohl auch genau das zugrunde liegende Problem: Für Frauen läuft der Kinderwunsch vor allem auf Gefühlsebene ab, Männer betrachten das ganze offenbar hauptsächlich rational. Wie soll man sich da überhaupt irgendwie verständigen? Wobei es mir echt ein Rätsel ist: Ist ein Kind für euch Männer sowas wie ein Gegenstand? Man entscheidet nach Abwägen aller und contras dafür oder dagegen so wie beim Kauf eines Autos?

        Antworten
      • @Karin: Frauen vs. Männer. Nein, Männer betrachten das Thema “Kinderwunsch” auch sehr emotional. Wir beginnen rational zu argumentieren, weil uns Ängste plagen, die ihr vllt. nicht hören und verstehen wollt. Ja, wir haben Angst, wie sich die Beziehung zur Partnerin verändern könnte. Ja, wir haben Angst, dass Mann dann nur als Ernährer abgestempelt wird und der ganze existentielle Druck auf ihn lasten wird, weil sie sich dann doch, wider Abmachung, gegen eine 60-60 Job Lösung entschieden hat (“Mutterglück”). Ja wir haben Angst, etwas könnte passieren, dass der Familie schaden könnte. Ja wir wissen nicht immer, wie der morgige Tag ausschaut, aber wir stehen dennoch auf und machen weiter, auch wenn’s keine(r) merkt. Ja, wir haben Angst, verlassen zu werden. Ja wir haben Angst vor eurem Maternal-Gatekeeping. Ja wir haben Angst, als Vater, Partner, Freund nicht mehr zu genügen. Ja wir haben Angst. Wieso wisst ihr das nicht? Körpersprache nicht verstanden? Emotionen nicht richtig gedeutet? Auf einem Ohr taub? Immer diskret weggeschaut? Kaltherzig veranlagt? Oder Angst, etwas zu sehen/erfahren, das euer Konzept aus den Fugen bringt? Willkommen im Club! Und wenn du als Frau dir die Frage stellen musst, ob wir wirklich diese Ängste haben, dann sage ich nur “ist die Frage ernst gemeint? Bin ich kein Mensch für Dich?”. Ich weiss, es ist nicht einfach, sich auf die Gefühle eines Mannes einzulassen, es braucht viel Empathie, Taktgefühl, Lernbereitschaft und v.a. viel Kraft und Geduld. Wir Männer haben das auch (schmerzlich) lernen müssen. Aber es lohnt sich, believe me. Meine Frage: bist du aber bereit dafür?

          Antworten
      • Natürlich ist es auch für uns ein emotionales Thema. Kann ich der Vater sein, der ich sein möchte, wenn vier Kinder da sind? Ist es gut für die Familie, wenn die Eltern ständig überfordert sind? Man sollte sich bei so einer Entscheidung viele Fragen stellen und weitsichtig denken. Emotionen sind wunderschön, aber dich voll und ganz von ihnen leiten lassen, wäre gefährlich. Plötzlich sind 12 Kinder da, 7 Katzen. Eltern überfordert, Kinder und Tiere vernachlässigt. Natürlich überspitzt formuliert.

          Antworten
      • Wir Männer mögen keine Frauen, die eine Trotzhaltung einnehmen. Sei es beim Kauf einer Handtasche oder beim Kinderkriegen.

        Und dann tarnen leider viele Frauen ihren Egoismus mit “emotionaler Entscheidung”. Ich kenne so viel Frauen aus dem Freundeskreis, die super coole, verantwortungsvolle und väterliche Männer an ihrer Seite hatten. Selbst nach drei Kindern haben gewisse Frauen ihre Männer solange genötigt, bis es dann zur Scheidung geführt hatte. Ich hoffe, diese Frauen sind jetzt glücklich.

        Bei diesem Thema beobachte ich leider viel mehr Egoismus und Trotz auf weiblicher Seite. Mann muss auch mal wissen wann es genug ist und mit einem tollen Leben zufrieden sein.

          Antworten
  • Deine Zeilen sprechen mir aus der Seele. Meine Tochter wird 3, und seit sie 1 war kam bei mir der Wunsch nach einem 2. Kind auf. Ich wünsche/ hoffe nun also auch schon seit bald zwei Jahren darauf, dass mein Mann sich auf ein 2. Kind einlassen würde. Tut er aber nicht. Kann er sich nicht vorstellen. Mit diesem unerfüllten Wunsch zu leben, den man mit jeder Faser des Körpers spürt, und das jeden Tag, und das Wissen dass dieser Wunsch nicht einfach so weggeht, ist so schwer.

      Antworten
  • Eine sicherlich emotional nicht einfache, gar schmerzhafte Situation. Sie hat einen unbändigen Wunsch (egal welchen; für sie sehr persönlich und wichtig). Er hat diesen nicht (auch nicht wertend). Beide versuchen auf rationaler Ebene ihre Emotionen zu erklären (jetzt beginnen beide zu werten). Und darin liegt der Haken. Diese Art von Überzeugung erfolgt immer über rationale Inhalte, die in diesem Fall aber nicht funktionieren können, weil er emotional anders fühlt und somit Listen und pro/contra nichts bringen (die “meine Gefühle sind wichtiger als deine Gefühle-ich beweise es dir”-Falle!). Es können Ängste sein (Verlust, existentieller Druck etc.) oder Sehnsüchte (mehr Paarzeit, sich selber weiterentwickeln), die ihn zu diesem Entscheid geführt haben. Ein Gespräch mit einer Fachperson zu dritt würde ihr helfen, ihn besser zu verstehen (setzt Empathie voraus!), denn das scheint zur Zeit nicht der Fall zu sein. Und all jenen Frauen, die meinen, sie solle ihm ein Kind unterjubeln: ich würde dem Mann JETZT SOFORT raten, sich sterilisieren zu lassen, eine Spermaprobe einzufrieren und sicher aufbewahren zu lassen, denn das Vertrauen ist weg. Das Recht auf den eigenen Körper gilt für ALLE Menschen (my body, my sperm), nicht nur für Frauen. Eine geführte Trennung wäre daher gar nicht abwegig. So dass man sich vllt. nicht mehr als Partner & Liebende begegnet, sondern als Eltern des ersten Kindes. Denn die Angst, man würde eine Familie zerstören mag legitim sein, aber es heisst auch nicht, dass keine neue mit einem anderen Partner entstehen kann. Alles im Leben kann man nicht haben, ausser man ist ein Despot, der sich alles nimmt, ohne Rücksicht auf Verluste. Und das, so hoffe ich, will sie bestimmt nicht sein. Oder doch?

      Antworten
  • Ich kann dir sehr nachfühlen. Für mich war immer klar,dass ich immer mindestens 2 Kinder haben möchten.Als unser Sohn 1 Jahr alt wurde kam der Wunsch nach dem 2.Kind.Ich war überrascht von der Abwehrenden Haltung meines Mannes gegen ein 2.Kind.Nach ein paar Monaten war er doch bereit ( im nachhinein habe ich aber gemerkt,dass er es mir zuliebe nochmals probiert hat). Ich wurde dann schnell Schwanger.In der 9. Woche haben wir erfahren,dass wir Zwillinge erwarten.Wir waren beide mit dem Gedanken zuerst überfordet,aber nach kurzer Zeit haben wir uns darauf gefreut. In der 11. Woche mussten wir dann leider erfahren,dass beide Herzen nicht mehr schlagen.Ein riesen Schock und das Leiden begann.Denn rasch wurde klar das mein Partner es nicht noch einmal versuchen möchte.Wir haben immer wieder darüber gestritten und ich konnte es einfach nicht verstehen.Es war eine sehr schwierige Zeit für mich.Unser Sohn ist nun 3 Jahre alt.Mir geht es mit dem Gedanken kein 2.Kind mehr zu haben viel besser.Ich sehe die positiven Sachen nur ein Kind zu haben und nicht nochmals von vorne zu beginnen.Wir haben uns wieder gefunden und können recht normal darüber reden.Er sagt,dass er verstehe,dass es für mich nicht einfach sei.Das hat mir immer geholfen.Ich würde ihm nie ein Kind underrubeln.Meiner Meinung nach sollten beide dafür sein.Ich hätte kein gutes Gewissen etwas gegen seine Einwilligung zu machen.Klar ich habe heute immer noch Tage wo es mich beschäftigt,vorallem wenn ich die einzige auf dem Spielplatz bin mit einem Kind.Mir fehlt eine Freundin die das gleiche erlebt hat und ich mich mit ihr austauschen kann.Ich habe oft auch ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Sohn.Er liebt andere Kinder und ist sehr sozial. Ich geniesse die Zeit mit ihm in vollen zügen und unternehme viel.Einer von vielen Vorteilen mit “nur” einem Kind.Ich bin sehr dankbar dass ich ihn habe und dass mein Mann und ich uns wieder näher gekommen sind. Ich habe noch andere Ziele im Leben und geniesse auch die Zeit die ich für mich habe.Alles gute wünsch ich dir Sarah, dass du einen Weg findest zu akzeptieren was du nicht ändern kannst und das Leben zu geniessen so wie es ist.( Ich weiss,es ist einfacher gesagt). Ich brauchte 2 Jahre dafür und bin immer noch am lernen.

      Antworten
    • Ich finde Deine Antwort und Deine Geschichte sehr inspirierend! Du gehst sehr reflektiert und nicht egoistisch an die Sache heran. Dankbarkeit ist sicherlich ein Schlüssel.
      Ich selber suche ebenfalls nach einer stimmigen Antwort für mich. Ich habe noch keine eigenen Kinder, mein Mann hat zwei und möchte kein weiteres, was verständlich für mich ist, da er schon nicht begeistert war die beiden ersten zu bekommen und es auch seiner damaligen Frau zu Liebe getan hat. Nichtsdesto trotz war er immer ein super Vater, wie man ihn sich nur wünschen kann. Als wir zusammen kamen sprach er noch davon sich noch ein weiteres Kind mit mir vorstellen könnte, da waren wir beide noch jünger und ich noch nicht wirklich dazu bereit. Ich habe erstmal seine Kinder mit ihm zusammen groß gezogen, wollte erst mal helfen, nicht noch mehr Chaos erzeugen und selber wachsen. Naja und jetzt sind die Kinder groß und der Wunsch nach einem eigenen Kind ist da… er hat inzwischen mit der Familienplanung abgeschlossen und ich kriege diesen Wunsch nach einem eigenen Kind nicht aus dem Herz…es gibt so vieles was dagegen spricht und ich komme mir so doof vor, dass mein Glück an einem (noch) nicht existenten Leben hängt.
      Ich werde mir wohl professionelle Hilfe suchen müssen, um eine Entscheidung treffen zu können. Egal wie ich mich entscheide, ob ich bleibe und mein jetziges Leben behalte, oder ob ich es verliere fur die Hoffnung auf ein anderes.
      Ich wünsche Dir sehr, dass Dir Deine Entscheidung leichter fällt, als mir und alles gut wird.
      Alles Gute

        Antworten
    • Danke für deine Nachricht, sie hat mich unglaublich berührt und es tut mir sehr leid, dass du eine Fehlgeburt durchmachen musstest!
      Mir erging es die Tage sehr ähnlich und es beruhigt mich, dass du nach 2 Jahren die Kraft und die Ruhe gefunden hast, dich auf das Gute in deinem Leben zu konzentrieren.
      Unser kleiner Mann ist mittlerweile 9 Monate, ein richtiger Sonnenschein, aber hyperaktiv und nicht zu bremsen. Entsprechend anstrengend kann er natürlich sein, aber für mich ist er einfach nur pure Lebensfreude.
      Bereits nach den ersten Monaten hatten mein Freund und ich beschlossen, ein 2. Kind bekommen zu wollen. Dann wollte er doch keines mehr, meinte uns würde es nicht gut tun (zu viel Stress, zu wenig Zeit, zu wenig Schlaf) und dass wir so bereits überfordert sind. Nach einigen Überredungsversuchen willigte er doch ein, weil er merkte, wie wichtig mir ein 2.Kind ist. Bereits beim 1.Versuch wurde ich wieder schwanger, meine Freude war riesen groß (beim 1.hatten wir doch 1 Jahr probieren müssen) – leider war der Schock bei meinem Freund größer. Er hatte nie geglaubt, dass es sofort klappen würde. Dann in der 7.SSW erlitt auch ich eine Fehlgeburt, mein Freund tröstete mich, meinte, wir versuchen es einfach wieder – richtig enttäuscht wirkte er nicht. Jetzt, da wir soweit wären, es wieder versuchen zu können, will er kein 2.Kind mehr. Und ich bin vollkommen überfordert mit seiner Aussage. Er erklärte es mir und seine Argumentation war wie immer vortrefflich, er wolle nicht wieder ein anstrengendes Baby, wenn er von einem anstrengenden Tag nach Hause kommt, das ständig schreit, weil es irgendwelche Bedürfnisse hat..für ihn wären das quasi 2 verschenkte Jahre (samt der Schwangerschaft, die bei mir leider beim 1. für uns beide auch eher mühsam war). Anfänglich hatte mich die Fehlgeburt natürlich traurig gemacht, aber das Wissen es erneut probieren zu können, hat mich unheimlich getröstet. Da das jetzt wegfällt, bin ich wiederum in eine Leere gefallen, die mich gerade nicht mehr los lässt. Ich hatte mehr verloren, als bloß einen Versuch.

      Meine Hoffnung ist nun, dass er sich irgendwann umentscheidet, wenn der kleine Mann etwas größer ist. Die Zeit wird es uns zeigen! Alles Liebe

        Antworten
  • Liebe “Sarah”,
    danke, dass du deine Gedanken hier veröffentlicht hast. Du sprichst mir aus der Seele! Mein Mann hat immer gesagt er wolle nur ein Kind und ich dachte, ich könnte damit leben. Jetzt wo unser erstes Kind immer größer wird und ich sehe wie gut es uns gelungen ist, brennt der Wunsch nach einem zweiten Kind jedoch so stark in mir, dass ich das Gefühl habe, er zerreißt mich. Mit jeder Freundin/Verwandten, die mit dem zweiten Kind schwanger ist freue ich mich riesig, aber Zuhause muss ich weinen… Weinen um einen Menschen, den es noch nicht mal gibt… Meinem Mann habe ich von meiner Trauer erzählt, aber er versteht mich nicht. Ich wusste vorher worauf ich mich mit ihm einlasse, da hat er Recht. Ich hoffe jetzt, dass er sich entweder mir zu Liebe um entscheidet oder Gott will, dass uns ein Unfall passiert – wir verhüten nicht hormonell. Ein Kind bewusst unterjubeln würde ich ihm aber nie, so wie es dir einige meiner Vorrednerinnen geraten haben. Er hat ein Recht selbst zu entscheiden was er will und ich kann nicht für ihn bestimmen, dass er noch einmal Vater werden muss.

      Antworten
  • Sehr schwieriges Thema.
    Ich kann mich auch sehr mit dem Thema identifizieren; es ist sehr schwierig, wenn man sich in diesem Punkt (Anzahl Wunschkinder) nicht einig ist.. auch bei uns kam es zu zahlreichen nicht weiterbringenden Diskussionen.
    Ich verhütete nicht mehr hormonell und er wusste das. Ich rechnete auch nicht genau nach und er nahm es auch nicht so genau.. weshalb unser Wunder nun tatsächlich unterwegs ist.
    Zum Glück freut er sich jetzt auch mit, obwohl es einiges verkomplizieren wird..
    Um auf oben beschriebenes Beispiel einzugehen: Ich finde die Einstellung des Mannes schon sehr hart, einiges ist nachvollziehbar und trotzdem ist es ja vielfach die Mutter, auf der bei der Kinderbetreuung mehr lastet.
    Steht es uns (den Müttern) dann nicht auch zu, vielleicht etwas mehr mitbestimmen zu dürfen?
    Ich wünsche Sarah und allen anderen alles Gute, jede Situation ist anders und darum ist auch genereller Rat nicht einfach..

      Antworten
  • Liebe Sarah
    Ich kann dir sehr gut nachempfinden. Wir hatten eine ähnliche Situation. Wir nahmen auch die Hilfe einer Beratungsstelle in Anspruch, was nichts brachte. Es gab zwei unterschiedliche Bedürfnisse. Halbe Kinder kann man nicht erzeugen. Daran änderte auch ein Coach nichts. Wir sind schon über 12 Jahre zusammen, sind aber nicht verheiratet. Er wollte das ebenfalls nie. Mit dem konnte ich mich einigermassen arrangieren….Da gehe ich ja bereits Kompromisse ein. Verzicht spürt aber meist nur der, der verzichtet. Ich wünschte unserem Sohn einfach ein Geschwisterchen. Langer Reden kurzer Sinne. Mein Partner bat mir noch den Kuhhandel an, dass er mich heiraten würde, wenn es bei einem Kind bleiben würde. So hatte ich mir das immer vorgestellt, jawoll. Leider hat mir mein Partner nie richtig erklärt, warum er kein zweites Kind wollte. Er möge nicht mehr…also auch energiemässig nicht. Das war wenig um einen Herzenswunsch aufzugeben. Wir hatten gute Lebensumstände ( Beruf, Finanzen, Haus, Unterstützung etc.) Er ist ein super Vater. Nun, was soll ich sagen… er willigte am Schluss ein. Wir setzten uns eine Zeitlimite. Zwei Monate vor Ablauf der Frist schlug es ein. Und jetzt kommts: Wir erwarten Zwillingsmädchen. In einer Woche ist der Geburtstermin. Soeben hatten wir eine Diskussion. Er freut sich nicht auf die Kinder, kann mir nicht verzeihen, dass mir mein Bedürfnis wichtiger als seins war. Er behauptet, dass ich ihn erpresst haben soll, dass ich ihn ansonsten verlassen würde. Das wäre aber nicht meine Art, hätte nicht alles hingeschmissen, war aber ehrlich, dass ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wisse, wie mir das gelingen werde damit umzugehen. Ich meine heute, dass er konsequent hätte sein sollen. Er will partout kein zweites Kind, dann steh dazu und willige nicht ein und tue nachträglich so als hätte ich ihn festgebunden beim Akt. Aber bitte es ist wichtig zu verstehen, weshalb jemand sich ein weiteres Kind wünscht oder eben nicht. „Ich mag nicht mehr, hab wenig Energie…“ Das verstehe ich schon aber daran kann man etwas ändern. Das ist eine Lebensphase evtl. eine Krise. Ein Weiteres Kind ja oder nein ist eine Entscheidung fürs Leben. Mir war das Engagement zu wenig, um meinen Herzenswunsch locker aufzugeben und sich seinem, „Ich mag nicht mehr“ zu ergeben. Er meinte, „gebe dich zufrieden“. Hm, wäre das so einfach gewesen. Ich bin eine Woche vor Geburt, schlafe alleine im Zimmer, mein Herz blutet aber ich trage zwei wunderbare hoffentlich gesunde Mädchen in mir. Was soll ich sagen ausser ich werde mein Bestes geben. Ich werde versuchen meinen Partner darin zu unterstützen der jetzigen Situation eine echte Chance zu geben. Ich werde alles geben, dass auch die Mädchen einen liebenden und zufriedenen Vater erleben dürfen. Ich wollte eine Familie. Nun habe ich einen Partner, der mich weder anfasst noch kaum anschaut. Er ist Vater… Ich fühle mich alleine und bin unglaublich verletzt, dass wir hier anscheinend beide oder alle als Verlierer rausgehen müssen. Hier geht es um Gefühle. Es gibt keine Ratschläge… ausser höre auf dein Inneres und versucht dem Gegenüber ebenfalls zuzuhören. Aber dem Weg, für welchen ihr euch entscheidet, solltet ihr eine echte Chance geben. Ein respektvoller Umgang miteinander finde ich wichtig. Unterschiedliche Bedürfnisse zu haben, ist legitim. Einfach nicht zu verhüten, finde ich ein no go und hat nichts mit Respekt zu tun. Und am Schluss weiss man nie wie es raus kommt. Das Leben ist wie ein Theaterstück…ich hoffe auf ein gutes Leben, egal welche Verzweigung wir nehmen werden. Ich werde immer versuchen das Beste daraus zu machen und das Schöne aus der Situation mitzunehmen…
    Ich wünsche euch, dass ihr einen Weg findet…

      Antworten
    • Liebe C.
      vielen Dank für Deine Offenheit und Ehrlichkeit hier. So etwas braucht Mut. Braucht Selbsterkenntnis. Und so wie es tönt, auch wahnsinnig viel Kraft. Wir danken Dir, dass Du das Vertrauen hast, Deine Gedanken und Geschichte hier zu teilen. Falls wir irgendwie helfen können, gerne. Wir wünschen Dir – trotz den Umständen – eine schöne Geburt.

        Antworten
      • Lege alle Optionen auf den Tisch. Sage wie wichtig dir dieser Wunsch ist. Frage genau warum er kein zweites Kind möchte. Ein “ist mir zu anstrengend” oder “mir reicht das eine ” habe ich nicht gelten lassen. Zum Schluss muss er sich der Frage stellen ob es gerecht ist das er dich unglücklich macht nur aus Faulheit/Angst vor dem Ungewissen. Wäre er denn unglücklich mit einem zweiten Kind? Wohl kaum – angestrengt ja, manchmal überfordert wahrscheinlich, vielleicht trennt ihr euch sogar – aber dann hat er es wenigstens probiert. Oder er probiert es nicht aus (und vergeudet die Chance doch noch zusammen glücklich zu werden für die Option dich unglücklich in der Beziehung zu lassen oder sich eh zu trennen und dir damit anderswo wenigstens die Gewissheit zu geben es versucht zu haben. Nur aus Faulheit/Angst vor dem Ungewissen dein Glück im Leben/ eure Familie aufs Spiel zu setzen finde ich von ihm nämlich auch nicht fair. Und seien wir mal ehrlich, auch wenn sie tolle Väter sind – den meisten Shit rocken doch wir Mütter eh allein.

          Antworten
        • Echt unfassbar was einige hier für einen unreflektierten bullshit vom Stapel lassen.

          Ich bin mit der Suche nach Antworten gekommen, da ich als Mann kein zweites Kind möchte und es die Beziehung belastet ohne Ende und auch ich als Mann Schmerz fühle(das scheint so manche Frau sich ja nichtmal ansatzweise vorstellen zu können)

          Aber wenn ich den Müll lese denn hier einige absondern denke ich, es wäre besser wenn die Menschheit die Fortpflanzung einstellt

            Antworten
  • Hallo, eigentlich dachte ich gerade, ich bin ok mit dem 2. Kind, das nicht kommt. Dass, ich nach so vielen Jahren (8jähriges Kind) endlich mal so einen Artikel lesen darf, hilft mir schon sehr. Klasse! 1000Dank! Gerade erlebe ich so eine Situation mit meinem Mann (viele Umzüge, berufsbedingt), immer wieder Abschiednehmen, Neuanfangen und hop, gestresst, da kommt dieser alte Schmerz wieder hoch. „Hallo, hier bin ich wieder dein Traum vom 2. Kind.“ „Also, dich, hab’ ich jetzt so gar nicht erwartet. Kann dich auch gar nicht brauchen jetzt!“ „Hau‘ bloß ab!“
    Ich habe mich also schon viel damit beschäftigt, überwiegend allein, gewütet, getrauert, geteilt nicht viel. Nie jemanden getroffen mit so einem komischen Problem. Außer ein Haufen Mütter und Väter mit 2, 3, 4 glücklichen Kindern. Er hatte sich vor ein paar Jahren sogar mal kurz getrennt, meine Wut und Trauer nicht verstanden. Vor ein paar Monaten das Wunder! Da war er kurz mal offen, hat zum ersten Mal wörtlich von „meinem Kinderwunsch“ gesprochen. Was war da anders? Ich erinnere mich nun wieder. Da war etwas wie Vertrauen, irgendwie was ganz Leichtes in der Luft. Schwierig mit Worten zu beschreiben. Und irgendwie war es da auch ganz egal, ob da jetzt ein zweites Kind kommt oder nicht. Ich hoffe ich komme da wieder hin. Falls ich es weiß, hoffe ich, dass ich es teilen kann. Ja, es ist ein krasser Weg. Spannend. Alles Liebe von Herzen an Alle 💓🙏

      Antworten
  • Hallo
    Auch mir ergeht es so… Mein Sohn ist 4 Jahre alt und ich habe auch seit mehr als zwei Jahren den Wunsch für ein 2. Kind. Wir hatten einen schwierigen Start beim 1. Kind. Aber es hat sich alles gelegt, doch er hat Angst davor und möchte kein zweites. Mein Sohn wünscht sich genauso ein Geschwisterchen wie ich für ihn. Es tut mir im Herzen weh, weil ich ihm diesen Wunsch (noch) nicht erfüllen kann. Habe mir teilweise auch Gedanken über eine Trennung gemacht, das kommt vermutlich automatisch irgendwann.
    Auch ich freue mich für jede Schwangere aber ich leide anschliessend… Weil ich mir häufig dem Spruch: wollt ihr nicht noch ein 2. Kind?“ anhören darf.
    Ich hoffe es gibt eine Lösung für uns alle. Alles Liebe

      Antworten
  • Mir geht es grade genauso. Allerdings ist alles noch sehr frisch. Mein Mann hat mir gerade gestern erst eröffnet, dass er kein zweites Kind möchte. Teils aus finanzieller Sicht (uns geht es allerdings nicht schlecht, müssen auf fast nichts verzichten), teils weil die Nächte mit unserem Sohn sehr anstrengend waren. Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen und ich könnte die ganze Zeit heulen. Bevor unser Sohn auf die Welt kam, waren wir uns immer einig, dass wir 2 Kinder möchten. Dementsprechend haben wir beim Hausbau auch 2 Kinderzimmer berücksichtigt. Unser Kleiner ist vor einem Monat 1 Jahr alt geworden und bei mir stellt sich der nun der Wunsch nach einem Geschwisterchen ein. Mein Bruder und ich sind 4 Jahre auseinander und wir waren wie Hund und Katz. Mein Mann und seine Schwester nur eineinhalb Jahre und die sind immer durch dick und dünn gegangen. Ich bin fast 36 und werde auch nicht jünger, vor allem, da wir fast 2 Jahre gebraucht haben, bis ich mit unsrem Sohn schwanger wurde. Ich wünsche mir so sehr noch ein zweites Kind, das es gerade richtig schmerzt. Zu wissen, dass vermutlich nie wieder ein Leben in mir heran wächst. Das zerreißt mich gerade innerlich. Einen kleinen Funken Hoffnung habe ich, dass er vielleicht doch seine Meinung noch ändert und ich noch einmal dieses Wunder erleben darf.

      Antworten
    • Gib die Hoffnung nicht auf, auch wenn es momentan so aussieht, als ob Du an der Situation nichts ändern kannst. Vielleicht braucht Dein Mann nur etwas mehr Zeit. Ich finde es schade, dass er generell sagt: Nein, ich möchte kein weiteres Kind. Das Alter zwischen den Kindern sagt nichts aus, ob sie später besser oder schlechter miteinander umgehen. Manchen Kindern tut es gut, wenn sie etwas mehr Zeit für sich alleine haben.
      Es wirkt für mich so, als ob mit einem guten Gespräch mit Deinem Mann vielleicht nochmal was zu ändern sein könnte. (aber von Außen wirkt immer alles einfacher, als für denjenigen, der in der Situation steckt)

        Antworten
  • Hallo,
    ich sitze hier und weine.
    Ich suchte Rat im Internet weil ich dasselbe Problem habe, dieser Artikel stimmt mich traurig.
    Ich hoffte hier den richtigen Ansatz zu finden.
    Mein Mann möchte kein zweites Kind, er glaubt es kostet uns unsere Ehe, er glaubt wir sind am “Limit”.
    Ich glaube auch das die ersten Jahre nicht einfach werden würden, aber wir das schaffen könnten und zum Schluss für die Anstrengung auch viel Glück erhalten werden.
    Wir diskutieren seit ca. 1 Jahr immer wieder darüber. Ich lebe mit der Hoffnung, dass er seine Meinung ändert oder eben sieht was ich sehe oder fühlt was ich fühle.
    Ich will ich nicht verlassen, trotz allem liebe ich ihn.
    Aber ich habe Angst wie sich unsere Ehe entwickelt. Ich bin jetzt 34 Jahre, ein NEIN werde ich nie 100%ig verinnerlichen können. Ich kämpfe immer bis zum Umfallen. Nun habe ich Angst vor der Zukunft, es kommt der Tag an dem ich zu Alt sein werde und was wird dann sein? Werde ich es ihm dann immer wieder vorwerfen!
    Ich kann nicht abschließen und ihn auch nicht zwingen.
    Es fühlt sich so ungerecht an.

      Antworten
  • Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, wenn Frauen sich dermassen „triebhaft“ verhalten und lieber ihre bestehende Familie zerstören, als auf ein weiteres Kind zu verzichten. Das Leben ist doch keine passive Bühne, wo man seinen grossen Auftritt hat. Wir bekommen eben auch Aufgaben gestellt (Werden krank oder verlassen, verlieren etwas oder jemanden etc.) und müssen lernen damit klarzukommen. Etwas zu wollen, was man so nicht haben kann, ist die reinste Lebensverschwendung. Ausserdem seid ihr doch keine einfältigen Wesen, die ausser Mutterglück nichts mehr spüren. Das Leben hat so viele Facetten, die über die Aufzucht und Pflege von Nachwuchs herausgehen. Warum nicht erforschen, was einem im Rahmen seiner Möglichkeiten sonst noch alles glücklich macht? Leute, ihr seid doch mehr als einfach „nur Mutter“. Ihr seid Fachfrauen, Künstlerinnen, Gärtnerinnen, Tierbesitzerinnen, Sportlerinnen, Freundinnen, Geliebte…

      Antworten
  • Ich kann das so nach empfinden. Ich zerbreche auch daran. Was du schreibst war bis vor einigen Monaten genau meine Geschichte. Dann hat mein Mann eingelenkt und nachgegeben. Aber nicht weil er jetzt ein zweites Kind will, sondern weil er unsere Ehe nicht aufs Spiel setzen will. Ein paar mal haben wir es nun probiert, aber es klappt nicht. Ich denke es liegt daran das ich unterbewusst weiß das er diese Entscheidung so nie getroffen hätte und vermutlich sogar froh ist, wenn es nicht mehr klappt. Ich hingegen zerbreche weiter. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich kann einfach nicht mehr und bin ständig am heulen. Könnte noch ewig weiter schreiben und Beispiele und Situationen auflisten, aber damit ist auch niemandem geholfen. Ich wünsche mir für euch das ihr nicht so leiden müsst und alles gut wird.

      Antworten
      • Die gesunde Beziehung ist die Basis für eine Familie. Die Kinder brauchen liebende Eltern, die sie auf dieser Welt willkommen heissen und begleiten. Halbherzige Sachen gehen nicht. Ich glaube sogar, dass Dein Mann seine Meinung wenn das zweite Kind da wäre noch ändern könnte, aber eben, was wenn nicht? Vorhaltungen? Ehekrise? Kinder belasten die Beziehung schon sehr. Und glaube mir, zwei Kinder bringen noch etwas gänzlich Neues ins Familienleben: dauernder Geschwisterstreit im schlimmsten Fall. Und DAS kann Dir den allerallerletzten Nerv rauben, glaube mir. Alles hat seine Sonnen- wie auch seine Schattenseiten. Geniesse und wertschätze was Du JETZT hast. Alles andere ist ein Zückerchen on top. Wenn es passiert und passt – super. Wenn nicht: Seid dankbar für das was ist. Das Einzelkind darf sich glücklich schätzen, ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe zu geniessen. Auch das ist wertvoll ohne Ende. Alles Gute allen Lesenden und der Fragestellerin. Werdet glücklich mit dem, was ist

          Antworten
  • Bei uns zuhause geht das gleiche gerade ab. Ich möchte noch ein zweites Kind mein Mann aber nicht der hätte statt einem kind lieber einen Hund. Ich kann momentan keine schwangeren sehen oder Familien mit zwei Kindern es zerreißt mir das Herz. Bin tot unglücklich. Z.b. von meinem Mann die Cousine wollten nie Kinder haben und haben jetzt zwei davon. Und ich wollte immer 2kinder haben und jetzt.

      Antworten
  • Ich habe auch diese Diskussionen mit meinem Mann geführt. Obwohl ich nur einen Bruder habe und mein Mann zwei Geschwister, wollte er kein zweites Kind. Wir haben sehr viele Gespräche geführt. Im Endeffekt, wurde ihm dann klar, wie wichtig Geschwister sind, wenn mal wir, die Eltern, nicht mehr da sind. Als Einzelkind hat man dann keine enge Familie mehr, niemanden mit dem man seine Kindheitserinnerungen teilen kann. Dies hat dann meinen Mann bewegt, es doch mit Nr. 2 zu versuchen. Nun haben wir ein Geschwisterpaar und mein Mann ist tatsächlich derjenige, der Paaren, die sich unsicher sind, den Rat gibt, wie wichtig es später mal sein wird, einen Bruder oder eine Schwester zu haben, wenn die Eltern mal nicht mehr sind.

      Antworten
  • Ich weiß nicht ob das jetzt irgendwie hilfreich ist weil meine Situation ein wenig anders zustande gekommen ist aber Tatsache ist dass ich kein zweites Kind bekomme obwohl ich den großen Wunsch danach habe. Die Gründe sind wie gesagt andere und nicht vergleichbar aber ich verstehe den Schmerz und ich empfinde es als eine Art Trauerprozess. Vielleicht ist es wirklich die Zeit aber nach mittlerweile 6 Jahren tut es nicht mehr ganz so weh wie am Anfang. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und dass ihr euren Weg als Familie findet.

      Antworten
  • Deine Zeilen haben mich berührt. Bei uns war die Geschichte ähnlich, mein Mann willigte zuerst ein für ein weiteres Kind, und als es nicht sofort klappte wie beim ersten, entschied er plötzlich für sich alleine, dass er nicht mehr weitermachen will. Da ich zu diesem Zeitpunkt erst dreissig war, begleitete uns dieser Dauerkonflikt unglaubliche zwölf Jahre lang. Meine Überlegungen gingen in eine ähnliche Richtung wie deine, ich habe nicht das Recht, die Familie zu „zerstören“, habe nicht das Recht, „heimlich“ schwanger zu werden und sollte mich einfach fügen und den Wunsch vergessen. Es war unmöglich, dieser Wunsch nach einem weiteren Kind legte sich nicht, eine Paartherapie brachte uns trotz allen Bemühungen keinen Schritt weiter und rückblickend ist für mich klar, dass diese Situation Schritt für Schritt über die Jahre unsere Ehe zerstörte. Nach zwanzig Jahren Ehe und trotz allem einem guten Familienleben liessen wir uns scheiden. Der Konflikt war nicht zu lösen, so oder so, einer zieht den Kürzeren. Heute bin ich fünfzig Jahre alt und aktive Grossmutter, und, als ob das Schicksal etwas gut machen wollte, mein Sohn schenkte mir gar Zwillinge als Enkelinnen.

      Antworten
  • Ich habe mit meiner Frau drei kleine Kinder. Eigentlich wollte ich immer nur zwei und habe das von Anfang so kommuniziert. Das Dritte war ein Unfall, ich liebe es aber selbstverständlich über alles und habe mich genau so gefreut, wie über die anderen beiden. Das Kind kann nichts dafür und darf unter keinen Umständen deswegen leiden. Was passiert ist kann man nicht mehr ändern und einen Groll hegen, würde so gar niemandem etwas bringen.

    Nun will meine Frau aber unbedingt ein 4. Kind. Nicht sofort, sondern in ein paar Jahren. Ich hingegen habe mit der Familienplanung abgeschlossen und will mich unterbinden lassen. Sie reagiert darauf, als hätte man ihr gesagt, sie könne nie Kinder kriegen.
    Auch wenn ich meine Kinder liebe, ist es mit viel Aufwand verbunden. Mir sind die drei Kinder immer wieder zuviel. Wenn dann die Kinder etwas grösser sind und wir hoffentlich etwas entlastet werden, will ich doch nicht nochmals von vorne beginnen. Ich würde so definitiv nicht glücklich bleiben können.
    Ich habe Mühe die Reaktion meiner Frau zu verstehen. Wir haben drei gesunde Kinder, da kann es doch nicht sein, dass sie am Boden zerstört ist, wenn es kein viertes mehr gibt?
    Ich möchte mich unterbinden lassen, da ich immer verunsichert bin, dass etwas passieren könnte. Ehrlich gesagt habe ich auch viel weniger Lust auf sie.
    Ich würde es verstehen, wenn wir kein Kind oder nur eines hätten. Wir haben aber drei Kinder und auch sie stösst immer wieder an ihre Grenzen. Manchmal habe ich das Gefühl, sie hat einfach Angst, dass sie keine Aufgabe mehr hat, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
    Fakt ist, wir haben unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft und das ist ein grosser Ballast für die Beziehung. Ich habe versucht Klarheit zu schaffen mit einer Vasektomie, auch der Beziehung zu liebe. Denn ändern werde ich meine Meinung nicht, das ist ganz klar. Sie will das aber auf keinen Fall. So schwebt nun aber das Thema wie eine schwarze Wolke über uns und sie will es tot schweigen.
    Ich habe Angst um unsere Beziehung, denn solche Meinungsverschiedenheiten sind pures Gift.
    Auch in diesem Beitrag hier ist es eine Scheiss-Situation. Er will auf keinen Fall weitere Kinder, sie will unbedingt weitere Kinder. Einer der beiden müsste nachgeben, da es bei diesem Thema keine Möglichkeit für einen Kompromiss gibt. Egal in welche Richtung es auch geht, schlechte Gefühle bleiben auf jeden Fall zurück. Hat so eine Beziehung überhaupt noch eine Chance? Liebe alleine reicht nicht aus, man muss bei relevanten Themen auch in die gleiche Richtung schauen.

      Antworten
    • Lieber Dani, vielen Dank für Deinen Beitrag. Es ist wichtig und auch hilfreich, hier vermehrt Vaterstimmen zu hören, und damit eben auch die Perspektive wechseln zu können. Wir hoffen sehr, dass ihr eine Lösung für Eure Situation findet.

        Antworten
      • Liebe Mama,
        der Brief hätte von mir sein können!
        Niemals hätte ich gedacht das mich dieser Wunsch so auffressen würde…
        Wir haben eine gesunde dreieinhalb Jährige Tochter und ich wünsche mir nichts sehnlicher als ein Geschwisterchen für sie.
        Unsere Beziehung leidet und leider fehlt die Kommunikation.
        Mir fehlt die Kraft…
        Was soll man in dieser Situation machen??
        Hoffen das der Wunsch iwann nachlässt?
        Vllt kann man sich diesbezüglich noch weiter austauschen?

          Antworten
        • Liebe Sarah,

          falls Du gerne mit der Autorin oder eine/m anderen Kommentator*in in Kontakt treten möchtest, sind wir sehr gerne bereit, Dein E-Mail weiter zu leiten. Oder, falls Du eine FB-Gruppe dazu gründen möchtest, darfst Du das hier auch sehr gerne kommunizieren. Wir wären froh, wenn wir einen Beitrag zum gegenseitigen Austausch und Helfen leisten dürfen.

            Antworten
          • Hallo Frau Jansen, könnten Sie für mich auch einen Kontakt herstellen? Es geht mir um den Beitrag von „Anonym“ 24.02.19-22:35. Liebe Grüße

          • Liebe Himbeerblüte, ich habe der betreffenden Person Deine E-Mail weitergeleitet. Es ist nun ihre Entscheidung, ob sie sich melden möchte oder nicht.

      • Hallo, gibt’s eine Selbsthilfegruppe in die mann beitreten kann um einfach besser klar zu kommen mit dieser Entscheidung? Liebe Grüße

          Antworten
  • Also mein Mann wollte damals auch kein 2. Kind und wir haben 1 Jahr lang herumgestritten deswegen.

    Einmal saß ich da und habe nach einer wieder endlosen Diskussion gesagt – ich brauche noch eine Schwangerschaft/noch ein Kind um wirklich glücklich zu sein.
    An diesem Punkt war ich wirklich zu tiefst traurig…
    Plötzlich hat er mich angesehen und gesagt „du bist nicht glücklich wenn du das nicht nochmal alles erlebst? Dann lass es uns machen.“
    Ich war in dem Moment so baff…
    Ich dachte er veräppelt mich…
    Aber er meinte es ernst – er hatte nicht gedacht, meinte er, dass ich das brauche im WIRKLICH glücklich zu sein.

    2 Monate später war ich schwanger und alles war fein.

    Wir lieben unseren kleinen Mann mindestens so viel wie unseren Großen… und er sagt heute noch oft er hätte sich damals nicht so zieren sollen – damit der Altersunterschied zwischen unseren Jungs nicht so groß wäre (5 Jahre)

      Antworten
  • Hallo liebes Mami

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Es veriss mich innerlich jeden Tag mehr. Hätte er nicht eingewilligt wäre ich gegangen. Einfach, weil wir anscheinend nicht dasselbe wollten. Es kam anders. Es ist aber auch heute noch so, dass unser Sohn an erster Stelle kommt.
    Such dir Rat bei einer Psychologin, evtl hilft es dir herauszufinden was dein sehnlichster Wunsch ist. Und wie du damit lernst umzugehen, wenn er dabei bleibt und du zu ihm stehen möchtest.

      Antworten
  • Ich bin in der selben Situation wie der Mann in der “Geschichte” und kann ihn nur zu gut verstehen. Wir haben einen tollen 3 jährigen Sohn.Allerdings waren die die ersten 2 Jahre so dermaßen anstrengend und stressig, dass wir uns nur noch gestritten und fast getrennt haben. Daher halte ich es im Sinne der Beziehung zu meiner Frau für sinnvoller, kein zweites Kind zu haben, auch wenn ich mir für meinen Sohn ein Geschwisterchen wünschen würde. Jedenfalls scheint der Kinderwunsch meiner Noch-Frau so stark zu sein ,dass sie sich von mir trennen will, wenn ich kein zweites Kind will. Lange Rede.. ich kann es ebenfalls nicht verstehen ,und werde es auch nie, wie man eine bestehende Familie zerreißen kann für einen egoistischen Wunsch nach etwas, was es noch nicht einmal gibt.

      Antworten
    • Gute Frage. Wie kann man eine glückliche Beziehung zerreißen für einen egoistischen Grund. Sie, weil sie ein Geschwisterkind will. Er, weil er seine Ruhe will und etwas genießen, was nur er genießen kann. Das Problem liegt wohl daran, dass beiden egal ist wie es dem anderen geht und man lieber Oberflächlichkeit vorschiebt anstatt miteinander zu reden.

      Im Grunde ist es selten die Diskussion ob man ein Kind will, sondern meistens, dass der Partner die Wünsche nicht verstehen will und man so keine gemeinsame Zukunftsvision hat.

      Nach 7 Jahren reden, Ruhe lassen, Rücksicht nehmen war der Kinderwunsch plötzlich bei ihm auch da. Aber leider ist die Uhr abgelaufen. Vor lauter Angst vor der Frage, ob die Beziehung noch ein Kind verkraftet sollte man sich manchmal fragen, ob die Beziehung es verkraftet wenn eine Person dauerhaft verzichten muss und sich damit jeden Tag klein fühlen muss.

      Oder wie man sich fühlt, wenn es plötzlich der eigene Wunsch ist, der unerfüllt bleibt.

        Antworten
  • Ich habe diesen Blog schon mehrmals komplett durchgelesen und befinde mich in derselben Situation. Wir sind seit 7 Jahren zusammen und haben eine 2 Jährige wundervolle Tochter. Mein Wunsch nach einem zweiten Kind wurde seit der Geburt meiner Tochter jeden Tag größer. Sie hatte keinen einfachen Start (Schreibaby) und wir waren anfangs sehr überfordert damit. Und auch heute noch fordert sie uns jeden Tag aufs neue heraus. Sie ist ein sehr sehr aktives Kind was uns oft viel Energie kostet. Trotzdem ist es mein Lebenssinn Kinder großzuziehen. Es erfüllt mich voll und ganz und ich möchte einfach nochmal eine Geburt erleben und die Babyzeit etwas entspannter und gelassener wahrnehmen. Mein Freund ist ein wundervoller Vater und er liebt sie über Alles, jedoch möchte er kein zweites Kind weil er es nervlich nicht schafft. Er ist froh, dass die Babyphase vorbei ist und er auf keinen Fall wieder von vorne anfangen möchte. Er hat keine Energie für ein zweites Kind. Ich verstehe seine Argumente, finde jedoch das er alles sehr rational entscheidet und dabei nicht sieht, dass es meIn sehnlichster Wunsch ist und ich ihn nicht einfach so abstellen kann. Mittlerweile ist das Thema zweites Kind zum Tabuthema geworden und wir sprechen nicht mehr darüber. Er war schon an dem Punkt und hatte einen Termin zur Vasektomie vereinbart mit der Begründung, dass dann das Streitthema endlich erledigt wäre. Ich habe ihm gesagt, dass wenn er so über mein Leben entscheidet, ich mich trennen werde. Daraufhin hat er den Termin im Krankenhaus angesagt. Ich werde morgen 35 Jahre alt und meine Uhr tickt. Mein Wunsch ist vielleicht auch deshalb so groß, da ich vor 5 Jahren urplötzlich die Diagnose Krebs bekam und fast gestorben wäre. Ich habe mich schnell ins Leben zurück gekämpft und sehe natürlich seitdem das Leben mit anderen Augen. Ich weiss nicht mehr weiter… Wir sind finanziell gut abgesichert, haben beide einen guten Job. Ich verstehe es einfach nicht. Wir haben auch schon oft über Trennung gesprochen, jedoch will ich keine Familie deswegen zerstören. Die Hoffnung stirbt zuletzt, jedoch glaube ich nicht, dass ich ihn umstimmen kann. Wir werden eine Paartherapie machen und vielleicht bekommt er einen anderen Blinkwinkel.

      Antworten
    • Du sagst quasi das es eine Frechheit ist das er so über dein Leben entscheiden will, aber du machst es doch genau so. Du erzählst und fragst und sagst so lange das du ein Kind wilst bis er nachgibt und sagt:Ok, wir machen eins!
      Und dann? Du bis schwanger, ihr habt ein weiteres Kind, es wächst und wird groß. Irgendwann zwischendurch wirst du deinen man ins Gespräch bitten und ihn Fragen warum er dir nicht mal hilft weil du alles alleine machen musst. Weil du dich teilweise überfordert fühlst alles alleine zu machen. Er hatte schon länger keine Kraft mehr und versucht sich ab zu Schotten. Dann kommst du und verlangst von Ihm das er dir hilft, dich unterstützt obwohl er vorher schon wusste das er es nicht kann. Somit willst du schon wieder was von ihm das er nicht wollte.
      Das heißt nicht das er sein 2. Kind nicht liebt. Er kann es einfach nicht. Und wie fühlt er sich mit einem Kind das er liebt ihm aber nicht richtig zeigen kann das er es liebt? Er will gerne ein Vater für sein Kind sein der er nicht sein kann.
      Sein sehnlichster Wunsch war vieleicht ein toller Papa zu sein der immer da ist wenn das Kind ihn braucht und ihn um Hilfe bittet. Das geht für ihn jetzt nicht mehr. Werder für das erste Kind noch für das zweite Kind. Wer hat denn jetzt über wessen Leben entschieden und wer darf das vom anderen verlangen.?

        Antworten
      • Lieber Papa!
        Wieso „kann“ er denn „nicht mehr“? Ist es so schwierig, sich ein wenig anzustrengen und vielleicht mal den eigenen Egoismus (=Ruhe haben wollen und sich nicht noch um ein zweites Kind kümmern/ die Ehefrau unterstützen) zu überwinden? Wieso fällt es den Männern so viel schwerer, sich auf Kinderbetreuung einzulassen, bei der sie tatsächlich oftmals die Partnerin nur unterstützen und nichtmal ein Partner auf Augenhöhe sind?

          Antworten
      • Danke. So sieht es aus. Wir sind mit einem Kind schon oft am Limit. Ich bin jetzt schon nicht der Vater der ich sein möchte. Ein zweites wäre fatal. Aber meine Frau will unbedingt eines… Es wird uns zerreißen… Ich verstehe es nicht. Ist vielleicht eine Urtrieb. Nicht rational zu steuern… Traurig.

          Antworten
      • Nochmal, wie weiter oben schon: dazwischen besteht ein Unterschied. Wenn der Mann eine Vasektomie machen lässt ohne Einverständnis der Frau, ist dies genauso, wie wenn die Frau die Pille absetzt ohne Einverständnis des Mannes. Jeder darf – rein theoretisch – dies über seinen Körper bestimmen, klar, aber es hat unumkehrbare Auswirkungen auf die Beziehung und das gemeinsame Leben. Es wäre – so empfinde ich es zumindest – von beiden Seiten absolut falsch. Falls man ewig hin- und herdiskutiert und dann lenkt eine Seite ein (egal welche), aber in deinem Beispiel eben doch der Mann und stimmt irgendwann einem zweiten Kind zu, dann wurde eben eingelenkt und durch Argumentation eine gemeinsame Lösung gefunden. Dann hat eine Partei (die nachgebende) sozusagen auch ein Stückchen Glück darin gefunden, den anderen Partner glücklich zu machen. Und sei es nur das. Auch daraus kann Liebe entstehen – aus dem Gefühl, für den anderen etwas zu tun. Dies steht zumindest so in einem Paartherapie-Buch, welches ich gekauft habe, als wir massive Beziehungsprobleme hatten.

          Antworten
  • Same shit here…

    Wir haben kein einfaches Kind. 18 Monate lang kam es im 15-30 Minuten Takt nächtlich. Das erste Jahr stundenlang schreien. Bald ist es 3 Jahre alt. Dickköpfig, fordernd, enorm viel Energie, ausdauernd, aggressiv (hauen, kratzen, beißen, schlagen, schubsen aus dem Nichts heraus). Irgendwas müssen wir im Leben verbrochen haben – oder wir sind einfach nicht als Eltern geeignet. Dazu möchte ich nie wieder einen Kreisssaal von Innen sehen – denn was da ablief und die Frau so leiden zu sehen, möchte ich nie nie nie nie mehr miterleben.

    Zuhause wenig Harmonie – es wird nur geschrieen, Gegenstände fliegen durch die Gegend (vom Kind aus) – so habe ich mir das Familienleben nicht vorgestellt. Es werden Grenzen regelmäßig überschritten, da hilft auch kein Stop!

    Ich bin sehr viel für das Kind zu Hause. Und trotzdem heißt es immer nur “Mama, Mama, Mama”. Danke für nichts, denke ich mir.

    Sie selbst sagt: “Ich weiß ich muss verrückt sein, aber ich will ein zweites”. Und ich denke mir: “Lieber gebe ich mir die Kugel oder hänge mich irgendwo auf, als noch ein zweites in die Welt zu setzen und mich weiter einschränken zu müssen – sei es Urlaub, Geld, Zeit mit der Frau, usw.”.

    Ja, wir werden uns Hilfe holen, denn so ist das kein Zustand mit dem aktuellen Kind – und trotzdem lasse ich täglich im Kopfkino eine Vasektomie durchführen – denn nie wieder will ich dieses Geschiss von vorne anfangen und bin froh, wenn das Kind endlich aus dem Haus ist.

    Das ganze kann man auch unter #RegrettingMotherhood laufen lassen – nur für Männer. Wüsste ich damals, was mich mit dem Kind erwartet hätte, hätte ich auf gar keinen Fall eines bekommen und sogar eine Trennung in Kauf genommen, wenn eine Kein-Kind-Beziehung für die Frau nicht in Ordnung gewesen wäre.

    Selbst wenn ich der Frau zuliebe mitmachen würde, so würde ich immer vorwerfen: “du bist überfordert? du wolltest eines! Dein Problem! Ich sagte, lass es bei einem – aber Hauptsache du bist glücklich mit 2”. Im schlimmsten Fall würde ich meinen Frust am Kind rauslassen – ja, auch das ist möglich!

    Und ja, es einfach nur rational, ohne Empathie und Verständnis. Ich kann diesen Wunsch nicht nachvollziehen, und habe auch wenig Interesse daran, dann der Leidtragende zu sein, nur um einen Herzenswunsch zu erfüllen, der einen ein Leben lang begleitet. Es geht hier nicht um einen tollen Urlaub, oder ein Geschenk, oder ähnliches – sondern um ein Lebewesen.

    So drehen auch wir uns ständig im Kreis.

    Auch wenn soviele Frauen sagen: “Mein Ehemann ist nach der Geburt plötzlich Feuer und Flamme für das Kind”, so gibt es sicherlich genügend Männer, die sich komplett von der Familie abwenden.

      Antworten
    • Hui, das klingt aber schon verdammt nach innerlicher Trennung. Du scheinst ja auch wirklich im jetzigen Familienleben kaum Glück zu empfinden oder schöne Momente genießen zu können. Das ist mit einem emotional starken, herausfordernden Kind auch sicherlich schwieriger. Dennoch – wenn man davon mal abstrahieren kann, wie es ist, wenn das Kind kein Kleinkind mehr ist. Wenn man ganz andere Sachen unternehmen kann, wenn es mit reisen, mit Sport machen kann…ich verstehe deine Situation und deine Sichtweise. Dennoch scheint es mir mehr mit der momentanen Überforderung mit eurem ersten, herausfordernden Kind zu tun zu haben, als mit dem generellen Thema. Über den Stress im Alltag kann man doch reden und da gibts doch vielleicht Mittel und Wege (Babysitter, Großeltern, Teilzeitarbeit) um mehr Ruhe und Zeit für sich reinzubringen?

        Antworten
  • Hallo!
    Oha! Harte Worte im vorigen Kommentar. Generell unterscheiden sich die Kommentare der Frauen und Männer. Vielleicht ist das einfach ganz normal. Auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen, so sind es doch oftmals die Frauen, die als erste den Kinderwunsch äußern und die Männer sind die, die es nicht so eilig haben. Mein Mann z.B. sagte, ja, er möchte Kinder und nicht irgendwann ohne dastehen, aber “schon” jetzt mit Mitte/Ende Dreißg nein. Bei den Frauen tickt ja auch einfach die Uhr. Auch wir haben eine dreijährige Tochter und seid gut einem Jahr wünsche ich mir ein Geschwisterchen. Mein Mann möchte kein zweites Kind. Er ist Einzelkind und eigentlich wollte er wenn überhaupt zwei Kinder. So richtig gern wollte er auch das erste nicht, aber da hat er meinen Wunsch verstanden und hat auch selber den Wunsch gehabt, nur eben “noch” nicht. Aber natürlich wusste auch er, dass er diese “noch nicht-Karte” ja nicht ewig ziehen kann. Unsere Tochter ist super! Sie war auch ein entspanntes kleines Baby und ist auch jetzt ein ganz unkompliziertes kleines Mädchen, was natürlich auch ihre Momente und schlaflosen Nächte hat-logisch. Ich habe einen Job und bin auch keine Glucken-Mutter und ich sehe auch nicht die Kindereraufziehung als die einzige Aufgabe im Leben einer Frau und ich stelle auch nicht mein ganzes Leben auf das meines Kindes ein, auch wenn sich das Leben mit Kind natürlich komplett ändert. Zumindest erstmal die ersten Jahre. Aber das ist auch ok. Alles hat seine Zeit im Leben. Ich wünsche mir einfach ein Geschwisterchen für unsere kleine Tochter. Damit sie nicht allein dastehen wird. Und ja, zugegeben, vielleicht auch, weil die meisten Paare in Deutschland meistens zwei Kinder haben. Und auch einfach und vor allem, weil ich es mir einfach wünsche. Warum eigentlich? Der Wunsch ist fast so groß wie bei dem ersten Kind. Es ist einfach schwer zu beschreiben. Vielleicht die Hormone? Scheinen ja viele Frauen zu haben diesen Kinderwunsch, der nicht aufhören will. Mittlerweile kann ich meinen Eisprung relativ gut wahrnehmen (habe mich bis vor ca. einem Jahr nie dafür interessiert und es nie gespürt) und bin jeden Monat um die Zeit richtig traurig, wieder einen kostbaren Monat verschwendet zu haben. Manchmal versuche auch ich, diesen Wunsch mal kleiner werden zu lassen und mir vorzustellen, wie es wäre, wenn wir “nur” zu dritt blieben. Sicherlich könnte ich damit leben. Viele Paare und Frauen müssen ja sogar damit leben, gar kein Kind zu bekommen. Vergleichen kann man sich immer mit Menschen, denen es schlechter geht und Sitationen, die schlimmer sind. Das hilft nur meistens nicht wirklich, weil jeder immer seine eigenen Sorgen hat und diese Sorgen in dem Moment präsent und wichtig sind. Und wirklich dauerhaft richtig zufrieden ohne Wünsche ist man ja eigentlich nie. Nicht der reichste, schönste, gesündeste, tollste Mensch der Welt.
    So richtig weiß ich auch nicht was ich machen soll. Aber der Artikel gefällt mir, spricht auch mir aus der Seele. Viele andere Kommentare kann ich auch gut verstehen.

      Antworten
  • Guten Tag. Ich bin noch keine Mutter und auch den richtigen Kinderwunsch habe ich noch nicht kennengelernt. Trotzdem sehe ich deine Verzweiflung – was für ein Dilemma! Allen in dieser Situation wünsche ich viel Kraft.
    Meine Gedanken als aussenstehende „Laie“ und Nicht-Betroffene sind: Der Wunsch für ein Kind muss zwingend von beiden Elternteilen kommen. Das heisst, so bitter es tönt, aber im Zweifelsfall entscheidet derjenige, der nicht will. Es ist wie beim Sex. Der Wunsch des Nicht-Wollenden darf in keinem Fall übergangen werden.
    Der nicht-Zweifachpapa-werden-Wollende gewinnt daher die Entscheidung, muss seine Pflichten als Partner jedoch wahrnehnen und die Frau mit viel Verständnis für ihre Trauer unterstützen wo er nur kann. Die Beziehung zun Gunsten eines möglichen zweiten Kindes zu beenden, erachte ich nur als sinnvoll, wenn die Beziehung (auch ohne ungleichem Kinderwunsch) nicht mehr glücklich und nicht zu retten ist.
    Falls die Situation hingegen eher so ist, dass sich der Mann vielleicht im Herzen schon irgendwo ein weiteres Kind wünscht, sich jedoch vor der organisatorischen, finanziellen oder emotionalen Verantwortung fürchtet, kann es vielleicht helfen, mit befreundeten Paaren zu sprechen, die bereits zwei Kinder haben. Vielleicht können sie ihn ermutigen, dass er das schon schaffen wird.
    Falls das Dilemma und die innere Zerrissenheit bleibt: unbedingt fachliche Unterstützung holen! Oder einmal all die vielen Frauen treffen, die sich hier gemeldet und das gleiche erlebt haben und eine Selbsthilfegruppe gründen! 😉

      Antworten
  • Ich bin sehr beeindruckt von den Kommentaren der Väter. Da ist sehr viel hilfreiches und kluges geschrieben worden. Vor allem ohne aggressiv auf den Frauen rumzuhacken, die nunmal diesen nicht tot zu kriegenden Kinderwunsch haben.
    Mir geht es da genauso. Mein Mann will meine Traurigkeit nicht thematisieren und ist froh, dass ich mittlerweile kaum von mir aus darüber spreche. Ich bin jetzt 40, meine Tochter bald 5. Mein Verstand weiß, dass es nun zu spät ist. Ich habe in den letzten 2-3 Jahren öfter über Trennung nach gedacht mit der blödsinnigen Hoffnung, mit einem anderen Mann ein zweites Kind zu bekommen. So stark ist der Wunsch, dass Frau auf solche idiotischen Ideen kommt. Zum Glück war mir immer klar, dass das nicht gut ausgehen würde. Ich hatte allerdings auch andere Gründe, die mich an Trennung denken ließen. Schon in der Schwangerschaft wurde klar, wie sehr mein Mann nur um sich selber kreist. Ich musste liegen, er hat zweimal für mich gekocht unter großem Gemecker. Nach der Geburt hat er nicht geholfen, die Nächte und alles andere blieben an mir hängen. Er hat sich in der Zeit mit seinen Wehwehchen beschäftigt, eine Flucht vorm Vatersein. Unser Kind hat ihn gestört und deprimiert. Der Brötchen Verdiener zu sein hat ihm bis heute auch nicht geschmeckt (ich arbeite seit 2 Jahren auch wieder, aber er verdient das Hauptgeld). Zu viel Verantwortung, ich mache mir mit seinem Geld ein schönes Leben (unausgesprochen) etc. Seine negative Haltung unserer Tochter und der Familie gegenüber und der Druck auf mich nicht sein Geld zu verschwenden hat meine Zeit als “nur” Mama sehr überschattet. Seit etwa 1-1,5 Jahren ist seine Einstellung zur Familie besser. Es gibt jetzt eine Vater-Kind-Beziehung, die diesen Namen verdient. Mehr als 2 Tage am Stück intensiven Kontakt wenn ich z.B. krank bin hält er aber immer noch nicht aus und ist dann sehr genervt und vorwurfsvoll mir gegenüber. Trotz der Besserung denke ich an Trennung. Die Enttäuschung sitzt zu tief und die Erkenntnis über sein sehr Ich-bezogenes Verhalten hat meine Gefühle für ihn verändert. Ich handle nicht unserem Kind zu liebe und bleibe. Ich werde dabei immer trauriger. Ob ich das ewig durchhalte weiß ich noch nicht.
    Alles Gute an die Mütter und Väter die hier kommentiert haben, Lola

      Antworten
  • Ich bin sehr beeindruckt von den Kommentaren, auch oder gerade von den Väter. Da ist sehr viel hilfreiches und kluges geschrieben worden. Vor allem ohne aggressiv auf den Frauen rumzuhacken, die nunmal diesen nicht tot zu kriegenden Kinderwunsch haben.
    Mir geht es da genauso. Mein Mann will meine Traurigkeit nicht thematisieren und ist froh, dass ich mittlerweile kaum von mir aus darüber spreche. Ich bin jetzt 40, meine Tochter bald 5. Mein Verstand weiß, dass es nun zu spät ist. Ich habe in den letzten 2-3 Jahren öfter über Trennung nach gedacht mit der blödsinnigen Hoffnung, mit einem anderen Mann ein zweites Kind zu bekommen. So stark ist der Wunsch, dass Frau auf solche idiotischen Ideen kommt. Zum Glück war mir immer klar, dass das nicht gut ausgehen würde. Ich hatte allerdings auch andere Gründe, die mich an Trennung denken ließen. Schon in der Schwangerschaft wurde klar, wie sehr mein Mann nur um sich selber kreist. Ich musste liegen, er hat zweimal für mich gekocht unter großem Gemecker. Nach der Geburt hat er nicht geholfen, die Nächte und alles andere blieben an mir hängen. Er hat sich in der Zeit mit Wehwehchen beschäftigt, eine Flucht vorm Vatersein. Unser Kind hat ihn gestört und deprimiert. Der Brötchen Verdiener zu sein hat ihm bis heute auch nicht geschmeckt (ich arbeite seit 2 Jahren auch wieder, aber er verdient das Hauptgeld). Zu viel Verantwortung, ich mache mir mit seinem Geld ein schönes Leben (unausgesprochen) etc. Seine negative Haltung unserer Tochter und der Familie gegenüber und der Druck auf mich nicht sein Geld zu verschwenden hat meine Zeit als “nur” Mama sehr überschattet. Seit etwa 1-1,5 Jahren ist seine Einstellung zur Familie besser. Es gibt jetzt eine Vater-Kind-Beziehung, die diesen Namen verdient. Mehr als 2 Tage am Stück intensiven Kontakt wenn ich z.B. krank bin hält er aber immer noch nicht aus und ist dann sehr genervt und vorwurfsvoll mir gegenüber. Trotz der Besserung denke ich an Trennung. Die Enttäuschung sitzt zu tief und die Erkenntnis über sein sehr Ich-bezogenes Verhalten hat meine Gefühle für ihn verändert. Ich handle nicht unserem Kind zu liebe und bleibe. Ich werde dabei immer trauriger. Ob ich das ewig durchhalte weiß ich noch nicht.
    Alles Gute an die Mütter und Väter die hier kommentiert haben, Lola

      Antworten
  • Der Beitrag und die Kommentare haben mir sehr geholfen, meine verworrenen Gedanken etwas zu sortieren. Auch vielen Dank an die Väter, die uns Frauen mal die andere Seite nahe bringen. Ich kann die Sorgen und Gedanken meines Mannes nun besser verstehen und seinen Vorwurf, ich sei egoistisch. In dem Moment dachte ich nur: Ich soll egoistisch sein? Was ist mit dir? Ist es nicht egoistisch auf seinem Nein zu bestehen?

    Nun ich denke, es gibt immer zwei Seiten, die gehört werden wollen. Und keinem ist geholfen, wenn jeder auf seiner Meinung besteht. Das lässt sich allerdings leichter sagen, als leben. Mein Wunsch nach einen dritten Kind ist mittlerweile auch so stark, dass ich Angst davor habe, wie unsere Zukunft aussehen wird, wenn wir keine Lösung finden, mit der jeder von uns leben kann.

      Antworten
  • Es beruhigt mich, dass es nicht nur mir so geht, sondern vielen Frauen. Ich kann euch so gut verstehen. Auch mein Partner möchte kein zweites Kind und ich habe schon mehrere Jahre darum gekämpft, seine Meinung zu ändern. Doch er weicht keinen Zentimeter von seiner Einstellung und alle Argumente für ein zweites Kind erstickt er immer sofort mit dem Argument, dass er noch nie ein zweites Kind wollte. Jedoch wollte auch ich noch nie nur ein Kind, hatte mich blinderweise aber darauf verlassen, dass wenn erst mal ein Kind da ist, er sicherlich seine Meinung ändern würde. Das schlimme ist, dass im Herzen die Hoffnung jeden Tag da ist, dass ich eher diejenige bin, die daran glaubt, dass es das Schicksal doch noch gut mit uns meint. Aber betrachte ich es mit dem Verstand, weiß ich dass es nicht mehr eintreffen wird. Und jeden Tag diese Enttäuschung zu spüren, ist in gewisserweise Gift für unsere Beziehung. Aber ich weiß einfach nicht wie ich den Wunsch abstellen kann. Auch wenn ich es gerne für unser Kind könnte. Habt ihr Tipps für mich, wie man loslassen kann, auch wenn man eigentlich ein Kämpfer und Steh-auf-Männchen ist?

      Antworten
    • Ich habe leider keine Tipps. Stecke in der gleichen Zwickmühle. Was soll ich nun machen? Ich kann diesen Wunsch nicht abstellen. Mein Partner versteht mich nicht. Er ist so stur. Am Ende bin ich Schuld daran, das die Familien auseinander bricht. Währendessen sind viele im Freundeskreis mit dem zweiten Kind schwanger. Das kommt noch dazu

        Antworten
  • Ich bin auch in der gleichen Situation wie du. Ich wollte mit 32 Kinder haben und hab nach zwei Jahren Versch erfahren müssen, dass die Wahrscheinlichkeit für uns auf dem natürlichen Weg Kinder zu bekommen bei 5% liegt. Mein Mann hatte zu wenig Spermien. Der einzige Weg war künstliche Befruchtung und ich war endlich mit 36 schwanger. Ich habe einen wunderbaren Sohn, der bald 3 wird. Ich habe noch eine Eizelle gefroren und wir zahlen sogar für die Konservierung aber mein Mann will auch kein zweites Kind! Ich habe vor einem Jahr angefangen auf das Thema einzugehen aber er blockt komplett ab. Ich war sogar beim Arzt und hab alle Voruntersuchungen gemacht. Da hat er sich übergangen gefühlt und Nein war seine Antwort. Ich bin inzwischen komplett frustriert und enttäuscht. Ich warte nur noch darauf, dass die Mamis in meiner Umgebung wieder schwanger sind und mein Trauer zunimmt. Ich weiss, dass zwei Kinder nochmal mehr Arbeit sind und ich habe auch niemanden, der mir hilft. Die ersten zwei Jahre waren hart. Dazu kommt, dass mein Sohn zu früh zur Welt kam und alles am Anfang sehr stressig war. Ich bin aber sehr froh, dass ich ihn habe und er tut mir leid, dass er alleine aufwachsen muss. Ich unternehme viel mit ihm und er geht auch in die Kita aber es sind keine Geschwister da. Neulich sagt er, dass sein bester Freund sein Bruder ist. Das tat schon sehr weh, weil ich gemerkt hab, dass er es schon versteht keine Geschwister zu haben. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich einfach wütend auf ihn bin und wenn ich daran denke, dass er so egoistisch es entschieden hat, will ich gar nicht mehr mit ihm reden. Ich gehe in mein Zimmer und mache die Tür zu und versuche an was anderes zu denken. Er hat selbst vier Geschwister und die wiederum haben selbst viele Kinder. Wir sind die einzigen mit einem Kind und obwohl er das erste Kind ist, haben wir als letztes Kind bekommen. Naja ich hab auch keine Lösung dafür und denke ich werde es ihm nie verzeihen und mein Sohn vielleicht später auch nicht. Von einer Seite bin ich froh, dass ich wieder arbeiten gehe und das Leben ein Rhythmus hat von der anderen Seite fühle ich mich nicht erfüllt. Bei uns ist weder Geld das Thema noch der Platz. Er sagt, er ist mit einem Kind glücklich und weil alle zwei haben, muss man es nicht nachmachen. Ich denke aber an die Zukunft, dass mein Sohn noch Familie hat. Seine Antwort ist, er wir irgendwann heiraten und eigene Kinder bekommen so wie sein Vater, der einzeln Kind war und viele Kinder hat.

      Antworten
  • Oh mann… Linda, das tut mir leid, wenn ihr sogar für eine eingefrorene Eizelle zahlt. Du bist auch schon 39, da tickt die Uhr sowieso, genauso wie bei mir.

    Das Schlimme ist, dass man doch nur einen ganz natürlichen Wunsch hat, es ist doch etwas positives wenn man die Familie vergrößern will. Wenn man einen Spielkameraden und im späteren Leben jemand hat, der mit einem Sorgen und Freude teilt, wie sonst kein anderer. Ich weiß selbst wie schön es mit Geschwistern ist, man ist aus dem gleichen Holz geschnitzt. Dennoch versuche ich mir die Situation ohne zweites Kind “schönzureden”. Vielleicht findet er so gute Freunde, die fast wie Geschwister sind. Vielleicht sind wir wirklich zu alt für ein zweites Kind. Vielleicht hätten wir nicht das Glück nochmal so ein gesundes Kind zu bekommen. Vielleicht würde unsere Beziehung tatsächlich an schlaflosen Nächten und zusätzlichem Stress zerbrechen. Und ist es nicht das wichtigste überhaupt ein Kind zu haben und dass wir alle gesund sind? An machen Tagen kann ich es ausblenden, aber dann kommt der Wunsch von ganz tief drinnen wieder ans Tageslicht. Man spinnt in Gedanken alles durch – wie muss ich mich verhalten um vielleicht doch noch seine Meinung zu ändern? Wieviel Zeit ist noch bis es zu spät ist? Wäre es eine Lösung sich zu trennen? Was ist in fünf Jahren, werde ich die Partnerschaft bereuen wenn ich bis dahin kein zweites Kind habe und es dann wirklich zu spät ist? Aber ich denke genau die gleichen Fragen stellt ihr euch auch. Wenn es irgendwo einen Hebel gäbe, ich würde ihn gerne umlegen. Kinderwunsch aus.

      Antworten
    • Hallo Schneeglöckchen! Du schreibst sehr schön. Ja das sind genau auch meine Gedanken. Ich werde jedes Mal sehr traurig, wenn ich von den Frauen höre die gleichzeitig mit mir schwanger waren und jetzt das zweite Kind erwarten. Das merkt er aber nicht mal und fragt mich nur, warum ich schlecht gelaunt bin! Ich glaube, dass mir auch deshalb seine Gefühle egal geworden sind. Er hat auch meine Gefühle einfach ignoriert! Ich habe ihm damals gesagt, wenn du nein sagst dann musst du mit den Konsequenzen leben. Ich mache es nicht mit Absicht aber er ist mir egal geworden! Eigentlich halte ich auch alles nur meinem Sohn zur Liebe aus, damit er nicht sein Zuhause und seinen Papa verliert.

        Antworten
  • Dezemberglöckchen

    Hallo,

    ihr schreibt alle so viele traurige, aber auch schöne Sachen. In vielem finde ich mich wieder. Leider löst das alles “unseren Konflikt” nicht. Auch ich möchte mehrere, zumindest ein weiteres, zweites, Kind. Mein Mann jedoch nicht. Ich habe inzwischen kaum mehr Hoffnung, dass das sich bei ihm ändern wird. Er hat Angst. Angst überfordert zu sein und es nicht auf die Reihe zu bekommen. Ich sage, wir wachsen an unseren Aufgaben. Er meint, aber warum denn mehr Stress, alles sei doch super so. Ich bin aber nicht komplett glücklich, mir fehlt noch jemand in unserer Familie. Er spricht von einem Luxusproblem und uns ginge es zu gut als dass wir uns wegen sowas streiten müssten. Ich will zu einem Therapeuten, um vielleicht besser miteinander über dieses schwierige und in unserem Fall leider kontroverse Thema sprechen zu können und es aus unserem Alltag dann vielleicht auszuklammern. Er sagt, dann mach doch “deine” Termine. Klar, ich habe den Leidensdruck. Ich muss damit leben, dass dieser Wunsch wahrscheinlich unerfüllt bleiben wird. Nicht er! Natürlich müssen sich beide ein (weiteres) Kind wünschen. Rational ist das ganz klar. Das hilft mir nur leider kein Stück weiter! Was bringt es, wenn der Kopf das versteht, das Herz (und bestimmt auch Instinkt, Hormone, Vorstellungen von einem “perfekten” Familienleben usw) es aber anders sieht?? Nichts! Man dreht sich im Kreis. Mal geht es mir besser damit und dann (so wie jetzt) bricht es wieder über mich herein und es ist schlimmer wie die Male davor. Zeit und Aufgeben der Hoffnung scheinen die Situation noch schlechter zu machen… Ich weiß auch nicht mehr weiter. Wahrscheinlich gehe ich erstmal alleine zu einem Therapeuten und dann vielleicht doch noch wir zusammen. Schließlich muss zwar ich irgendwie damit klar kommen, dennoch ist es doch nicht mein alleiniges Problem! Eigentlich ja vor allem durch ihn verursacht… Weil er sich zu wenig zutraut und das ist Quatsch! Aber wie soll ich ihn davon überzeugen können, dass er es hinkriegen würde?!?

    Mich würde aber sehr interessieren, wie es bei euch so weitergeht / -ging. Z.B. “C.” Wie geht’s euch inzwischen?

    Viele liebe Grüße und euch allen alles Gute!

      Antworten
    • Ich habe das gleiche Problem.
      Es hat lange gedauert, bis ich endlich schwanger war (35J.). Es war so eine tolle Zeit, inzwischen habe ich einen wunderbaren kleinen 3-jährigen Jungen und es macht einfach Spaß.
      Klar ist es manchmal auch stressig und anstrengend, aber wenn der Kleine sagt „ich hab Mama soooo lieb“, dann macht das all den Stress wieder wett.
      Ich bin auch berufstätig.
      Ich habe mir auch schon immer mehrere Kinder gewünscht, habe selbst mehrere Geschwister und könnte es mir nicht anders vorstellen.
      Mein Mann hat auch eine ältere Schwester, mit der er sich nicht besonders gut versteht. Das ist immer sein Argument, warum man keine Geschwister brauche.
      Hauptsächlich meint er aber, ein zweites Kind wäre ihm zu anstrengend.
      Ich dachte, ich komme damit zurecht, obwohl ich es mir für meinen Sohn so sehr gewünscht hätte, ein kleines Geschwisterchen zu bekommen.
      In letzter Zeit werden aber viele im Freundes- und Familienkreis erneut schwanger und anstatt mich einfach nur für die anderen zu freuen, macht es mich immer unglücklicher.
      Ich kann an fast nichts anderes mehr denken und kämpfe ständig mit den Tränen.
      Bei jedem Gespräch mit meinem Mann kommt nur raus, dass es ihm leidtue, dass ich so denke und fühle. Und damit ist das Thema für ihn beendet.
      Weiß nicht, wie ich damit umgehen soll 🙁
      Habe sonst auch niemanden, mit dem ich drüber reden könnte.

        Antworten
  • Hallo,
    Auch mich würde es sehr interessieren, wie es dir/euch geht. Ich habe lange nach anderen Frauen gesucht, denen es ähnlich geht. Ich befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation und habe leider niemanden mit dem ich über meine Trauer sprechen kann. Alle meine Freundinnen und Frauen im Bekanntenkreis haben so vor einem Jahr ihr 2tes Kind bekommen. Obwohl diese Paare fix und fertig durch Schlafentzug sind, sind sie glücklich und sprechen verschmitzt über die Möglichkeit eines 3ten Kindes. Ich freue mich über dieses Glück und biete ihnen gerne eine Möglichkeit an, damit sie sich entspannen können. Dahinter steckt einerseits die Freude die ich im Umgang mit Kindern habe, anderseits die Angst dass es meinen Freundinnen so ergehen könnte, wie es mir und meinem Mann erging. Wir hatten nämlich ein sehr erschöpfendes erstes Jahr mit unserer Tochter, der dazu führte dass wir uns mit Vorwürfen Wunden zugeführt haben, die von Zeit zu Zeit wieder aufreißen. Unsere Tochter ist nun vier und gestern hatten sie eine Weihnachtsfeier. Ich war so stolz auf sie und während ich sie beobachte, wurde mir klar dass diesw wunderbare Zeit so schnell vergeht. Ich finde Kinder zu bekommen ist eine wunderbare, lebens bejahrende Entscheidung, etwas Einmaliges! All die Paare mit ihren Babies am Arm, die den großen Geschwistern zu sahen… Sie haben alle gemeinsam dieses Glück verspürt und den wahnsinn nochmal in Kauf genommen und bereuen es sicher nicht. Dabei war auch eine deutlich schwangere Nachbarin mit deren Sohn meine Tochter hin und wieder gespielt hatte. Sie hat mir damals verraten, dass sie und ihr Mann eigentlich trotz geplanten Wunschkind keine “Kinder Menschen” wären und es bei einem Kind belassen wollen. Und so wurde dieser schöne Abend für mich ein sehr trauriger Abend und heute fühle ich mich sehr traurig und undankbar. Ich fühle mich auch sehr dumm, denn ICH bin diejenige die gerade dabei ist, sich gegen ein 2tes Kind zu entscheiden. Und weil das eine Entscheidung ist die in mir reift, fühle ich mich noch trauriger und wütender als je zuvor. Zur Vorgeschichte: mein Mann und ich sind schon sehr lange ein Paar. Trotz unserer Schwierigkeiten in den letzten Jahren ist er der wichtigste Mensch in meinem leben. Er ist mein Freund und sein Wohlergehen ist mir genauso wichtig wie mein eigenes. Als ich mit meinem Studium anfing, war er in einer vielversprechenden phase seiner Karriere und er erhielt ein Stipendium im Ausland. Nach meinem Bachelorabschluss hab ich mein Studium abgebrochen und bin ich ihm gefolgt. Wir haben dort 5 Jahre verbracht. Ich fand dort erst nach langer Zeit Arbeit und seine Projekt verlief schlechter als angenommen. Diese Schwierigkeiten haben uns noch enger zusammen gebracht und wir hatten das Gefühl, dass wir zusammen aus jedem Unglück etwas wundervolles machen konnten. Wieder zurrück in unserem Heimatland setzte ich mein studium fort. Endlich fühlten wir uns sicher genug, um unserem Kinderwunsch nachzugehen. Das erste Jahr mit unserer Tochter war wirklich hart. Sie schlief nicht länger als 45 min am Stück, wir waren übermüdet und stritten viel. Weil wir uns so gut kannten warfen wir uns die schlimmsten Dinge an den Kopf. Ich war wirklich ein Hormon gesteuertes Biest und mein Mann musste erkennen, dass der weg bis zum ersehnten im-auto-mit-nachwuchs-schlafen Surfurlaub ein steiniger ist. Er hatte sich das glaub ich ganz anders vorgestellt. In den Wochen nach der Geburt war er doch wirklich verzweifelt, da er vor lauter Windel kaufen seinem Sport nicht mehr nachgehen konnte. Damals hab ich erkannt, dass er dazu tendiert dazu schwierige Dinge zu überspielen, er ist übertrieben positiv bis es ihn einholt. Nach wenigen Nächten im kinderzimmer bekam er Herzrhythmusstörungen. Von diesen Moment an besserte sich unser Umgang miteinander. Ich bat ihn nur mehr in Notfällen nachts zu übernehmen und versprach ihm, ihm den Rücken frei zu halten. Es stellte sich heraus, dass sein Herz gesund war, er aufgrund seiner Sportlichkeit in guten Zustand war und Veranlagung zu Rhythmusstörungen sehr verbreitet sind. Trotz all der Probleme, waren wir eine liebende Familie, die viele Dinge zusammen unternahm und lachte. Alles wurde wieder besser und stabilisierte sich. Unsere Tochter entwickelte sich prächtig und war ein Sonnenschein, schließlich schlief sie durch und wir begannen wieder miteinander zu sprechen. Mein Mann ging es besser, er verbrachte viel Zeit mit unserem Baby und ich glaube dass er so wirklich lernte sie wirklich als Person wahrzunehmen. Als unsere Tochter 1,5 Jahre alt war äußerte ich meinen Wunsch nach einem 2ten Kind. Wir hatten über eine konkrete Kinder Zahl gesprochen aber wir beide waren uns einig, dass es Erwartungen und Überfürsorglichkeit von Eltern and Einzelkinder ungesund ist. Mein Mann war als Einzelkind sehr unglücklich und ich empfinde das Chaos einer Familie mit mehreren Kindern als Glück. Seine ablehnende Reaktion traf mich hart. Ein hartes “nein, das schaffen wir nicht als Paar und ich hab Angst draufgehen. Irgendwann Mal wenn es günstiger ist können wir wieder drüber reden” und das war es dann. Ich verstand damals seine Angst um seine Gesundheit, es war ein Argument dem ich nicht beikommen konnte. Trotzem fühlte ich danach als Frau und Partner total abgewiesen. Ich hatte diesen innigen Wunsch danach ja zum leben zu sagen und leben zu erschaffen. Verhüteter Sex fühlte sich lange Zeit wie Verschwendung an. Ich bin nun am Ende meines Studiums, wir sind wieder ein wirkliches Paar und leben ein glückliches Leben mit unserer Tochter. Ich bin am Ende meines studiums und es ist kein Zuckerschlecken “quality time” mit meinen Liebsten zu haben. Die Branche verlangt vollen Einsatz. Teilzeit Jobs sind extrem unterbezahlte abstellgleise. Ich habe mein gesamtes Erwachsenen Leben in finanzieller Abhängigkeit von meine Mann verbracht und habe Schwierigkeiten mich ins Arbeitsleben zu gewöhnen. Ich mache etwas, dass Leute normalerweise in 20ern machen. Und die haben manchmal Probleme mit den Anforderungen. Ich war kurz vor dem Ausbrennen, habe aber meine Ansprüche an mich selbst heruntergeschraubt und es geht mir wieder besser. Vor einigen Monaten, hat mein Mann meinem Wunsch nach einem 2ten Kind zugestimmt. Es hat sofort geklappt aber leider hatte ich kurz darauf eine Fehlgeburt. Die Reaktion meines Mannes während es passierte (wir wahren in einem Flugzeug): er hat sich einen Pulsmesser gekauft. Ich weiß, dass frühe fehlgeburten häufig vorkommen aber ich muss mir eingestehen, dass ich meinen Körper sehr vernachlässigt habe. Ich habe mich wahnsinnig über diese Schwangerschaft gefreut und war sehr entspannt. aber jetzt denke ich, dass ich etwas nachholen muss. Ich möchte wieder Sport machen, in Ruhe essen (ich bin sehr dünn), die Zeit mit unser Tochter genießen, die letzte Hürde meines Studiums gelassen nehmen. Dann möchte ich einen Job finden, Fuß fassen und unabhängig werden. Den diese Unabhängigkeit ist für mich als auch meinen Mann belastent. Würde meinem Mann etwas passieren, ohne Abschluss und Arbeitserfahrung wäre ich nicht In der Lage finanziell unsere Tochter zu versorgen. Eine Schwangerschaft in ein paar Jahren bedeutet kein Geschwisterchen für sie sondern und ein weiteres Einzelkind und wenig Zeit um sie bei Schulantritt zu unterstützen. Abgesehen davon, dass ich beruflich tot wäre (Tatsache). Das sind meine Gedanken die ich oft nachts habe und daraufhin folgt oft unglaubliche wut. Ich glaube dass meine Gründe gegen ein 2tes Kind berechtigt sind und es zerreißt mich. Mittlerweile weiß ich, dass postnatale Depressionen haufig sind und viele Paare Schwierigkeiten haben. Viele Männer nehmen zu und schauen eine Zeit lang fertig aus. Aber ich kenne keinen einzigen Mann, der seine Entscheidung für ein weiteres Kind bereut hat oder gar einseitig die Diskussion beendet hat. Ich bewundere die stärke dieser Männer wirklich sehr. Ich bewundere diese Paare. Wenn ich mir fotos von damals anschaue, dann könnte ich heulen denn ich frag mich: wo war das problem? Wo habe ich versagt, dass mein Mann der Meinung war, ein weiteres Kind wäre sein Untergang? Ich war damals auch glücklich und ich weigere mich diese schmälerung durch ihn anzunehmen. Es ist wie eine Beleidigung, die ich anscheinend nicht vergessen kann. Ich liebe meinen Mann und möchte mit ihm alt werden. Aber in Nächten wie den gestrigen, an denen ich einfach nicht anders kann als es ihm vorzuwerfen, glaube ich, dass es wirklich schwer sein darüber hinweg zu kommen. Das war jetzt wirklich lange, aber es musst Mal raus.

      Antworten
  • Dezemberglöckchen

    Hallo Anonym,

    deine Situation hört sich auch total schwierig an. Es tut mir leid, dass du eine Fehlgeburt hättest! Aber das gibt es leider tatsächlich häufig… Von außen betrachtet klingt es für mich danach, dass wenn zweites Kind dann jetzt?!? Bzgl finanzieller Abhängigkeit gibt es auch z.B. Lebensversicherungen. Soll nicht hart rüberkommen, aber über solche Sachen muss man sich leider auch Gedanken machen, v.a. mit Kind(ern).

    Wir haben uns nun entschieden (d.h. ich und mein Mann will mir zuliebe mitmachen) zu einer Familienberatung zu gehen. Ich denke inzwischen, dass bei uns bzw ihm die Gründe tiefer liegen und Gespräche mit einem Profi da weiterhelfen können (und hoffentlich werden). Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für euch, um ein paar der Dinge die dich (und vielleicht auch ihn?!) noch immer umtreiben aufzuarbeiten?

    Männer hassen sowas meistens, aber manchmal kommt man alleine nicht weiter und dann muss man sich eben Hilfe holen bevor es zu spät ist und man irgendwann nur noch bereuen kann, es nicht anders gemacht zu haben… Und wenn es einem nur hilft mehr Klarheit zu bekommen.

    Alles Gute euch! Und uns … Und allen. Auf dass das neue Jahr(zehnt) allen mehr Freude und Zufriedenheit bringt!

      Antworten
  • Hallo. Ich hab den Beitrag vom 17.12 geschrieben. Im Dezember habe ich Gefühlt, dass eine Entscheidung her muss und war deswegen sehr aufgelöst. Der Beitrag war deswegen wohl nicht sehr nachvollziehbar, aber er hat mir geholfen meine Gedanken zu ordnen.
    Viele Frauen hier haben geschildert wie traurig sie sind weil ihr Partner nicht umstimmbar sind. Mein Fall ist ein bisschen anders, den mein Mann hat das 2te Kind, dass er ja schon wollte, 3 jahrelang hinausgeschoben bis es nicht mehr mit mir vereinbar war. Dieses intensive Verlangen und die Trauer die viele von euch beschreiben haben mich lange begleitet. Ich war sehr wütent weil ich gegen seine Entscheidung nicht ankam und mit ihm nicht reden konnte. Irgendwann wollte er ja dann doch ein 2tes Kind und wir habens auch einige Monaten probiert. Ich befinde mich jetzt aber in einer anderen Lebensphase – siehe oben (finanzielle Sicherheit ist nur ein Aspekt dezemberglöckchen. Es geht darum etwas fertig zu bringen – ewiges Studium vorbei, endlich Mal gescheit entlohnt zu werden für das was man arbeitet.) Darum die Entscheidung. Mein Mann ist schon ein bisschen traurig aber es geht uns beiden sehr gut. Das Posting war die Folge eines letzten schmerzhaften Kinderwunsch-Aufbegehrens. Wir haben danach intensiv darüber nachgedacht und gesprochen. Meine Bitterkeit über versäumte Chancen ist irgendwie vorbei. Unklarheit macht alles schlimmer als es ist und man verliert das wichtige aus den Augen – das was man schon hat. So wars jedenfalls bei mir..

      Antworten
  • Hallo, wenn ich das meinste lese spiegelt es meine Situation wieder. Ich zerbreche an dem Gedanken kein zweites Kind zu bekommen…. aber auch an dem Gedanken ihn zu verlassen. Ich liebe ihn und möchte nicht gehen, und ich möchte meinem Sohn auch nicht seinem Vater nehmen…. ich weiß einfach nicht weiter. Ich bin so sauer und enttäuscht von ihm und weiß einfach nicht wie ich das abstellen soll. Nur lange hält das unsere Beziehung nicht mehr aus… ich weiß einfach nicht weiter….

    Aber sag mir…. wie ist deine Geschichte ausgegangen? Oder habt ihr noch immer keine Lösung gefunden?

    Lg

      Antworten
  • Hier mal eine umgekehrte Geschichte. Nachdem ich innerhalb von 22 Monaten zwei Kinder geboren hatte, war es für mich die ersten zwei Jahre mit den beiden Kids extrem schwierig, mir vorzustellen, ein drittes Kind zu kriegen. Eigentlich wollten wir immer schon drei oder vier Kinder, aber für mich war jede Schwangerschaft ein riesen Kraftakt und auch die Zeit danach, mich körperlich zu erholen, das Stillen, die Geburten.. Ich war nie eine dieser Yogaschwangeren, die bis zur 39. Woche arbeiten, dann schnell spontan gebären, hernach problemlos sechs Monate stillen (und nebenbei noch Biogemüsebrei einkochen und Fotoalben kleben) und danach wieder im Office in ihren alten Klamotten auf der Matte stehen und von der Wassergeburt schwärmen.. Zwar wurde ich immer sofort schwanger und meine Kinder und ich waren gesund, aber eben – alles andere ein Riesenkrampf. Und dann die zwei kleinen Kids, mit so geringem Altersabstand, das war soo anstrengend. Ich habe oft abends vor lauter Erschöpfung nur noch geweint. Mein Mann allerdings hatte diesen Wunsch, sobald wie möglich ein drittes Kind zu kriegen (und war auch immer sehr involviert und präsent als Vater). Und ich hingegen hätte gern noch ein bisschen gewartet und war mir teilweise sogar überhaupt nicht mehr sicher, ob ich ein drittes noch schaffen würde, ich war körperlich und seelisch so erschöpft! Gleichzeitig spürte ich diesen Wunsch von meinem Mann sosehr, dass ich noch ein schlechteres Gewissen kriegte, obwohl ich sonst schon soviel von mir und meinem alten Leben aufgegeben hatte. Ich wusste nicht, ob ich irgendwann wieder zurück zur Arbeit sollte oder wollte – mit noch einem Kind mehr und noch länger zu Hause bleiben (Teilzeit bei mir wirklich absolut sinnlos, nach dem 1. Kind probiert, aufgehört) würde bedeuten, dass ich mich irgendwann wahrscheinlich beruflich komplett neu orientieren müsste, nach vielen Jahren “Hausfrau”. Auch waren wir eigentlich noch “jung” – ich war 29 und mein Mann 32 bei der ersten Schwangerschaft. Finanziell hatten und haben wir keine Probleme, zum Glück. Soweit die Ausgangslage: Er wollte, ich war unsicher, viele Diskussionen, ab und zu auch Streit.
    Was uns geholfen hat: Wir haben beide in vielen Gesprächen irgendwann herausgefunden, unter welchen Umständen wir uns vorstellen konnten, ein drittes Kind zu kriegen und den ursprünglichen Plan umzusetzen :-).. Ich habe irgendwann für mich gemerkt, dass es für mich ein kleineres Problem wäre, ein drittes Mal alles durchzumachen, wenn ich mehr Hilfe im Haushalt hätte und wenn ich wüsste, dass es für meinen Mann kein Problem wäre, wenn ich ein paar weitere Jahre nicht auswärts berufstätig bin bzw. dann irgendwann eine andere Herausforderung suche, wenn uns allen danach ist. Mein Mann hat herausgefunden, dass es ihm dies alles finanziell wert wäre (und ist), und somit hat sich eigentlich der ganze “Streit” aufgelöst und wir wurden (da waren die anderen zwei und vier Jahre alt) – wiederum schnell – ein drittes Mal schwanger, diesmal waren es dann aber grad Zwillinge :-). Natürlich war diese Schwangerschaft noch die grössere Katastrophe, aber wir haben es überlebt und sind, Gott sei Dank, alle gesund. Auch sind selbstverständlich vier Kinder anstrengender als zwei, aber nun als Mutter von vier und als Twin-Mom, ist es so, dass ich quasi nicht mehr irgendwelchen (wenn auch vielleicht nur eingebildeten) gesellschaftlichen Standards genügen muss. Jeder denkt automatisch, ich bin Superheromom und mir ist inzwischen wirklich egal, wer irgendwie etwas von mir “denken” könnte. Der Erziehungsstandard und Haushaltsstandard sinkt auch mit jedem Kind auf ein tieferes Level, ganz ehrlich.. 🙂 bzw. .. man wird entspannter und ist natürlich auch erfahrener. Und schneller! (“been there.. done that”). z.B. im packen für die Ferien oder Windeln wechseln ;-).
    Aber, grosses ABER: vom ersten zum zweiten war für mich wirklich, wirklich massiv anstrengender. Wenn ein Kind schläft, habt ihr Zeit für euch und eure Partnerschaft oder Freunde oder was auch immer. Wenn ihr zwei Kinder habt, ist eigentlich immer action, vor allem die ersten Jahre. Das schleckt keine Geiss weg. Es ist völlig crazy und es glaubt niemand, der nicht selber zwei kleine Kids hat. Auch nur wenn ihr denkt, das habe ich ja jetzt alles schon geschafft mit einem, also kann ich auch zwei: Njet, es ist anders! Weil: eben, keine Zeit für euch oder irgendwas anderes.
    Summa summarum: Ja, es ist mehr Arbeit, ja, es kostet mehr Geld, nein, ihr werdet nicht mehr die alten sein wie mit nur einem oder zwei Kindern.. Wiederum AAAABER: es lohnt sich trotzdem, WEIL: sie sind einfach zu süss :-)). Und das schreibe ich mitten im Homeschooling ohne Haushaltshilfe und ohne Grosselternhilfe.. Also es heisst was :-). Mehr Kinder sind einfach auch: mehr Freude und mehr Liebe.
    Alles wird gut! Einfach miteinander reden.

      Antworten
  • Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen. Ich bin fassungslos, wie viele mir aus der Seele schreiben.
    Unser Sohn ist 6 Jahre. Seit 4 Jahren spiele ich mit dem Gedanken ein zweites Kind zu wollen. Mein Mann ist 50 Jahre ich 38 Jahre. Mein Mann hatte mich so kennengelernt, dass ich immer zwei Kinder möchte. Ich habe selbst eine Schwester und liebe sie über alles. Mein Mann hat auch Geschwister nur da ist nicht so ein enges Verhältnis. Man sieht sich mal und gut ist.
    Es hieß immer erst mal nur ein Kind und ich sagte nein ich möchte dann noch ein Kind.
    Nun ist es so wenn dieses Thema auf dem Tisch kommt rennt er weg und will nix mehr davon hören.
    Er kümmert sich toll um unseren Sohn. Er meint, er ist zu alt dafür, aber was ist mit mir?? Ich sage ihm immer wieder, dass ich 12 Jahre jünger bin und anders ticke.Das scheint ihm nicht zu interessieren. Er geht dann einfach und lässt mich stehen. Manchmal denke ich, sieht er nicht wie ich leide? Ich habe es ihm schon oft gesagt, dass ich das Gefühl nicht einfach abschalten kann und leide, aber er sagt nichts dazu. So nach dem Motto dann müssen wir getrennte Wege gehen. Das möchte ich ja gar nicht. Ich liebe ihn ja. Keine Ahnung wo der Weg hinführen wird.

      Antworten
  • Ihr Lieben,

    Ich weine während ich diese Zeilen schreibe! Denn genau in dieser Situation befinde ich mich nun seit 1 Jahr (bei uns geht’s aber um Kind Nr3) 🙁 und auch ich erwäge ob ein “Unfall” nicht die beste Möglichkeit wäre! Und ja es ist scheiße und überhaupt nicht der richtige Weg, das weiß ich auch und deshalb zerbreche ich an der Situation! Aber welche Möglichkeiten habe ich? Ich bin 31 Jahre alt… wenn ich mich trenne, muss ich erstmal wieder einen vernünftigen Mann finden der sich eine Familie wünscht und eine auch “annimmt”, denn ich habe bereits 2 Kinder und diese stehen an erster Stelle! … dann bin ich was, Mitte/Ende 30 und gehöre schon zur Risikogruppe….
    Dann kommt auch noch hinzu, dass ich mein Mann wirklich liebe! Mich trennen bricht mir also auch das Herz… gebe ich meinen Wunsch auf, bin ich aber auch nicht glücklich…
    Ah ja, ganz ehrlich, wie oft passiert es, dass Männer irgendwann in der Midlifecrisis stecken, sich eine Jüngeren suchen und dann doch plötzlich wieder Vater werden wollen!
    Ja es ist unfair… so ist das Leben! :,( Es ist aber auch unfair, dass Männer noch einige Jahre haben, wir Frauen aber nicht! Der Zug fährt ab!
    Die Gründe von meinem Mann sind: überfordert sein (ja bin ich manchmal auch und? Jeder hat schlechte Tag….wobei die Kleinkindphase ja auch irgendwann vorbei ist), kein weiteres Zimmer (hätten wir doch, müssen nur umdisponieren), ah ja UND keine Luxusreisen mehr (Versteht mich nicht falsch ich liebe Reisen…aber .. Dafür soll ich mein Herzenswunsch aufgeben?) Für Materielles… ich glaube er kann sich aber auch null vorstellen wie sehr mich die Situation mitnimmt 🙁
    … und auch wenn ich nicht weiß, ob ich die Skrupel hätte es trotzdem zu tun… sag mir mein Herz ich müsste es! Denn im schlimmsten Fall, kommt die Trennung auf uns zu … und ganz ehrlich, wer versichert mir dann, dass wir uns nicht in 5 Jahren trennen, weil unsere Beziehung daran zerbrochen ist? Ich gebe dann mein Wunsch auf und habe dann weder mein 3. Kind noch meine intakte Familie!
    Heute kam das Gespräch wieder auf, er sagt „vllt in 10 Jahren“ und ganz ehrlich ich kam mir so verarscht vor! Soll ich mit 41 Jahren schwanger werden ?!…
    Mein Herz tut einfach so weh und ich weiß nicht wie ich aus diesem Loch glücklich rauskommen soll…

      Antworten
  • Ich habe nach Frauen gesucht, die eine Sehnsucht haben, wie ich, weil ich noch immer versuche klarzukommen… Ich bin mit meinem Mann eigentlich glücklich verheiratet, viele Jahre schon… da ist es, das eigentlich… er hat zwei tolle Kinder aus erster Ehe mitgebracht, sie leben auch bei uns, und sie sagen, sie haben zwei Mamas, aber ich wollte doch auch gerne noch ein leibliches Kind. Mein Mann hat seine Vasektomie rückgängig machen lassen, die er in der ersten Ehe gemacht hatte, weil er mit seiner Ex kein Kind mehr wollte. Für ihn war alles abgeschlossen. Für uns hat er es rückgängig gemacht. Dann hat es jahrelang nicht geklappt – und als es endlich klappte hatte ich einen missed abort. Ich habe dieses Kind alleine Zuhause geboren, mein Mann ist weggegangen, er konnte das alles nicht aushalten. Er dachte, ich sterbe. Und diese Angst hat ihn nie wieder losgelassen.
    Danach wurde es ganz furchtbar – er sagte mir drei Tage, nachdem ich unser totes Kind geboren hatte, dass er sich nun wieder sterilisieren lassen will. Und ich? Ich wollte doch nur ein HappyEnd. Wir haben uns monatelang darüber unterhalten, gestritten, geschwiegen. Dann hat er einen Termin beim Arzt gemacht. Bis heute weiß ich nicht, was er wirklich gemacht hat – den Termin vereinbart hat er für eine Vasektomie. Hinterher hat er behauptet, er habe Narbengewebe entfernen lassen, aber irgendwie fällt es mir sehr schwer, das zu glauben. Diese Zeit war ein Albtraum. Ich hatte meine Sachen schon gepackt – denn er hat im Alleingang über mich und meine Wünsche entschieden, aber er hat mir beteuert, dass er tatsächlich seine Meinung während des Termins geändert habe. Er will mich nicht verlieren – war es so? Oder erzählt er es, weil er nicht will, dass ich gehe, und gleichzeitig seinen Plan, dass er kein Kind mehr will, verfolgt? Ich kann seine Angst verstehen, auch das Gefühl, das mittlerweile da ist, nicht mehr von vorne beginnen zu wollen. Aber dieser Urwunsch – der geht nicht weg. Was ist, wenn wir uns irgendwann trennen? Dann habe ich keine Familie mehr, und kann vielleicht keine Kinder mehr bekommen, weil ich dann zu alt bin. Ich wünsche mir so sehr ein eigenes Kind. Ich fühle mich unvollständig. Aber er ist die Liebe meines Lebens. Wie sollte ich gehen und mit einem anderen Mann eine Familie gründen, wenn ich “den Neuen” nicht so lieben würde, wie er es verdient hätte? Egal, wie ich entscheide, am Ende, fürchte ich, wird die Bitterkeit bleiben…

      Antworten
    • @traurige Frau: Deine Geschichte ist berührt mich total, da ich in einer ähnlichen Situation stecke, allerdings habe ich noch keine erste Schwangerschaft erlebt. (siehe anderer Kommentar) Es muss furchtbar für euch beide gewesen sein. Ich kann euch beide sehr gut verstehen und ihr müsst euch auch wahnsinnig lieben, da ihr immer noch zueinander steht. Eigentlich ist es das, das worauf es wirklich ankommt. Ich will daran glauben, dass er den letzten Schritt nicht gegangen ist und wünsche mir sehr, dass euch noch ein Happy End bevorsteht. Ganz liebe Grüße und alles erdenklich Gute.

        Antworten
      • @amygdala

        Danke für deine liebe Antwort. Ja, das mit der Liebe wird so stimmen, auch wenn ich manchmal denke, es ist vielleicht eher Blödheit. Gestern hat mir mein Mann ausweichend geantwortet als ich ihn nochmal drauf ansprach, was bei ihm jetzt Sache ist…
        Ich wünsche dir auch ein HappyEnd und eine Lösung, mit der dein Herz glücklich ist und du nachts nicht mehr weinen musst.
        Liebe Grüße

          Antworten
  • Liebe Mama,
    Du schreibst mir aus der Seele. Der Text könnte von mir sein.
    Mein Mann und ich wahren uns Anfangs auch einig was die Familienplanung angeht. Aber noch bevor unsere Tochter (4 Jahre alt) 1 Jahe war, kam der Wunsch nach eine 2. Kind.
    Nur ist auch bei uns der wunsch einseitig. Mein Mann meint zwar, wenn es passiert, dann passiert es. Aber ich weiß wie man anständig verhütet und selbst wenn ich mal mehrere Pillen vergessen habe ist nichts passiert.
    Ich bin nicht unglücklich mit meinem Leben, aber auch nicht zu 100% glücklich. Ich fühle mich nicht vollständig. Aber für ein zweites Kind würde ich meine kleine Familie niemals auseinanderhalten reißen. Würde mir auch nichts bringen, da ich nur von meinem Mann ein 2. Kind möchte.

    Ich wünsche dir trotzdem alles gute und hoffe das sich für dich wenigstens der Wunsch doch noch erfüllt.

      Antworten
  • Als ich die Email von dir, Sarah, und viele Kommentare las, da dachte ich “ja, genauso ist es!” Genauso traurig und hoffnungslos und oft verzweifelt. Da ist der Partner, den man liebt, der ein toller Vater für das erste Kind ist und dem der eigne Kummer scheinbar egal ist. Da ist die Sehnsucht nach einem zweiten Kind, einem Geschwisterchen für das Erste, die einen manchmal schier zu erdrücken droht. Und da ist die Vernunft, die gewinnt, weil man das Glück der dreiköpfigen Familie nicht gefährden möchte. Aber da ist auch die Angst, dass die Beziehung dieses Belastung langfristig nicht aushält. Unsere Tochter ist gerade vier geworden, ich bin 37. Es stellte sich ziemlich direkt nach der Geburt heraus, dass mein Mann sich kein weiteres Kind vorstellen konnte. Ich hoffte (vergebens) er würde seine Meinung ändern. Wird der Kinderwunsch bei mir je verschwinden? Leider gibt es den Schalter “Kinderwunsch weg” nicht. Aber der Mensch ist nicht zum ewigen Verzweifeln gemacht. Ich merke die selbstheilungskräfte. Ich werde wieder froher und genieße mein Leben weitestgehend. Es hilft, dass im Umkreis die zweiten Kinder mittlerweile geboren sind und das Thema Schwangerschaft in den Hintergrund tritt. Außerdem wird unsere Tochter älter und wir gewinnen an Freiheiten. Der Gedanke “jetzt nochmal von vorne anzufangen” scheint immer weniger erstrebenswert. Trotzdem gibt es immer wieder Rückfälle, wo die Sehnsucht Überhand nimmt. Dann weine ich und lasse es raus, im Vertrauen, dass diese Phase vorüber geht. Wird unsere Partnerschaft diese Belastung aushalten? Ich weiß es nicht. Ich halte es meinem Mann im Stillen immernoch sehr oft vor, dass ich so einen großen Verlust auszuhalten habe – wegen ihm! Wenn unsere Beziehung halten soll, muss ich meinen Frieden machen. Auch dies ist ein langsamer und schwieriger Prozess. Ich weiß auf Verstandesebene, dass mein Mann mich sehr liebt. Dass er meinem Wunsch nicht nachgegeben hat bedeutet nicht, dass er mich nicht genug liebt. Er hat es sich nicht leicht gemacht und er weiß um meinem Kummer. Keiner von uns ist egoistisch, leider haben wir unterschiedliche Wünsche. Am Ende aber zählt das, was wir haben. Meinem Mann erschien das Risiko, dies zu verlieren (durch seine mögliche Überforderung) wenn wir ein zweites Kind bekommen höher, als dass die Familie an meiner unerfüllten Sehnsucht zerbricht. Wer kann entscheiden, was richtig ist oder gewesen wäre? Keiner hat etwas aus Egoismus oder böshaftigkeit getan. Ich bin eine Kämpferin, eine Frohnatur. Ich glaube an unsere vielen Gemeinsamkeiten, an unsere Liebe und an meine Stärke, die in dieser Krise ganz besonders gefordert ist. Es hat mir gut getan, die vielen Geschichten zu lesen. Geteiltes Leid ist ja irgendwie halbes Leid. Außerdem hoffe ich, durch meine Zeilen denen etwas Mut zuzusprechen, die sich im Prozess der Bewältigung in einer etwas früheren Phase befinden. Alles Gute.

      Antworten
  • Ein zweites Kind? Mein Mann will nicht mal das Erste bekommen… Dabei hat er mir immer beteuert, dass er ein Familienmensch sei und Kinder haben möchte. Wir haben letztes Jahr geheiratet nach etwa vier Jahren Beziehung. Und dann sollte der nächste lang ersehnte Schritt Folgen. Aufgrund eingeschränkter Fruchtbarkeit (wir sind beide im etwas fortgeschrittenen Alter) haben wir uns für eine Kinderwunschbehandlung entschieden. Diese sollte direkt nach unserem Urlaub vor ein paar Tagen los gehen… und dann kam die Panik und die Angst in ihm auf… er drehte buchstäblich durch, war häufig richtig gemein und unfair zu mir, und sprach von zu alt, zu unfähig, zu viel … Letztendlich hat er sich dagegen entschieden. Es wäre zu riskant und überfordernd für uns. Der Zug wäre abgefahren. Dabei haben wir noch nicht mal angefangen, noch nicht mal versucht. Dann hätte ich wenigstens meinen Frieden damit schließen können, denn wir hätten alles getan, was möglich ist. Ich verstehe ihn ja und es ist sein gutes Recht, sich gegen eine aufwendige und kostenintensive Behandlung zu entscheiden (wobei ich die finanzielle Last komplett übernehmen wollte). Aber… mein Lebenstraum, ein eigenes Kind im Arm zu halten, ist geplatzt. Die letzte mögliche Chance, schwanger zu werden, ist nicht wahrgenommen worden. Ich bin unendlich traurig, wütend und machtlos. Es ist unbeschreiblich schwer, zu akzeptieren, dass man nie Mutter werden kann. Er hingegen wirkt erleichtert und zufrieden mit dem was gerade ist. Ich wünsche ich könnte das… ihn nicht nur verstehen, sondern auch verzeihen, ihn wieder so lieben, wie vorher. Im Moment spielen meine Gefühle verrückt, ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie es weiter gehen soll…
    Ich weiß nicht, wie es ist, „nur“ ein Kind zu haben und sich ein weiteres sehnlichst wünschen. Es ist bestimmt verdammt schwer… ich weiß nur, ich wäre überglücklich gewesen, wenigstens ein eingenebelten gesundes Kind zu haben. Ich wünsche euch alles Gute.

      Antworten
  • Dezemberglöckchen

    Liebe Ksjuscha, liebe alle,

    ich denke, deinem Mann seine Entscheidung ist vielleicht nicht endgültig. Es sind schließlich nur ein paar Tage vorbei gegangen. Ich kann aber gut nachvollziehen, dass eine Kinderwunsch-Behandlung abschreckend wirken kann. Aber manchmal ist gar kein großes Problem da und es reichen kleine Hilfen, um schwanger zu werden. Dies würde ich ihm sagen. Ihr könnt doch den Termin wahrnehmen und erstmal anhören, wie euer Weg zu einem Kind aussehen würde?!

    Wie du merkst, kann ich gut argumentieren 😉 mein Mann hat seine Meinung zum zweiten Kind nach unserem Erstgespräch der Beratung geändert. Mir sind Millionen Steine vom Herzen gefallen! Der Berater hat ganz andere Fragen gestellt, wie ich. Dieser Blick von außen war sehr wichtig! Z.B. “wie geht es Ihnen in 5 / 10 Jahren, wenn Sie bei einem Kind bleiben? Wie geht es Ihrer Frau?” Und auch an mich. Und die Frage andersrum … Ich habe während der Beratung erzählt, dass ich mich nicht trennen würde wegen diesen Konflikts, aber weiß dass ich es immer bereuen würde und es ihm zumindest innerlich wahrscheinlich irgendwann vorwerfen würde. Habe auch über Fälle geredet, die hier beschrieben wurden z.B. mit der Trennung nach Jahrzehnten, die wohl (mit) auf diesen Konflikt zurückgeht. Entscheidend war aber wohl, dass ich mit meinem Mann weiter daran arbeiten wollte, weil musste, und er gemerkt hat, so leicht kommt er aus der Nummer nicht raus “Geh du alleine zum Psychologen und lass dir helfen”. Wahrscheinlich hat ihm das Beratungsgespräch auch soweit geholfen, dass er sich nicht die Blöße geben muss, vor mir “eingeknickt” zu sein, sondern etwas “von außen” kam. Wie auch immer. Ich habe keinen direkten Druck aufgebaut, was sicher wichtig war, sondern er kam von sich aus und schlug vor, nicht mehr zu verhüten. Das war richtig toll! … Dann kam Corona, wir haben erstmal ein bisschen abgewartet, dann aber doch losgelegt. Schließlich ist wegen seinem Zögern fast ein Jahr vergangen. Nicht dass ihr das falsch versteht: es war wichtig, dass auch er bereit war/ist. Vor allem jetzt bin ich dankbar, dass es nun beidseitig ist. Ich wurde nämlich schwanger und hatte dann eine Fehlgeburt in der 8. Woche. Das ist noch ganz frisch und ich bin sehr traurig. Habe aber dennoch ein gutes Gefühl, wenn ich an die Zukunft denke, da ich nicht nur hoffe, sondern (mir einbilde?!?) es zu wissen, dass nächstes Mal alles gut geht. Mein Mann ist mit im Boot, auch wenn das wieder mal gezeigt hat, was doch alles schief gehen kann… 😢

    So oder so hoffe ich, jede(r) von euch kann die Situation irgendwie lösen und dass das Jahr für alle besser weitergeht!

      Antworten
  • Ganz ganz schwieriges Thema. Dafür gibt es einfach keine Lösung – einer muss nachgeben. Ich bin einfach nur heilfroh, dass mein Mann und ich uns einig waren, dass es zwei werden sollen. Ich finde es sowieso ganz wichtig, dass man schon recht früh in der Beziehung über das Thema spricht: Was wünscht man sich, was kann man sich vorstellen. Natürlich kann sich die Meinung dann immer noch ändern, wenn man mit der Babyrealität konfrontiert wird – aber es fällt vielleicht nicht einer völlig aus den Wolken.

    Ganz subjektiv gesehen, kann ich persönlich in diesem Fall die Frau und ihren Schmerz unheimlich gut verstehen. Kinder brauchen Kinder und daher würde mir bei einem Kind auch immer etwas fehlen. Und das Argument, man könnte das zweite Kind nicht so stark lieben, ist natürlich Quark…

    Bei der Frage ob zwei oder drei kann ich persönlich als sehr freiheitsliebende Person, die keine “Babymama” ist und sich über die wachsende Selbständigkeit der Kinder freut, aber die Männer unheimlich gut verstehen, die kein Drittes mehr wollen. Drei ist einfach noch einmal eine andere Hausnummer. In diesen Fällen denke ich mir immer (wie gesagt rein subjektiv): Ihr habt doch zwei Kinder, der Mann möchte eben nicht mehr, da kann das eine Kind weniger doch nicht so unglücklich machen. Aber da steckt man wohl nicht drin.

    Wir haben im Freundeskreis zwei Paare, bei denen er kein drittes Kind mehr wollte, sie aber schon. In einem Fall hat er vor allem ehrlich Angst vor der Vorstellung gehabt, dass sie zum Beispiel ein krankes Kind bekommen könnten und sich das schöne, relativ sorgenfreie Leben mit ihren zweien zerstören würden. Das hat sie dann überzeugt. In dem anderen Fall, in dem die Lebensumstände eigentlich nicht ideal sind für ein drittes Kind (und der Altersabstand zu den zwei älteren mittlerweile recht groß ist), hat sie ihm völlig überraschend die Pistole auf die Brust gesetzt von wegen: “Sonst werde ich nie mehr glücklich.” Obwohl vorher nie die Rede davon war, dass sie sich drei Kinder wünscht und er sicher war, dass das Thema durch war. Er hat nachgegeben, völlig unglücklich, da er froh war, wieder ein entspannteres Familienleben mit neuen Möglichkeiten und geregelte Finanzen zu haben. Ich denke, das wird in stressigen oder finanziell schwierigen Momenten noch zu großen Problemen in der Beziehung führen. Ob es das wert ist?

      Antworten
    • Es ist schön, das ,, Problem,, auch aus Sicht des Partners zu sehen, der sich gegen das 2. Kind ausspricht.
      Ich bin/war in der gleichen Situation wie Sarah und viele ( vor allem Mütter) mit dem Wunsch nach einem 2. Kind. Unser Sohn wird bald 5 und mein Partner hat mir schon ziemlich rasch nach der Geburt nahe gelegt, dass er keine Kraft für ein 2. Kind habe.
      Damals und auch lange Zeit später war ich sehr traurig und auch wütend über seinen ,, Entscheid,,. Fast täglich grübelte ich über dieses Thema nach, denn ich wollte seit eh und je 2 Kinder.
      Ich bemerkte, dass ich langsam zu Grunde ging und immer unglücklicher wurde. Denn ich hatte immer wieder Hoffnung, dass mein Partner seine Haltung ändern würde, doch das tat er nicht. So fasste ich für mich den Entschluss, dass ich mit dem 2. Kind abschliessen werde, da ich mein Kind und Partner sehr liebe.
      Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, auch die Gründe meines Partners nochmals durch den Kopf gehen lassen. Ich fragte mich immer wieder: brauche ich dieses 2. Kind wirklich für mein Glück?
      Oder ist mein Glück nicht doch schon mit meiner kleinen Familie komplett?
      Mittlerweile bin ich meinem Partner für seinen offenen, ehrlichen Entscheid sehr dankbar. Denn ich finde, ein Kind soll immer von beiden Seiten willkommen sein.
      Ich bin stolz auf meine kleine Familie, freue mich, mein Sohn begleiten dürfen im Leben und mich richtig und ohne stetigen Hintergedanken ans 2. Kind auf ihn fokussieren zu können. Denn er soll nie das Gefühl haben, dass er für mich nicht ,, reicht,,.
      Leider sind Einzelkinder und dessen Eltern immer noch Vorurteilen ausgesetzt. Dabei können sich Einzelkinder genau so sozial entwickeln wie Gescheisterkinder. Es gibt kein richtig und falsch.
      Ich wünsche allen hier viel Kraft und dass sie ihren Weg finden.

        Antworten
  • Liebe Sarah, liebe Kommentatoren/innen
    Ich bin sehr froh, dass dieses Thema hier in dieser Geschichte veröffentlicht wurde. Denn so wie es anhand der vielen Kommentaren aussieht, ist es ein Thema, das viele Familien betrifft. Wir haben einen bald 5 Jährigen Sohn, für mich war seit eh und je klar, dass ich 2 Kinder möchte. Ein Einzelkind wollte ich nie.
    Nach der Geburt hatten mein Partner und ich viele Diskussionen und Uneinigkeiten. Mein Mann liebte unser Sohn seit Geburt abgöttisch, jedoch bekam er gesundheitliche Probleme und er konnte mich im Ganzen nicht mehr so stark unterstützen. Somit war für ihn schnell klar, dass er für ein 2. Kind keine Kraft mehr haben würde.
    Ich war lange Zeit sehr wütend auf ihn und auch traurig, mein Wunsch nach meiner ,,Traumfamilie,, ist zerplatzt. Dennoch gab ich die Hoffnung nicht auf, sprach das Thema immer und immer wieder an. Jedoch ohne Erfolg.
    Meine Gedanken kreisten bei mir nur noch um dieses Thema und ich wurde immer unglücklicher. Da ich mein Partner liebe und auch mein Sohn, wusste ich, dass eine Trennung für mich keine Option war. Somit fasste ich den Entschluss, mich von meinem Wunsch( dem 2. Kind) zu verabschieden. Ich fragte mich, ob ich das 2. Kind wirklich für mein Glück brauche , oder das eine Kind nicht doch reicht.
    Was wäre wenn das 2. Kind krank wäre, eine zusätzliche Herausforderung vor allem für meinen Partner.
    Langsam konnte ich loslassen. Es brauchte Zeit und klar, wenn jemand im Freundeskreis mit dem 2. schwanger wurde, schmerzte es mich für einen kurzen Moment. Ich bin sehr stolz auf meine kleine Familie und bin heute meinem Partner dankbar, dass er so ehrlich war und daran festhielt, da das 2. Kind für uns wahrscheinlich doch zuviel gewesen wäre.
    Ich finde, dass Einzelkinder immer noch mit Vorurteilen konfrontiert werden, obwohl diese sich genau so sozial entwickeln wie Geschwisterkinder. Es gibt kein richtig und falsch im Familienmodell. Es muss für die Familie stimmen. Ich wünsche allen viel Kraft, egal welchen Weg sie gehen.

      Antworten
  • Ich finde es unheimlich stark, gerade von der Vorschreiberin und den Frauen, die ihren Wunsch loslassen können oder müssen (aufgrund vom Alter etc.). Bei uns geht es ja um Nr. 3. Nach Nr. 1 wäre ich soweit gegangen, getrennte Wege zu gehen, wenn es in unserer Partnerschaft nicht geklappt hätte, so groß war mein Wunsch. Und ja, wie einige es schreiben, man kann es nur als “Urwunsch” oder sogar “Urtrieb” bezeichnen. Ganz ehrlich, ich habe mich früher oft gefragt, warum die Frauen früher 10 oder mehr Kinder gekriegt haben, das muss ja schrecklich gewesen sein…und bei den medizinischen Standards denke ich das noch immer. Aber ich verstehe, oder empfinde selbst, dass es doch einen starken Trieb bei anscheinend vielen (nicht allen!) Frauen für ein weiteres Kind, ein weiteres mal schwanger sein etc. gibt. Schon fast ein Instinkt. Männer funktionieren da natürlicherweise anders glaub ich. Ganz ursprünglich wurden Kinder ja auch eher im Stämmen/Gemeinschaften und nicht in Kleinfamilien gezeugt und groß gezogen, auch das hat damit zu tun, denke ich.
    Jedenfalls spüre ich jetzt, dass, obwohl zur Zeit mein Wunsch nach einem 3. Kind immens stark ist, ich wahrscheinlich auch darüber hinweg kommen könnte. Eher als bei Nr. 2, dessen Fehlen unvorstellbar gewesen wäre. Und ich bin mir zumindest ziemlich sicher, dass nach einem 3. Kind kein erneuter starker Kinderwunsch aufkommen würde. Nicht mehr so. 3 Wollte ich ja auch immer…nun gut, ich werde 34, ein paar Jahre habe ich vielleicht noch. Wer weiß, vielleicht lenkt er ja doch noch ein. Seine Freunde sind alle kinderlos bisher und vielleicht bringt Veränderung in deren Leben ja auch noch mal ein veränderte Sichtweise bei ihm.

      Antworten
  • Lass dich von deinen Mann bloß nicht runter ziehen. Er wird eine Weile brauchen bis er sich mit der neuen Situation angefreundet hat. Mein Mann ging auch erst auf Distanz, und freute sich nur so viel er sich freuen musste… Aber jetzt wo sie da ist und die Wochen und Monate vergehen, bekommen sie immer mehr Bindung zu einander… Und er kann ihrem Babylächeln nicht widerstehen…. Ich bin so froh dass ich unser zweites Kind bekommen habe.

      Antworten
  • Also ich finde die Textverfasserin sehr egoistisch.
    Du trittst dein Familienglück mit Füßen und das lese ich raus.
    Deine Tochter ist doch schon 5 Tage die Woche in der Kita, dass heißt den halben(?)/ganzen(?) Tag weg.
    Hast du wenigstens den Erziehungsurlaub voll in Anspruch genommen?
    Sorry aber Kita wäre für mich absolut keine Option, dass mein Kind die meiste Zeit von Erzieherinnen betreut wird.
    Die Kinder müssen schon früh genug loslassen.
    Wenn dein Kinderwunsch dich allerdings zerfrisst, so wie du es beschreibst, dann verlasse dein Mann und versuche dein Wunsch mit einem anderen Mann umzusetzen.
    Ganz sicher findet dein Mann auch eine neue Partnerin, die mit ihm und eurer Tochter durchs Leben schreiten möchte und der das auch ausreicht.
    Viel Glück!

      Antworten
  • Beim Lesen des Posts und der Kommentare hat es mir wirklich die Nackenhaare aufgestellt. Wieso ist der Wunsch der Frau mehr Wert als der des Mannes? Meinen Partner und mich trennen viele Jahre Altersunterschied. Wir sind seit fast 8 Jahren ein Paar und nun hat sich bei mir Mitte 30 ein Kinderwunsch eingestellt, obwohl er (verständlicherweise) mit diesem Thema aufgrund seines Alters schon lange abgeschlossen hatte. Unser Kompromiss ist, dass wir es darauf ankommen lassen aber ich die KOMPLETTE Verantwortung und Arbeit für das Kind übernehmen werde: Elternzeit nehmen, beruflich zurückstecken, sämtlich Kosten für den Nachwuchs tragen (wir sind nicht verheiratet), nachts Aufstehen, wickeln, Füttern, Arztbesuche, um Formalitäten kümmern wie Kindergeldbeantragung etc., mich um Kita oder Tagesmutter kümmern, frei nehmen wenn das Kind mal krank ist, Kochen, Einkaufen, auf abends Weggehen und Hobbys verzichten usw. Er will sein Leben nicht aufgeben und sich weiter mit seinen Kumpels treffen, beruflich nicht zurückstecken und weiterhin die Samstage im Thermalbad verbringen. Für mich war bzw. ist das ein guter Kompromiss. Es ist ja schließlich mein Wunsch ein Kind zu haben. Ich frage mich, ob andere Frauen hier ebenfalls bereit wären, sich wirklich KOMPLETT und ohne nennenswerte Hilfe des Mannes um das ausschließlich von ihnen gewollte Kind zu kümmern? Würden diese Frauen z.B. von ihrem eigenen Gehalt ein größeres Auto kaufen können, den Mann abends alleine weggehen lassen, ihn alleine in den Urlaub fahren lassen weil er keine Lust hat um 6 Uhr morgens von Kindergebrüll geweckt zu werden? Denkt mal drüber nach! Alles andere halte ich für egoistisch und inkonsequent. Alleine das sich mein Partner dazu entschieden hat, es zu versuchen mich zu schwängern empfinde ich als das größte Geschenk, das er mir machen kann.

      Antworten
  • Ich verstehe den Mann sehr gut. Es ist überhaupt nicht sicher, dass es einfach schön wird. Meine zweite Schwangerschaft war für mich sehr streng und mein Mann musste total viel übernehmen. Meine grosse Tochter musste auf vieles verzichten. Dann als es kam, mussten wir einen Neonatologieaufenthalt stemmen. Jetzt zuhause leidet meine Grosse unter Liebeskummer, weil sie uns nicht mehr alleine hat (der Wunsch nach dem Geschwisterchen ist verschwunden). Das Schreikind raubt uns allen den Schlaf und ich brauche meinen Mann in jeder Minute. Ach bin ich da froh, ist das zweite Kind sein Herzenswunsch. Für mich tönen viele Kommentare so, als wäre ein Kind kriegen und aufziehen einfacher als einen Welpen zu kaufen. Ich bin tief beeindruckt, dass es alleinerziehende Frauen gibt, die das alleine stemmen. Ich brauche ein Team und würde persönlich auf ein zweites Kind verzichten. Somit verstehe ich, dass man bei so viel intensiver und jahrelanger Arbeit nicht mitmachen will.

      Antworten
  • Hallo ihr Lieben, ich befinde mich in der gleichen Situation und würde mich auch sehr gerne mal mit ein paar von euch austauschen… Manchmal hilft es einem ja schon wenn man sich einfach mal verstanden fühlt. Gibt es hierzu mittlerweile eine “Gruppe”? Ich wünsche uns Allen, alles Liebe…

      Antworten
  • Meine Tante wollte auch zwei Kinder, es blieb bei einem. Sie hatten dann jeweils für einige Jahre ein „Gastkind“, das z.B. Probleme mit den Eltern hatte und etwas Abstand brauchte, später eine Studentin. Das fand ich eine sehr gute Lösung.

      Antworten
  • Ich bin ehrlich erschrocken, wieviele Frauen hier die Seite der Männer/Väter/Partner völlig ausser Acht lassen oder deren Argumente als nichtig, unwichtig oder gar minderwertig abtun. Es wühlt mich richtig auf, wie einseitig viele Sichtweisen hier sind – nicht alle selbstverständlich, aber die differenzierten Texte regen eben nicht so auf…

    So sehr es mir Leid tut, wenn jemand den tiefen Wunsch nach einem (weiteren) Kind in sich trägt und dieser nicht erfüllt wird: Es wird teilweise von Fairness und Gerechtigkeit geschrieben, wo nur egoistische und undifferenzierte Sätze folgen.
    Zum Beispiel “Kann man sich nicht mal ein bisschen anstrengen?”, “Er ist nur faul”, “Die Gründe von meinem Mann sind: überfordert sein – Dafür soll ich meinen Herzenswunsch aufgeben?” oder “Er ist soo stur/rückt keinen Zentimenter von seiner Position ab”, “Er hat dich nur aus Faulheit/Angst vor dem Ungewissen unglücklich gemacht” etc.

    Die Frauen hingegen schreiben die ganze Zeit “Es ist halt mein Herzenswunsch”, “Ich kann diesen Wunsch nicht abstellen” oder “Wenn ich meinen Wunsch nicht erfüllt bekomme, zerbreche ich”. BAAAM. Totschlag-“Argument”. Was bitte soll ein Mann denn darauf sagen? Das ist in meinen Augen eine halbe Nötigung, Diskussionen nicht mehr möglich. Dass viele Männer dann gar nichts mehr sagen, wundert mich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist es ja sein “Herzenswunsch”, nur ein (oder zwei oder wieviel auch immer) Kind/er zu haben? Er nennt es einfach anders? Vielleicht zerbricht ER daran (oder eure Beziehung..), wenn noch ein weiteres Kind kommt? Wieso gilt das Argument nicht, dass es ihm zuviel wird? Soll er erst ins Burnout rutschen, dass man ihm glaubt? Was ist so wahnsinnig verwerflich daran, auch noch neben den Kindern ein Leben planen zu wollen (Karriere, Ausbildung, ja auch Hobbies etc.), was mit vielen Kindern so nicht mehr möglich wäre? Nur weil es euer Lebensinhalt ist, mehrere Kinder zu bekommen, muss es ja nicht auch seiner sein – und trotzdem kann er ein Traummann sein? Wann wurde die Anzahl der gewünschten Kinder wichtiger für eure Beziehung als der Charakter des Partners? Wieso ist der, der klar und durch Argumente unterlegt “nein” sagt, egoistischer als die, die immer wieder streitet, um ihren Willen durchzusetzen? Warum gelten Wünsche “seit der Pubertät” mehr als etwas, was in der aktuellen Situation für einen viel mehr Sinn macht (man hat sich ja manchmal auch verändert seit der Pubertät..)?

    Diejenigen, die eine Therapie vorschlagen (was ich für sinnvoll erachte), schreiben oft, dass ER dann vielleicht mal von seiner Position abrückt, man SEINE Hintergründe betrachten und dann möglichst zerlegen kann, damit dann aber bitte letztlich der Wunsch erfüllt wird. Vielleicht sind es auch sehr viel mehr eigene Ängste davor, kein weiteres Kind zu bekommen, die es zu ergründen gilt? Ich habe den Eindruck, dass das für viele keine Option ist.

    Auch die Sätze wie “Meine Tochter hat 20min geweint, weil sie sich so sehr ein Geschwisterchen wünscht” – ja, Kinder weinen manchmal 20 Minuten, aber auch wenn sie sich ein Einhorn wünschen oder in Disneyland leben möchten oder jetzt sofort erwachsen sein wollen. Kinder werden verstehen, wenn es kein Geschwisterchen gibt, auch wenn es schmerzt. Die eignenen Wünsche und Erfahrungen als Einzel- oder Geschwisterkind werden meines Erachtens viel mehr auf die eigenen Kinder projiziert als einem bewusst ist. Es gibt oft genug medizinische Gründe, kein weiteres Kind bekommen zu können, da wird ja auch nicht haufenweise adoptiert, um den Geschwisterwunsch des 1. Kindes erfüllen zu können.

    Es ist wahnsinnig traurig, wieviele ihre aktuelle Beziehung und bestehende Familie aufgeben würden für diesen Wunsch, der ja in eine allfälligen neuen Beziehung noch lang nicht Realität wäre. Ist denn Patchwork die bessere Variante? Oder geht es nur um die reine Anzahl der Kinder? Was wird allenfalls in eine weitere Schwangerschaft/ein weiteres Kind projiziert, das wichtiger sein kann als Stabilität der jetzigen Familie? Muss man dem 1. Kind irgendwann mal erklären, dass man sich vom Papa getrennt hat und jetzt alleinerziehend ist, weil der eben kein weiteres Kind wollte, was jetzt zwar nicht geklappt hat, aber man hats zumindest versucht? Ich schreibe sarkastisch, aber mir scheint, vieles ist nicht zu Ende überlegt.

    Ich dachte immer, Kinderplanung sei eine Gemeinschaftssache, die nebst den persönlichen Wünschen durchaus mal abgewogen, hin und her diskutiert und dann zusammen entschieden werden sollte. Die Partnerschaft scheint mir hier oft das Mittel zum (Kinder-)Zweck und nicht um des Partners willen zu existieren, echt schade. Ich wünsche allen Klarheit – sowohl in Bezug auf den Kinderwunsch als auch alles, was dahinter steht. Versucht euch in die Situation eurer Partner zu versetzen und macht euch klar, was eure wirklichen Beweggründe sind – für Kinder, für oder gegen eine Partnerschaft, für eure jetzige oder für eine neue Familie. Ganz viel Liebe für euch alle! <3

      Antworten
    • Ich bin zwar keine Frau,
      aber diese Thema betrifft mich momentan selber ein wenig. So wie Sophia ihre Meinung dazu geäußert hat, muss ich mich dem selber anschließen.

      Ich hab selber ein leibliches Kind 12 und ein Stiefsohn 15 Jahre und beide sehe ich als meine Eigenen an und von meiner neue Partnerin sehe ich das eigene Kind genauso wie meine eigenen an. Das ist schon eine sehr große Herausforderung.
      Jeden Kind, so viel Liebe, Zuneigung, finanzielle Wünsche zu erfüllen. Meisten kommt dann die eigene Beziehung (Mann/Frau) zu kurz. Das kann es auch nicht sein, weil es auf lange Sicht eine Partnerschafft zerstören wird.

      Aber ich muss auch ehrlich sein. Das es für mich langsam reicht, ich bin vor 2 Jahre leider schon an einem Burnout erkrankt, weil ich mich um meine Ex-Frau und unsere beiden Kinder kümmern musste, Vollzeit Arbeiten usw…
      Das war nicht wirklich lustig. Ich kann mir nicht vorstellen, das einer von euch das Risiko tragen möchte und den Vater des Kindes zu verlieren, weil er an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall von euch gehen muss.

      Meine neue Partnerin hat ein eigens Kind das 3 Jahre alt ist und Sie wünscht sich auch noch unbedingt ein zweites Kind. Diese Argumente mit Sie wünscht sich ein Geschwisterchen, kann ich zwar nachvollziehen. Aber später suchen Sie sich eh ihren besten Freund und der ist meisten mehr Wert für einen als seine Schwester oder Bruder.

      Und in meinem Fall hätte aber das 3 Jährige Kind ja schon 2 Geschwister. Also so ganz kann ich es nicht nachvollziehen.
      Wo kommen denn eure wünsche her? Auch schon mal daran gedacht, das auch irgendwann die Frage kommen könnte vom Kind. Wenn ihr alles für euren Wunsch opfert. Das eurer erstes Kind, euch fragt: Mama reiche ich dir nicht?
      Des weiteren würdet ihr für euren Wunsch, das stabile Umfeld Zereisen und ist es wirklich so sinnvoll?

      Das wäre jetzt für mich die 2 Patchwork-Beziehung,
      so wie ich es hier lese, hab ich das Gefühl. Das nur euer Wunsch wichtiger ist als alles andere. Das kann es eigentlich nicht sein. Ein Kind groß zu ziehen und diesem Kind alle Möglichkeiten bieten zu können, wie bei einem einzelnen Kind ist viel schwieriger und anstrengender als man es sich am Anfang vorstellt. Ganz zu schweigen von der Verantwortung die man in sich selber trägt seelisch gesehen.

      Jedem sollte einem auch klar sein, die eigenen Kinder gehören einem nicht selbst, sondern man begleitet Sie so lange sie für sich selbst sorgen können. Danach ist trotzdem wieder auf sich gestellt und man sollte auch als Paar danach glücklich sein. Und nicht in ein tiefes Loch fallen, weil man seine tiefe Mutter/Vater rolle nicht mehr hat. Wenn die Kinder aus dem Haus ausgezogen sind.

      Das man seine Wünsche auf die eigene Kinder überträgt, finde ich sehr fragwürdig… Aber das ist ja anscheinend nicht so selten… wie ich dachte. Meine Ex-Frau hat es auch eine Zeitlang gemacht. Bis die Kinder größer wurden und man sich mehr mit ihnen auseinander setzen muss. Nach 12 Jahre bin ich, gesundheitlich erschöpft und bin mehr oder weniger alleinerziehender. Bin zwar glücklicher und gesundheitlich geht es mir auch wieder besser.
      Aber man sollte alles in Betracht ziehen. Vielleicht wollen eure Männer einfach kein 2 Kind, weil Sie damit überfordert wären, wenn euch Gesundheitlich was passieren würde und eurer Mann es alleine alles wuppen muss?

      Ich denke, wenn ihr es nicht mit eurem Männer vernünftig besprechen könnt, solltet ihr mal lieber zu einer Paartherapie gehen. Und das mal professional ausdiskutieren. Anstatt einem dem ein Kind unterjubeln, ist das letzte in meinen Augen und genauso ein großer Vertrauensbruch wie eine Affäre oder Seitensprung.

      Bevor man mit seinem Kind darüber redet sollte man lieber mit dem Partner darüber reden. Ob es überhaupt ein weiteres möchte, wenn nicht sollte man es dem eigenen Kind auch gar nicht kommunizieren.

      Ich wünsche euch allen trotzdem das ihre eure wünsche mehr oder weniger erfüllt bekommt.
      Das ihr damit glücklich und ein zu friedendes restlichen leben führen könnt.

      Ganz viel Liebe und Geduld für euch alle <3

        Antworten
    • Dezemberglöckchen

      Hallo Sophia,

      ich finde deine Antwort ziemlich undifferenziert, v.a. weil du hier alle (unter Vorbehalt) über einen Kamm scherst. Du scheinst dich nie in dieser Situation befunden zu haben und kannst du dich anscheinend auch nicht einfühlen. Klar, treffen manche falsche Entscheidungen oder haben nicht genug Verständnis für den Partner/in. Dennoch finde ich es nicht richtig so eine Schimpfrede abzulassen.

        Antworten
      • da liegt ja schon die krux der sache. das “einfühlen”. das gefühl, macht das ganze noch lange nicht richtig. sie schrieb doch klar im zitat, das die frauen hier schreiben “ich zerbreche daran” aber keine davon gleichzeitig in betracht zieht, das ihr mann daran zerbrechen könnte, wenn ihre seite durchgesetzt wird. rein aus mitleid oder mitgefühl, MUSS man verhalten anderer nicht gutheißen. ich sehe das genau wie so, der tenor hier in den kommentar, ist einseitiger egoismus auf emotionsbasis der das problem nur auf der anderen seite des ufers sieht. nicht alle aber der löwenanteil

          Antworten
  • Hallo an Alle
    Ich hab mich durch alle Kommentare gelesen und kann jeden einzelnen verstehen. Nicht verstehen kann ich, dass es einige gibt die ihrem Mann ein Kind “unterjubeln” oder ihrer Frau die Vasektomie verheimlichen. Über die Gründe dafür weiss ich nichts, aber ich frage mich ob man seinen Partner genug liebt, schätzt und ihm den nötigen Respekt entgegen bringt, wenn man solche Sachen im Alleingang macht – und damit hintergeht? Aber das ist ein anderes Thema.
    Für meinen Mann und mich war von Anfang an klar dass wir mind. 2 Kinder möchten. Diverse Umstände führten dazu dass ich erst mit 39 und nach mehreren Fehlgeburten, nur dank IVF im 2. Versuch schwanger wurde. Ich hatte eine wunderschöne entspannnte und glückliche SS. Die Geburt verlief nicht ganz wie geplant und endete mit einem Kaiserschnitt, dennoch war es ein wunderbares Erlebnis. Nach 8 Monaten sprachen wir darüber dass wir einen Termin in der KiWu machen. Ich wollte einen Termin vereinbaren und musste erstmal feststellen dass ich für einen 2. Versuch dann abstillen muss. Dafür war ich aber noch nicht bereit. Also verschob ich es etwas nach hinten, denn ich wollte nicht in einer Hau-Ruck Aktion abstillen, sondern meinem Sohn und mir die nötige Zeit geben. Ich sprach mit meinem Mann während dieser Zeit oft über das 2. Wunschkind. Über die Risiken, die Guten und weniger guten Momente. Über den grossen Wunsch, aber auch über die grosse Angst. Die Angst dass das Kind eventuell nicht gesund sein könnte. Ich war 40ig mein Mann 45ig. In der ersten SS liess ich eine Feindiagnostik machen die zum Glück die Gesundheit des Babys bestätigte. Aber jetzt waren wir ein Jahr älter. Was wenn nicht alles so gut lief. Was wenn das Baby nicht gesund war? Will ich unsere kleine, aber gesunde und glückliche Familie gefährden nur um diesen einen Wunsch durchzusetzen? War ich bereit dazu meinen Sohn – im schlimmsten Fall hinten anstehen zu lassen, weil sein Geschwisterkind die volle Aufmerksamkeit mehr als nur vorübergehend benötigt? Ich habe lange darüber nachgedacht. Mir immer wieder in Erinnerung gerufen dass wir ja eigentlich sehr dankbar für unseren Sohn sind. Dass wir mehr hatten als wir erwarten konnten. Nach ungefähr 3 Monaten und unzähligen schlaflosen Nächten, kam ich zum Schluss dass ich nicht bereit war dieses Risiko einzugehen.
    Das war vor 2 1/2 Jahren. Ganz weg ist der Wunsch nicht und jedesmal wenn wieder eine Frau im Freundes – oder Bekanntenkreis ein Baby erwartet, versetzt es meinem Herz einen kleinen Stich. Vielleicht wird es irgendwann weg gehen. Was aber nicht weggehen wird, ist die unendliche Dankbarkeit und Liebe für unsere kleine Familie. Und vielleicht ist es hilfreich wenn man sich ab und zu das anschaut was man hat, anstatt das was man nicht hat.
    Ich wünsche Allen hier, dass sie ihr Glück finden. Sich und dass was sie haben nicht aus den Augen verlieren. Alles Gute!

      Antworten
    • Was ich noch vergessen habe zu erwähnen war, dass ich das grosse Glück habe dass mein Mann bei jeder Entscheidung voll hinter mir stand und immer steht! Das macht natürlich alles einfacher und darum konnte ich mich wahrscheinlich auch so befreit mit der Entscheidung abfinden. Ich wünschte es wäre bei All jenen die vor diesen Problemen stehen, auch so. Alles liebe für euch Alle!

        Antworten
  • Mir geht es zur Zeit auch sehr schlecht wegen diesem Thema.
    Ich wäre auch an einem Austausch interessiert, da es in meinem Umfeld niemand nachvollziehen kann. Alle meinen nur, ich solle doch dankbar sein. Das bin ich ja, trotzdem ist der Wunsch nach einem weiteren Kind da.
    Ein Forum wäre toll!

      Antworten
  • Hallo zusammen

    Mir geht es genau gleich. Es geht bei uns um das 3. te Kind. Wir waren auch schon bei einem Familientherapeut, aber in dieser Sache gibt es keinen Kompromiss… wir sind seit 2 Jahren an der Diskussion dran. Die Zeit spielt logischerweise für ihn. Ich möchte das er es auch möchte. Der Wunsch ist ganz tief bei mir. Rundherum bekommen alle noch ein Drittes „eigentlich war das so nicht geplant“. Ja danke! Ich habe gute Tage aber auch sehr schlechte, der Wunsch macht mich traurig…. keiner versteht es. Man sollte doch glücklich sein….
    weiss nicht wie ich diesen Wunsch loswerde… für meinen Mann ist er „gegessen“. Ich möchte wieder ganz glücklich sein, ohne das mir etwas fehlt.

      Antworten
    • Hallo Hm,
      ich bin in einer ähnlichen Situation (denke über das 2. Kind nach, mein Mann möchte das eher nicht, aus vielen Gründen). Ich frage Dich jetzt mal ganz einfach ohne zu werten und auch aus Neugier: Was erhoffst du dich von diesem dritten Kind? Wieder das Gefühl, gebraucht zu werden? Mehr Freude/Liebe? Findest du, Familien die ein 3. kriegen, sind glücklicher? Ich stelle mir diese Fragen selbst.
      Gruß

        Antworten
      • Hallo Sofie
        Es kommt aus meinem Innern. Ich würde unseren beiden gerne ein Geschwister mehr ermöglichen. Wir waren drei und wir lieb (t)en es. Nein das gebraucht sein, möchte ich nicht kompensieren damit, sonst müssten wir ja alle 4 Jahre ein Kind kriegen. Es gibt mir immer wieder einen Stich wenn ich Schwangere sehe. Und dann fragen auch die Kinder wieso haben wir kein Geschwister mehr, – dass tut mir dann doppelt weh. Für mich war es immer klar, drei. Auch direkt nach der 2. ten Geburt. Aber da es zwei braucht, wird dies ein Wunsch bleiben. Mein Verstand möchte den Wunsch „abhaken“, aber das Herz steht im Weg…

          Antworten
  • Hallo ihr Lieben,

    ich schildere mal das aktuelle Problem meiner Partnerin aus meiner Sicht (Mann).
    Wir haben im Februar 2019 einen Sohn bekommen. Geplant war diese Schwangerschaft nicht. Passiert eban manchmal 😉
    Als meine Freundin damals nach ihrem Spätdienst nachhause kam und ich auf der Couch schon halb eingeschlafen war sagte sie so zu mir: Schatz, ich muss mit dir reden. Um Gotteswillen, was ist passiert? Ich bin Schwanger!
    Das war erstmal ein Schock, für uns beide. Sie wusste es schon 2 Tage bevor sie es mir erzählte.
    Nichts desto trotz verlief die Schwangerschaft eigentlich ganz wunderbar. Ich habe mich über jeden Frauenarzttermin gefreut und habe immer versucht dabei zu sein. Ich wollte einfach unser Kind sehen und wie es im Mutterleib immer mehr Gestallt annahm. Es war wirklich toll. Die Geburt verlief Reibunslos, natürlich hatte meine Freundin wahnsinnige schmerzen, für einen Mann wahrscheinlich nicht vorstellbar, jedenfalls waren wir 10Uhr im KH und 15 Uhr war der kurze da. Vor Freude kamen uns beiden die Tränen.
    Unser Sohn wird nun also nächsten Monat 2 Jahre.
    Ich glaube noch während der Geburt sagte meine Freundin, diese Schmerzen möchte ich nicht nochmal erleben, ich möchte kein zweites Kind.
    Diese Aussage hielt nicht sehr lange. Irgenwann fing Sie an, dass unser Baby iwann ein Geschwisterchen bekommt. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich das eigentlich nicht möchte. Bisher gab es immer wieder mal die Situation, dass jemand fragte: und? Kommt noch ein Baby? Meine Freundin natürlich, klar! Und ich: naja, eigentlich nicht.
    Nun ist unsere Situation so, dass wir seit 2018 einen Bauplatz suchen und den Traum etwas eigenes haben zu wollen verwirklichen wollen.
    Dieses JAhr könnte es nun endlich soweit sein. Der Grundriss, wie wir uns das Haus vorstellen steht soweit. Eingeplant sind 2 Kinderzimmer.
    Bisher hatte ich mir über ein zweites Kind, die Verantwortung, aber auch Einschränkungen, welche damit einziehen nicht nach gedacht. Bis ich vor wenigen Wochen ein Unterhaltung mit Bekannten hatte, welche eine Tochter im Alter unsere Sohnen haben. Die beiden sind mitte 30 und wollen kein 2 Kind.
    Ich selbst bin 37 und meine Freundin 25. Ich bin Einzelkind, meine Freundin hat 2 Geschwister. Vor 2 Tagen kam es dann dazu, dass ich ihr sagte, ich möchte def. kein 2 Kind.
    Für sie ist die Welt zusammen gebrochen.
    Ich habe einige Gründe kein 2 Kind zu wollen.
    Wir stehen davor ein sehr hohes finanzielles Risiko mit dem Hausbau ein zu gehen. In Zeiten wir der aktuellen, sieht man ganz klar, wie schnell man vor dem NICHTS stehen kann infolge von Jobverlust usw… .
    Als nächstes möchte ich weiterhin trotzdem die Vorzüge des Lebens genießen, Reisen, Hobbys usw… .
    Mit einem 2 Kind sehe ich Wünsche und Träume außer Reichweite, da ein 2 Kind, zu dem eh schon hohen wirtschaflichen Risiko des Hausbau, sehr viel Geld kostet.
    Unser Sohn ist auch sehr aktiv. Im Moment wahrscheinlich auch in einer Trotzphase. Gelegentlich kann man in manchen Sitiationen schon mal die Nerven verlieren. Das ist neben den Job schon echt anstregend, für uns beide!
    Es war schön diese Erfahrung mit allem was dazu gehört gemacht zu haben, ich möchte das auch aufkeinen Fall missen, aber ich muss es nicht nochmal haben.
    Von meiner Freundin die beste Freundin hat einen Sohn welcher ein 1/2 Jahr älter ist als unserer. Sie und ihr Partner wollten auch ein 2 Kind, nun sind es Zwillinge geworden. Das wäre für mich die absolute Horrorvorstellung. Und auch davor habe ich Angst. Und auch Angst, dass es bei einem 2 Kind zu iwelchen Komplikationen kommt, dass nicht alles so glatt läuft und das Kind Schäden davon trägt.
    Wir haben einen wundervollen Sohn, er ist kerngesund, ich/wir lieben ihn überalles.
    Kann das nicht reichen?
    Meine Freundin versteht mich nicht. Sie kann meine Gründe nicht verstehen.
    Ich liebe sie und mir tut es im Herzen weh sie so unglücklich zu sehen.
    Aber ich möchte auch micht nicht ungklücklich machen, ich bin der Überzeugung, dass es für uns besser ist nur ein Kind zu haben.

    Ich freue mich über Reaktionen und Kommentare.

      Antworten
    • Dezemberglöckchen

      Hallo Sven,

      es ist interessant, die “andere Seite” zu hören. Tatsächlich hört sich das etwas danach an, wie mein Mann argumentiert hatte. Er sagte, warum solle er “diese Erfahrung wiederholen”, sei zwar schön, aber in der Art wie kenn ich jetzt, brauch ich also nicht nochmal, kann ich abhaken. Ja, das versteht eine Frau mit Wunsch nach einem zweiten Kind tatsächlich nicht. Schließlich ist es bei und mit einem zweiten keine reine Wiederholung. Es ist anders! Es sind dann zwei da! Es ist ein weiteres Individuum. Die Liebe nimmt zu. Dinge, die man beim ersten anders gehandhabt hat und für schlecht befindet, kann man beim zweiten ändern. In der Zeit, in der man mit einem Kredit vom Haus am stärksten belastet ist, sind Kinder noch nicht teuer – das kommt erst später 😉

      Ich könnte noch ewig weiter schreiben. Aber es geht um dich und deine Freundin und Familie, also nur so viel: Sprecht miteinander, erklärt euch gegenseitig eure Gedanken und Gefühle, lasst euch Zeit und sucht euch, wenn ihr nicht weiterkommt einen Profi, mit dem ihr sprechen könnt, damit ihr damit klar kommen könnt.

      Alles Gute!

        Antworten
    • Ich sehe es genau so wie du. Frauen können scheinbar sehr oft nicht rational entscheiden bei diesem Thema. Meine Frau und ich stehen vor dem selben Dilemma. Meine Ausführung in Bezug auf Stress und Verzicht auf Freizeit kann sie nachvollziehen. Vor allem ist sie diejenige die mehr Zeit für sich braucht und ich muss zurück Stecken. Warum also ein zweites Kind? Das ich am Ende gar keine Zeit mehr für mich oder uns habe?

      Sie kann es nicht wahrhaben. Sie denkt, ich halte sie für eine schlechte Mutter. Nein ich halte uns einfach für zu umständlich und ängstlich im Umgang mit Kindern. Da hat ein zweites keinen Platz.

      Das Argument, ich will noch mal schwanger sein und ich will nicht dass sie alleine aufwächst sind für mich unverständlich. Sie wird irgendwann ihre Familie haben und das war’s. Und ein Kind zu bekommen um schwanger zu sein? Quatsch.

      Meine Meinung. Frauen können das Thema nicht rational betrachten.
      Da sollte mal geklärt werden warum man ein zweites Kind möchte und wie man sein eigenes Leben gern gestalten will. Freundschaften und Hobbys bleiben da neben der Ehe ganz schnell auf der Strecke.

        Antworten
  • Ich habe mich gerade durch die Kommentare hier geklickt und es berührt mich, wie viele Paare hier draussen offenbar mit dieser sehr schwierigen Thematik zu kämpfen haben. Ich selbst hab eine sehr ähnliche Geschichte wie Sara. Ich habe mir von Herzen (immer schon) ein zweites Kind gewünscht. Als es zwei Jahre nach der Geburt unserer Tochter zum Thema wurde, sagte mein Partner sehr bestimmt, dass für ihn ein zweites Kind nicht in Frage kommt. Da fing das Karussell an sich zu drehen. Zwei Jahre Diskussionen, Verzweiflung, Streit und Trauer bis wir nicht mehr konnten. Wir haben uns dann vor drei Jahren getrennt.
    Was mir hier in der Diskussion hier/ in den Kommentaren fehlt und mir sehr sehr wichtig erscheint ist, jede Geschichte ist doch individuell und anders. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch! Es ist legitim sich ein zweites (oder auch drittes) Kind zu wünschen und ja, es ist auch legitim kein weiteres Kind zu wollen. Wer in einer Beziehung “nachgeben” muss (denn ,wie schon oft erwähnt, gibt es ja in einem solchen Fall keinen Kompromiss) finde ich aber schwierig festzumachen. Ich bin auch der Meinung, dass niemand zu einem zweiten Kind gezwungen werden sollte. Das schadet wohl der Beziehung und dem Kind. Von jemandem zu verlangen, diesen Wunsch zu begraben und trotzdem weiterhin uneingeschränkt glücklich mit diesem*r Partner*in zu sein, erscheint mir genauso abwegig. In meinem Fall war klar, ich hätte verzichten müssen. Irgendwann war mir klar, ich hatte keine Chance meinen Partner noch zu überzeugen. Aber ich wusste für mich, damit werde ich nicht leben können, zumindest nicht mit ihm. Ich werde ihn nicht mehr gleich lieben und respektieren können. Ich war zu verletzt, ich fühlte mich unverstanden, gedemütigt und auch dominiert. Das hat sehr viel in mir zerstört. Ich muss aber auch betonen, dass das sehr viel mit der Art und Weise zu tun hatte, wie mein Partner auf meinen Wunsch reagiert hat und wie unsere Beziehung vorher war. Er hatte nie eine andere Reaktion auf meinen Wunsch nach einem zweiten Kind als Wut und Ablehnung. Er konnte nicht ein einziges Mal sagen, dass es ihm leid tut, dass er meinen Wunsch nicht teilt und er hatte kaum Verständnis für meine Trauer. Er konnte mir nie verständlich erklären, warum er so sehr kein Kind mehr will. Dazu kam, dass ich in unserer Beziehung schon oft auf Sachen verzichtet hatte, weil er nicht wollte. Das war zwar für mich jeweils okay und ich konnte damit umgehen, weil die Beziehung für mich unter dem Strich doch stimmte und ich ihn ja liebte und wusste, wie er halt so tickt, aber dass ich dann auch noch auf das zweite Kind verzichten sollte, war zu viel. Was ich sagen möchte, vielleicht wäre es anders gekommen, hätte er anders auf mich und meinen Wunsch reagieren können, vielleicht auch nicht. Aber Leute, hört doch auf so zu urteilen. Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden, was er im Leben will, womit er oder sie leben kann und womit nicht und zu was man bereit ist. wir leben nur einmal.
    Ich bin gegangen. Es hat mich unglaublich viel Mut gekostet und es war das schwerste und schmerzhafteste was ich je in meinem Leben getan habe bisher, aber es geht mir jetzt gut und unserer gemeinsamen Tochter auch. Bei all der Streiterei, die wir hatten, bekommen wir das mit dem Eltern seit weiterhin sehr gut hin und wir verstehen uns recht gut. Das war von Anfang an so und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe unterdessen einen neuen Partner und ich habe mit ihm eine weitere Tochter bekommen. Für mich war diese Entscheidung richtig. Für jemand anderes ist es eine andere. So oder so ist es keine leichte Entscheidung. Ich glaube man für diesen Fall keine Tipps und Ratschläge geben ausser, seit mutig und ehrlich mit euch selbst.

      Antworten
  • Falls sich jemand darüber austauschen möchte, ich habe eine Facebook Gruppe gegründet (Schattenkind) da ich selbst von diesem Thema betroffen bin und mir eine solche Gruppe gewünscht habe. Es sind leider noch nicht viele Mitglieder, aber jeder ist herzlich willkommen

      Antworten
  • Hey, auch mich hat der Austausch sehr berührt. Gibt es eine art Selbsthilfe Gruppe? Ich würde mich freuen, mit Frauen zu schreiben die gleiche Gefühle in sich tragen. Im Moment wackelt unsere Ehe sehr, da mein Wunsch ein zweites Kind zu bekommen sich in jeder Zelle äußert und ich den Gedanken nicht aus meinem Kopf bekomme. Es blockiert mich förmlich und langsam weiß ich nicht mehr weiter. Meine Familie möchte ich auch nicht kaputt machen.

      Antworten
  • Bei mir ist es leider genau so, er meint, er kann sich das jetzt nicht vorstellen. Aber in 5 oder 6 Jahren möchte ich auch nicht mehr mit 36. Wir haben auch ein bezauberndes Kind, 2 1/2 Jahre ein Mädchen, aber ich hätte auch gerne noch ein Baby. Ich hatte immer mal Spitzen gegeben, er meinte, dies würde ihn unter Druck setzen, und wenn das bei ihm ist, will er es gar nicht mehr. Ich habe gestern mit ihm geredet und bitterlich weinen müssen, selbst heute habe ich mit mir zu tun, dass ich nicht plötzlich los heule auf Arbeit. Ich mache sogar eine Weiterbildung, dass er dann nicht am Wochenende Mit 2 Kindern alleine wäre( Bin in der Pflege tätig und habe Schichten) .Es tut gut , zu wissen, daß es mehreren Frauen gibt, den es so geht.
    Ich weiß nicht, was ich machen soll, bin zutiefst verletzt, enttäuscht und traurig .

      Antworten
  • Auch ich stehe vor dem Dilemma. Letztes Jahr wurde mir von meinem Mann nur gesagt, wir sollen warten wie sich Corona entwickelt, dann kriegen wir ein zweites Kind. Jetzt sind wir beide geimpft und als ich ihn nun darauf ansprach kam nur. Nein! Ende der Diskussion. Kein Gespräch, kein Versuch irgendwie das Problem zu lösen… weitere Versuche endeten immer mit den Sätzen, ich wäre egoistisch. Er findet ein zweites Kind würde ihn bei der Ausübung seiner Hobbys und seiner Karriere nur behindern. Er will sich nicht beschränken müssen. Entweder ich füge mich dem oder dann halt Pech gehabt. Dass ich volle 3 Jahre auf meine eigene Rechnung zuhause bleiben würde und ihm seine blödes Klettern in dem Maße ermöglichen würde wie jetzt, ist ihm egal. Ganz zu schweigen von dem Vertrauen das echt hinüber ist.
    Und dann frage ich mich, was er die ganze Zeit gedacht hat, warum wir alle Babysachen aufheben? Weil ich die so hübsch finde oder was? Warum wurde ich immer vertröstet? Warum wurde mir nicht schon vor einem Jahr klar gesagt, was Sache ist?

      Antworten
  • Es macht mich sehr traurig zu lesen, wie viele Frauen darunter leiden, dass der Wunsch nach einem zweiten Kind unerfüllt bleibt. Und irgendwie tut es zugleich gut, zu wissen, man teilt dieses Schicksal, diese Traurigkeit mit anderen. Ich versuche seit Jahren zu akzeptieren, dass ich Einzelkindmama bleibe. Es gelingt mir nicht völlig. Ich liebe meine Tochter über alles, aber ich wollte sie nie als Einzelkind aufwachsen sehen. Mein Mann wird 50, ich bin 43, er fühlt sich zu alt für ein weiteres Kind. Wir reden seit 5 Jahren darüber, aber er sagte immer, er fühle sich zu alt. Ich habe es mit Argumenten versucht, es hat seine Meinung nicht geändert. Ich habe versucht, das Schöne daran zu sehen, mich ganz auf mein Kind konzentrieren zu können, genieße es auch, aber der Wunsch nach einem zweiten Kind bleibt. Und das obwohl ich mich inzwischen auch zu alt fühle, mir selbst der Wunsch angesichts meines Alters albern vorkommt, auch den Kind gegenüber, das ich herbeisehene und das es gar nicht gibt. Es bleibt eine Narbe im Herzen, die immer wieder aufbricht.

      Antworten
  • Du beschreibst zu 100%, wie ich auch empfinde. Vor mittlerweile fast 5 Jahren hat mir mein Mann sehr entschieden gesagt, dass er auf gar keinen Fall ein 2. Kind haben möchte. Das hat mich so getroffen, dass ich am Anfang noch nicht einmal mit ihm reden konnte. Mein ganzer Körper hat gestreikt und ich war wie in einem Schock Zustand. Er hat vorher schon Zweifel geäußert. Wir haben viele Stunden geredet und ich habe ihm zugehört. Er hat Angst davor einem 2. Kind nicht gerecht werden zu können, wollte wieder mehr Paarzeit, nicht wieder von vorne starten mit schlaflosen Nächten (die ich schon damals hauptsächlich alleine gewuppt habe). Auch die finanzielle Sicherheit durch weniger Kosten (auch langfristig gesehen) sind ihm wichtig. Keineswegs durch und durch falsche oder egoistische Gründe. Wir haben uns darauf geeinigt es zu versuchen. Er hatte allerdings Bedingungen: ich sollte in meinem neuen Job richtig Fuss fassen, eine größere Wohnung sollte her, Check-Up bei meiner Frauenärztin. Als wir unsere jetzige Wohnung besichtigt haben, war das zukünftige 2. Kind in unseren Gesprächen immer da: unser Kind hat das größte Zimmer der Wohnung bekommen, damit daraus ein Zimmer für 2 Kinder werden kann, wie stellen wir unser Bett, damit ein Beistell-Bettchen Platz hat…Und dann kam das entschiedene Nein. Selbst heute frage ich mich, warum ich nicht härter und entschiedener gekämpft habe. Ein Grund ist der Schutz unseres Kindes, der Erhalt unserer kleinen Familie. Trotzdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht traurig bi bin. Es gibt so viel, was mich triggert. Familien um mich rum, die über das 3. Kind nachdenken, die Kisten voller Baby-und Kindersachen im Keller, der Kinderwagen, in dem auch unser 2. Kind liegen sollte, meine Tage, mein Eisprung, das Weinen des Babys unserer Nachbarn über uns (natürlich deren 2. Kind). Ich erinnere mich noch nicht einmal gerne an meine (tolle) Schwangerschaft, weil ich jetzt weiß, dass es meine 1. und gleichzeitig letzte war. Unser Kind ist jetzt 7 Jahre und ich liebe es so sehr. Oft fühle ich mich undankbar für das, was ich habe. Er fragt immer mal wieder nach einem Geschwisterkind. Gott sei Dank nicht mehr so oft, wie noch vor Jahren. Fast alle seine Freunde sind grosse Brüder/Schwestern und das war schon im Kiga so. Er ist so toll mit kleinen Kindern. Natürlich weiß ich, dass das nicht der Dauerzustand zwischen Geschwistern ist. Unterschwellig bin ich ständig innerlich so sauer auf meinen Mann. Er ist ein wunderbarer Vater. Trotzdem hat er dafür gesorgt, dass ich so viel Traurigkeit in mir habe.

      Antworten
  • Meine Tochter wird bald 3 Jahre alt und mein Kinderwunsch für ein zweites Kind habe ich schon lange.
    Nur möchte mein Mann kein zweites Kind (keine Energie, Geduld) etc..
    Ich bin sehr unglücklich und es sieht nicht danach aus das er seine Meinung ändern wird.
    Für ihn ist das sozusagen abgeschlossen, aber ich kann meinen Wunsch nicht einfach loslassen und bin daher oft sehr sehr traurig

      Antworten
  • Fabia