Die grössten Irrtümer No. 2 – wenn Eltern auf die Welt kommen

Man lebt sein Leben, hat so seine Vorstellungen vom Elternsein. Dann wird man es und nein, es ist eben nicht ALLES anders, aber man selber verändert sich gewaltig.

Kinder kommen auf die Welt – und ihre Eltern gleich mit. Nachdem Anja und ich unsere eigenen Irrtümer gesammelt haben, sind von Euch eine ganze Menge dazu gekommen, und wir sind bereits auch wieder um Erfahrungen reicher.

“Früher dachten wir” und “heute wissen wir” – eine Sammlung an neu errungenen Weisheiten von Euch und von uns:

 

Früher: Immer einen Pariser im Portmonnée.

Heute: Immer ein Frozen-Pflästerli mit Elsa in der Hosentasche.

von Any Working Dad

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Früher: Dachte ich, ich sei ein ungeduldiger Mensch.

Heute: Kenne ich meine Tochter.

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Früher: Schrieb ich meinem Mann abends “Ich freue mich auf Dich 😍😍”.

Heute: Schreib ich ihm abends “Brötli, Bananen und Milch”.

von Ellen Girod von Chez Mama Poule

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Früher: Glaubte ich, man kann viele Trotzanfälle vorhersehen und vermeiden.

Heute: Kann ich viele Trotzanfälle vorhersehen und vermeiden. Aber dann regt sich das Kind halt einfach irrsinnig darüber auf, dass wir keine blauen Bananen haben.

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Früher: Dachte ich, wenn die Kids im Bett sind, hast du ja noch einen mega langen Abend für dich!

Heute: Wenn die Kids dann doch einmal im Bett sind, vielleicht sogar schlafen möchten, DANN fängt der Arbeitstag erst richtig an!

von Ramona

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Früher: Dachte ich, dass Konsequenz der Schlüssel zu allem ist.

Heute: Weiss ich, dass das stimmt und bin konsequent inkonsequent.

von Marta

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Kinder kommen auf die Welt, und die Eltern gleich mit https://www.anyworkingmom.com/frueherheute2
“Holy moly, was tun wir denn jetzt?” Eltern sein ist manchmal ein Drahtseilakt. (Bild: Unsplash)

Früher: Fragte ich mich: Können Leute mit Kinderwägen nicht abseits von Pendlerzeiten Zug fahren?!

Heute: Klar könnten wir! Es ist supereasy, den Tag exakt zu planen und einen bestimmten Zug zu erwischen. Wir könnten uns eigentlich auch eigene Zugwaggons basteln, aus angekauten Weggli und Rotz.

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Früher: “Also wir sind dann nicht so kompliziert wie andere.” 

Heute: Bewundere ich eben diese anderen.

von Nadine

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Früher: Ich werde eine total entspannte Schwangere.

Heute: Ich war eine total entspannte Schwangere. Ausser bei den 7’324 Gelegenheiten pro Tag, wo ich dachte: Was zwickt da? Ui, war das Fleisch vielleicht doch nicht so gut durch? Jesses, mir ist plötzlich nicht mehr übel, sind sonst noch Schwangerschaftssymptome weg? Was ist mit meinen Brüsten?! Und ich habe so ein ungutes Gefühl. War der Salat im Restaurant wohl wirklich frisch gewaschen? Und…

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Früher: Dachte ich, für die fünf Minuten auf dem Klo mache ich die Tür zu und lasse das Kind notfalls weinen.

Heute: “Nein, nicht am Papier ziehen! Nein, das WC-Bürsteli NICHT abschlecken! NICHT den Kübel ausräumen…”

von Ines

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Früher: Geht’s noch? Mit einem Kind, das gerade einen Tobsuchtsanfall hat, in den Bus einsteigen… Da wartet man doch, bis es vorbei ist! Kommt ja wieder ein Bus.

Heute: DIESEN. TERMIN. MUSS. ICH. SCHAFFEN. Egal wie. Und übrigens: Eure Blicke können mich nicht töten! HA!

von Simone

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Früher: Ich werde mal ein cooles Mami.

Heute: In Trainerhosen einkaufen. Abends immer zu müde zum Abschminken sein und morgens aussehen wie nach einer Sauftour inklusive Heulattacke und Kotzorgie. Sich keinen Deut mehr scheren, was andere über einen denken. Momoll, ich bin cool. Einfach anders als gedacht.

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Früher: “Eltern sein ist doch das Natürlichste auf der Welt, das kommt schon gut.”

Heute: Weiss ich, es ist ein Weg und darf etwas dauern, bis man sich in der neuen Rolle zurechtfindet.

von Nadine

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Kinder kommen auf die Welt, und die Eltern gleich mit https://www.anyworkingmom.com/frueherheute2
“Ach, wir verlassen uns dann auf unsere naturgegebenen Instinkte.” Ähä… (Bild: Unsplash)

Früher: Wääk! Diese Mamis, die sich von ihren Babys Halbzerkautes und Angegoifertes in den Mund schieben lassen!

Heute: Ist schon vorgekaut! Bin so müde, so erschöpft, muss ich wenigstens nicht mehr gut beissen…

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Früher: Dachte ich, ich werde meine Kids nie in typische Buebe- oder Meitlifarbe-Kleider stecken.

Heute: Praktisches bekomme ich am einfachsten und schnellsten in rosa oder blau.

von Doublemom

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Früher: ”In den ersten paar Monaten schläft das Baby sowieso nur!”

Heute: Ich habe das auch so erlebt. EINE der Zwillinge schlief immer, während die andere WACH war.

von Sibylle

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Früher: Sobald das Kind in den Kindergarten oder die Schule geht, kann man easy wieder mit Arbeiten beginnen…..

Heute: Sobald die Kinder in den Kindergarten oder die Schule gehen, wird es richtig kompliziert, und die Vereinbarkeit mit dem Beruf geht voll bachab…

von Sonja

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Früher: Dachte ich, mein Leben sei bunt.

Heute: Es geht noch viel bunter!

von Miriam

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Früher: Warum putzen die ihre TrippTrapps nur 1x die Woche?

Heute: Die sehen nach EINER Mahlzeit so aus!

von Sandra

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Früher: Dachte ich, mit älteren Kindern wird das Leben wieder leichter.

Heute: Weiss ich, dass ich erst Feierabend habe, wenn ICH MEINE Zimmertüre am Abend schliesse, und selbst das ist keine Garantie.

von Tina

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Früher: Beim zweiten Kind weiss man dann Bescheid.

Heute: Weiss ich: Die eine Hälfte ist anders/klappt nicht und die andere Hälfte… hab ich vergessen.

von Gabriela

Lust auf weitere Beispiele? Hier ist unsere erste Liste mit Irrtümern.

Ihr habt eigene Müsterli? Gerne in die Kommentare. Dafür auf dem Handy ganz nach unten scrollen!

Autorin

Andrea Jansen www.anyworkingmom.com

Andrea Jansen ist die Gründerin und Chefin von Any Working Mom. Sie reist gerne durch das Leben und um die Welt, versucht, weniger zu micromanagen und mehr zu schlafen. Sie ist Unternehmerin, Stiftungsrätin, Journalistin und Mutter von drei Kindern. Seit mindestens drei Jahren will sie ihre Website updaten und kommt nicht dazu – bis dahin findet man sie auf Insta als jansenontour.

 

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29 Kommentare zu “Die grössten Irrtümer No. 2 – wenn Eltern auf die Welt kommen

  • Ich habe so gelacht! Alles wahr!!
    Früher dachte ich – das kann doch nicht so schwer das Kinderzimmer ordentlich zu halten – abends aufräumen und gut ist. Heute bin ich froh wenn Sonntag Abend keine Lego mehr den Weg zum Schrank verminen….

    Aber ich habe gelernt dass ich mit viel weniger Schlaf auskomme als ich je dachte und dass ich unglaublich stark sein kann wenn es darauf ankommt!!

      Antworten
  • Früher dachte ich: Kinder im Elternbett? NEVER!
    Heute: bin ich einfach froh wenn ich ein paar Stunden am Stück schlafen kann. Egal wenn ein Kind in der Nacht unter unsre Bettdecke kriecht.

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  • Früher liefen mir Songs von irgendwelchen angesagten Indie-Bands nach, heute bestenfalls ‚Pyjamaparty‘ von den Schwiizergofe.

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  • Genau so ist es😂

    Früher dachte ich.. wow diese Spielplätze mit diesen cooolen Spieltürmen!! Da wird sich mein Kind mal stundenlang verweilen kônnen während ich ihm auf der Parkbank sitzend dabei seelig zusehen werde..

    jetzt weiss ich:Spieltürme lassen den Helikopter in mir erwachen! NEIN! Nicht über die Hängebrückeeee!!! Ich steh mit Helikopterarmen unter dem Turm und seh potenzielle Platzwunden und im worst case ein schädelhirntrauma.. nein..Spieltürme sind nicht soo cool.. die sind seeehr GEFÄHRLICH;-)

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  • Letzten Sommer erzähle ich meinem Cousin (36 Jahre alt, kinderlos), dass ich mit meinen 3 Kindern (2, 5 und 8) im Freibad war. Er fragt mich: was hast denn du gemacht, während die Kinder am baden waren? Ein Buch gelesen?😂

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  • Als Teilzeitmann habe ich mich schon auch auf Momente gefreut, an denen ich an meinen “freien” Tagen mit den Kindern auch mal etwas für mich machen kann, vor allem dann wenn die Kinder alleine spielen… hmmm

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  • Früher nervten mich Kinder im Restaurant welche überlaut waren und sich nicht eine Minute still halten konnten… wenn ich heute mit meinem Mann alleine essen gehe denke ich dabei nur so ahhh nicht meine Kinder, alles gut,entspann dich😂😂😂

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  • Früher dachte ich, wenn ich dann mal Mami und Hausfrau bin, zaubere ich jeden Tag drei supergesunde und foodblog-konform stylisch angerichtete Menus für meine Familie auf den Tisch.

    Heute kenne ich das Tankstellen-Lebensmittelsortiment auswendig.

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  • Ich fragte mich früher immer warum die Nachbarskinder sooo viele Spielsachen und Kleider haben/brauchen. Und heute wenn ich mal schoppen gehe, ist eine Tüte für mich (wenn’s hoch kommt) und die anderen 10 für die Kinder😂 so etwa:

    Ich brauche mal wieder Blusen ohne Stillflecken
    Ich brauch ne Jeans die passt
    Ich brauch Schuhe, nach der SS eine Nummer Grösser…. was kauf ich:

    5 niedliche Bodys, eine Baby-Strickjacke und oooh Leggins in 4 verschiedenen Pinktönen 😂

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  • Früher dachte ich: Während ich den Haushalt erledige spielen die Kinder ganz friedlich, das kann ja nicht so schwierig sein… Und ab und zu etwas Streit gehört dann halt auch dazu.
    Heute weiss ich: Irgendwer schreit immer! Und wenn mal ein paar Sekunden Ruhe herrscht dann rotiert es in meinem Hirn: Was mache ich als erstes? Den Tisch schnell putzen? Die Waschmaschine ausräumen? Nein, wenn ich jetzt in den Keller gehe suchen sie mich bestimmt gleich wieder… Oder riskiere es ich tatsächlich kurz in der Zeitung zu blättern oder eine E-Mail zu beantworten? 🙂

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  • Früher dachte ich ich gehe mit dem Kinderwagen joggen😂😂 Nur wollte Kind 1 nie in den Kinderwagen.

    Früher dachte ich meine Kinder schlafen irgendwann alleine ein…heute liege ich jeden Abend zuerst bei Kind 2 und dann bei Kind 1 im Bett und warte und warte…

    Früher dachte ich die Kinder übernachten mal bei den Grosseltern und wir machen ein Paar Wochenende…heute denke ich ein Abendessen bis 22.00 muss auch reichen☹️

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  • Früher dachte ich: MEIN Kind wird nie mit fleckigen Kleidern und Flicken auf den Hosenknien in der Öffentlichkeit erscheinen.
    Heute denke ich: verdammt, wieso gibt es schon wieder keine fleckenfreien Shirts mehr? Und wieso haben die letzte Woche gekauften Hosen schon wieder kaputte Knie?!
    Und: Och, den Grasfleck am Knie sieht man fast gar nicht, die kann das Kind heute noch mal anziehen.

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  • Früher dachte ich: Ja den Tisch schnell putzen und den Boden wischen geht doch ruckzuck, warum machen die das nicht einfach diese Eltern! Dieser Dreck würde mich stören.
    Heute weiss ich: Ja, geht schon ruckzuck, macht man einfach ungefähr 13 mal pro Tag, und heute mit drei Kindern lasse ich ca. 12 davon sein… Dreck, welcher Dreck? Wo? Hm?

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  • Früher dachte ich, Haare waschen und Rasieren ist ja wohl das normale Programm beim Duschen. Heute weiss ich: Das. Ist. Extra. Wellness. Programm.

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  • Haha, so treffend!

    Früher: Ich werde nie zu den Müttern gehören, die ihr Kind mit dem Handy ruhig stellen.

    Heute: Meine einjährige Tochter will mein Handy, sobald es in ihr Blickfeld gerät, und entwickelt dabei eine sonst ungewohnte Beharrlichkeit und Schlauheit, es in die Finger zu bekommen.

    Früher: Wieso kommen Eltern von Kleinkindern immer zu spät. Das kann doch nicht so schwierig sein, rechtzeitig loszufahren.

    Heute: So, Kind ist ausgeschlafen, gewickelt und gefüttert; diesmal schaffen wir es rechtzeitig. Beim Kind in Maxicosi schnallen: Ups, die Windeln sind nochmals gefüllt. Beim Auto: Ups, Wickeltasche/Nuggi/Brei/Spielzeug… vergessen, nochmals zurück

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  • Früher dache ich: Hääh???? SS? SSW? KiWa? KiWu? ES? Hääh????

    Heute nach langem KiWu weiss ich, ohne ES keine SS und spätestens bei SSW 20 den KiWa bestellen!

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  • Special Skills früher: Bier einschenken, ohne dass es überschäumt, oder so ähnlich
    Special Skills heute: exakt 260 ml Milch (ihr wisst schon: eine Schoppenflaschengrösse) ohne abmessen in die Pfanne giessen

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  • Früher dachte ich, wieso beantwortet diese Mutter diese lustige Warum-Frage ihrer Tochter nicht?
    Heute weiss ich: nach 77000 Warum-Fragen ist keine mehr lustig

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  • Früher dachte ich: Wääääk, Kinder, die am Tisch ihr Essen auf den Boden schmeissen! Das werde ich von Beginn an nicht tolerieren.
    Heute: Perfekt; was auf dem Boden lag, ist bereits abgekühlt und schletzfertig für Baby!

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