Wutanfall im Kino? Bei “Just like our Parents” kann das passieren

(Wir verlosen Tickets! Infos ganz unten.)

Eigentlich hasse ich solche Filme. Filme, in denen man die Hauptfigur am liebsten anschreien würde. Nonstop.

Hör jetzt äntli uf, himmelarschundzwirn!

Drum schau ich keine Horrorfilme. Weil ich die Dummdrösel nicht leiden kann, die von einer gefährlichen Situation in die nächste tschalpen.

Aber Rosa ist keine Dummdröseline. Die Hauptfigur in “Just like our Parents” hat mich zwar auch wahnsinnig wütend gemacht. Aber eher deshalb, weil sie sich total verheddert hat in einer Situation, die viele Frauen kennen. Und drum find ich diesen Film doch nicht blöd, obwohl ich ständig reinschreien, Rosa an den zierlichen Schultern packen und mal so richtig durchschütteln wollte.

Ich schaff das nicht!

Das sagt Rosa ständig. Mal mit Worten, mal mit Gesten, mal mit Blicken. Was sie damit meint? Das Familienleben organisieren, einen Beruf ausüben, Kinder erziehen, eine Partnerschaft führen, Beziehungen pflegen. Alles unter einen Hut bringen – oder besser: es versuchen und daran scheitern.

(c) cineworx

In Rosas Fall kommt grad ordeli viel aufs Mal zusammen: Ein Mann, der beruflich sehr oft unterwegs und vielleicht auch untreu ist und wenig zum gemeinsamen Einkommen beiträgt. Eine Mutter mit einem dunklen Geheimnis. Ein unzuverlässiger Vater. Zwei Töchter mit Wünschen, Sorgen, Trotzanfällen. Ein Desaster im Job, den sie eigentlich sowieso nicht mag.

Das ist das, was ich am Film störend finde: die Überzeichnung. (Das ist wie bei Grey’s Anatomy, wo die Hauptfiguren schon drölftausend Flugzeugabstürze, Explosionen, Erdbeben und andere Katastrophen überstanden haben. Gut: Wer schaut Grey’s schon wegen der Begleit-Ereignisse…) Aber vielleicht kann jede Zuschauerin für sich etwas anderes rausnehmen, was sie grad gut kennt.

Ich fand die partnerschaftlichen Zoffs aussagekräftig, wo man gegenseitig aufrechnet, wer jetzt mehr aufgeben musste, seit die Kinder da sind. (Schaut euch im Trailer ihren Blick an, wenn er sich darüber beklagt, dass er nicht mehr so zum Tschutten kommt… #iloveit)

Kommt euch das auch bekannt vor?

Rosa powert also an allen Fronten, erhält nicht so wirklich Unterstützung von ihrem Umfeld und die Zuschauerin weiss: Das kann nicht gut kommen, es braucht Veränderungen. Und denkt vielleicht auch mal darüber nach, was sie in ihrem Leben so umarrangieren könnte, um wieder mehr bei sich zu sein. Zumindest ein bisschen.

Genau deshalb kann ich diesen Film weiterempfehlen: Weil er – in Kombination mit guter, teilweise fast poetisch anmutender Kameraführung und Vertonung, mit starken Bildern und Darstellern – wütend macht und dadurch anregt zum Innehalten und Nachdenken.

Just like our Parents. Ab 30. November 2017 in Deutschschweizer Kinos. (Westschweiz ab 7. Februar 2018). Weitere Infos hier.

!!! VERLOSUNG !!!

Cineworx stellt uns 5-mal 2 Freikarten für diesen Film zur Verfügung. Die Tickets können in jedem beliebigen Kino in der Schweiz und zu jedem gewünschten Zeitpunkt eingelöst werden.

Schreibt uns einfach bis am 29. November hier auf dem Blog oder auf unserer Facebook-Seite einen Kommentar, weshalb ihr die Freikarten unbedingt braucht. Die GewinnerInnen werden ausgelost.

Teilnahmebedingungen im Detail im Disclaimer
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2 Kommentare zu “Wutanfall im Kino? Bei “Just like our Parents” kann das passieren

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