Ferien von der Familie: Wie man sich als Mutter eine Auszeit nimmt

Ich habe es gewagt. Habe die Tür hinter mir zugemacht und bin gegangen. In die Ferien. Alleine! Ohne meine drei Kinder und ohne meinen Mann. Und es waren die erholsamsten sechs Tage in meinem bisherigen Leben als Mutter.

Nach über sieben Jahren Mutterschaft, davon die letzten fünf als sogenannte Stay-at-Home-Mom, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als eine Auszeit von ebendiesem Muttersein. Einen kurzen Ausflug in mein früheres, kinderloses Leben. Ferien, die den Namen Ferien auch wirklich verdienen.

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So stelle ich mir Ferien vor: Ein Strand und ein Buch. Oder zwei. Oder drei. (Bild: Unsplash)

Denn, mal ehrlich: Wenn mein Mann Ferien macht, dann lässt er seinen Büroalltag weit hinter sich, denkt für ein paar Tage an komplett andere Dinge.

Wenn ich Ferien mache, dann nehme ich meinen Arbeitsalltag zu grossen Teilen mit.

Schleppe ihn bei der Abreise in riesigen, überfüllten Koffern hinter mir und schiebe ihn im Buggy vor mir her. Denke auch am idyllischsten Palmenstrand noch an die tägliche Grünzeug-Zufuhr für den Nachwuchs, die Einwirkzeit von Sonnencrème und den Aufenthaltsort von Lieblingsplüschtieren.

Natürlich ist es schön, in den Ferien Zeit mit der Familie zu verbringen, zusammen neue Orte zu entdecken, gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Keine Termine und keine Hektik. Und ja, Kochen fällt zumindest im Hotel weg. Putzen auch. Aber die Kinderbetreuung ist genau dieselbe, oft sogar noch intensiver. Kinder sind in den Ferien ja gerne mal übermüdet, überreizt, überdreht.

Trotzanfälle machen unter Palmen nicht unbedingt mehr Spass als daheim in der Migros. Klar, das tangiert auch meinen Mann, und die Last verteilt sich in den Ferien auf vier Schultern. Aber für ihn ist das wenigstens nicht Alltag.

Eine Auszeit vom Alltag, das will ich auch.

Denn der Alltag mit drei Kindern und ihren (teilweise besonderen) Bedürfnissen verträgt sich nicht mit meiner Vorstellung von wirklich erholsamen Ferien. Ich will meine eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Keine Verantwortung für irgendwen tragen ausser für mich selbst. Allein aufs Klo, in Ruhe duschen, warm essen. Ungestört ein Buch lesen. Oder noch besser zwei. Ausschlafen, durchschlafen, durchschnaufen. Und das alles unter Palmen. Denn das wiederum macht unter Palmen definitiv mehr Spass!

Zuerst ist es nur eine Träumerei. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Der Moment ist definitiv gekommen. Die Kinder sind 7, 4 und 2 – und damit nicht mehr so abhängig, wie in ihren ersten Lebensjahren. Sie würden gut eine Weile ohne mich auskommen. Und ich brauche dringend eine Auszeit. Ein Plan muss her, um die wilden Träume in die Tat umzusetzen.

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Einsamkeit – absolutes Kontrastprogramm zum chaotischen Alltag. (Bild: Sandra Trupo)

Erste Frage: Mit wem?

Ganz alleine? Mutterseelenalleine (im wahrsten Sinne des Wortes)? Das überlege ich mir lange. Die Einsamkeit – das absolute Kontrastprogramm zu meinem sonst so lauten, chaotischen Alltag – reizt mich sehr. Aber die Vorstellung, immer alleine essen zu müssen, womöglich inmitten von verliebten Pärchen, finde ich dann doch irgendwie trist.

Also nehme ich eine meiner langjährigsten Primarschul-Freundinnen mit, die – Achtung, wichtig! – keine Kinder hat. Schliesslich will ich während meiner kinderlosen Auszeit nicht über Magen-Darm-Viren, das Schulsystem oder Peppa Pig diskutieren. Und ich sage ihr von Anfang an, dass sie nur mitkommen darf, wenn sie generell nicht den ganzen Tag reden will. Oder Party machen. Oder shoppen. Oder joggen. Denn ich will einfach nur meine Ruhe geniessen und entspannen. Sie ist zum Glück einverstanden.

Zweite Frage: Wohin?

Bei der Wahl der Destination ist mir vor allem eines wichtig: kurze Wege. Einerseits eine kurze Anreise: Es beruhigt das Gewissen, dass man im aller-äussersten Notfall schnell zu Hause wäre. Andererseits auch kurze Wege vor Ort; vom Bahnhof oder Flughafen zum Hotel, vom Hotel zum Strand, vom Strand zu Restaurants. Die kostbare Zeit will ich nicht mit langen Transfers vergeuden.

Zuerst suche ich nach einem Airbnb. Den Kühlschrank mit Junk Food füllen, vor dem Fernseher essen, Kleider wild herumliegen lassen. Reizvolle Überlegungen, allerdings fiele dann auch Haushalt an. Einkaufen, Kochen, Abwaschen. Also doch lieber ein Hotel mit etwas mehr Service. Aber ein ruhiges, auf keinen Fall ein Familienhotel.

Die Lösung: Adults-only-Hotel. Nicht um Sandburgen rumbalancieren müssen. Kein Ausrutschen auf schlabbrigen Pommes am Hotel-Buffet. Keine wild spritzenden Kids im Pool. Davon habe ich zu Hause genug.

Dritte Frage: Wann?

Mein Tipp: Nicht in den Schulferien, sondern in einer ganz normalen Alltagswoche. Denn der Alltag ist es ja, dem man entkommen möchte. Und: Reisen ist in der Nebensaison in der Regel günstiger.

Vierte Frage: Und wer schaut auf die Kinder???

Diese Frage wird gern auch von Aussenstehenden gestellt, mit mindestens drei Ausrufezeichen, in leicht entrüstetem Tonfall. Schnell könnte man sich da als Rabenmutter fühlen.

Für mich ist von Anfang an klar, dass der Auserwählte mein Mann sein soll. So können die Kinder während meiner Auszeit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und ihr Alltag läuft relativ normal weiter. Das erleichtert ihnen die Trennung – und mir die Rückkehr (Stichwort: „Aber bei Oma darf ich das.“). Auch der Organisations- und Koordinationsaufwand im Vorfeld ist für mich bedeutend geringer.

Denn nein, ich schreibe ihm für die Zeit meiner Abwesenheit keine meterlange Anleitung, was wann wie zu tun ist. Das würde ich auch jeder anderen Mutter raten, die sich eine Auszeit gönnt: Nur das Allernötigste vorbereiten. Allen mitteilen, dass in dieser Woche der Vater zuständig ist. Nummern weiterleiten. Mental Load abgeben. Vertrauen.

Mit diesem Rollentausch schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Während ich unter Palmen relaxe, bekommt mein Mann zu Hause mal das ganze Ausmass an Alltagswahnsinn hautnah zu spüren. Von den allmorgendlichen Entscheidungsschwierigkeiten bei der Müesli-Auswahl über Ufzgi-Gejammer bis hin zum Kinderarzt-Wartezimmer-Bespassungs-Marathon.

Und nein, ich meine das gar nicht schadenfreudig. Höchstens ein ganz kleines bitzeli.

 „Oh, du hast aber einen tollen Mann!“

Der Mann erntet dafür natürlich viel Bewunderung – vor allem von Frauen. Und unzählige Hilfsangebote. Seine eigene Mutter bietet an, während meiner Auszeit bei uns zu übernachten oder zumindest Tag und Nacht auf Abruf bereit zu sein. Was mich wiederum etwas neidisch zurücklässt.

Wenn er auf einer seiner regelmässigen Geschäftsreisen ist, fragt schliesslich auch niemand, ob ich denn das auch wirklich ohne ihn schaffe. Und niemand beglückwünscht ihn zu seiner „tollen Frau“, wenn er alleine in Urlaub fährt.

Packen ist ein Kinderspiel, wenn man nicht an Kinder(spiel)zeug denken muss.

Während die Organisation meiner Auszeit mich einiges an Zeit und Nerven gekostet hat, ist das Packen dann innert Minuten erledigt. Etwas länger beschäftigt mich die Frage, was ums Himmels willen ich bloss alles vergessen habe. Ist es wirklich möglich, sechs Tage zu verreisen mit weniger Gepäck als für einen dreistündigen Badi-Ausflug?

Der Abschied fällt mir nicht leicht. Noch nie war ich so lange von meinen Kindern getrennt. Vom Jüngsten überhaupt noch nie länger als eine Nacht. Aber kaum zur Türe raus, kann ich ihn riechen, den Duft der Freiheit. Es ist, als ob mit dem Zufallen der Haustür eine Last von mir abfällt. Die Vorfreude wächst ins Unermessliche.

Einmal Freiheit und zurück.

Und dann bin ich wirklich da, am Ziel meiner Träume. Und mache: NICHTS. Oder zumindest fast nichts. Danach hatte ich mich jahrelang gesehnt. Nach dieser Ruhe. Dieser vielen Zeit. Und vor allem danach, für einmal auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Me, myself and I – Luxus pur.

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So geht Auszeit: einfach mal nichts tun. (Bild: Unsplash)

Viel zu schnell sind die sechs Tage Auszeit vorbei. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich am liebsten noch länger geblieben wäre. Meine Kinder habe ich nicht vermisst, obwohl mir das alle prophezeit hatten. Ich wusste sie ja bei meinem Mann in guten Händen.

Apropos Mann: Ich war eigentlich der festen Überzeugung, dass der sich nach dieser Woche auf seine Rückkehr in den Büroalltag freuen würde. Dass er mich in Zukunft zutiefst bewundern würde. Doch da habe ich mich getäuscht. Er hat während meiner Auszeit zwar realisiert, dass die alleinige Nonstop-Verantwortung für Kinder und Haushalt kein Klacks ist, aber „so streng war das nun auch wieder nicht“.

Zuerst schlucke ich leer. Dann denke ich: Umso besser, dann steht ja einer Wiederholung meiner kinderlosen Ferien nichts im Wege.

Würde ich es wieder tun? Ja. Sofort. Jederzeit. Unbedingt.

Ich kann nicht behaupten, dass die Erholung sehr lange angehalten hat. Viel zu schnell war ich zurück im Alltagstrott. Aber trotzdem hat sich die Auszeit von der Familie mehr als gelohnt. Einfach um dieser Woche selbst willen. Und ein bisschen auch, weil mein Mann seither weiss, dass die T-Shirts unseres Jüngsten im zweitobersten Schrankfach ganz links liegen.

Habt ihr euch auch schon eine Auszeit ohne eure Familie gegönnt? Oder würdet ihr gerne? Zum Kommentieren bitte ganz nach unten scrollen.

Autorin

Sandra T. für Anyworkingmom.comAls freie Journalistin schreibt Sandra Trupo-Kuhn (Jg. 1984) über all das, wofür ihr Herz schlägt, vom Muttersein über Inklusion bis zum Regionalfussball – am liebsten mitten in der Nacht. Sie lebt als “Huhn im Korb” mit ihrem Mann, drei Söhnen (geboren 2012, 2014 und 2017) und einem Kater im Zürcher Unterland, schwankt täglich zwischen Chaos und Perfektionismus und ist immer für absurde Abenteuer zu haben.

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18 Kommentare zu “Ferien von der Familie: Wie man sich als Mutter eine Auszeit nimmt

  • Liebe sandra. Dein Beitrag trifft mich mitten ins herz, vielen Dank für deine worte. Und dein mut alleine Ferien zu machen. Macht als stay-at-home mum echt lust zum nachmachen. Ich und mein mann sind gedanklich noch nicht so weit… mein Körper kann es aber kaum erwarten Ferien zu machen:-)

      Antworten
    • Liebe Claudia,
      Danke für deine Worte. Ich wünsche dir jetzt schon ganz viel Spass und Erholung beim Nachmachen – dann, wenn ihr dann so weit seid.

        Antworten
  • Die Auszeit mag ich ihr von Herzen gönnen. Und offensichtlich unterstützt das auch der Partner gerne, der ihr in dieser Zeit den Rücken freihält und eine seiner 4-5 Wochen (Familien-)Ferien hergibt. Manchmal braucht es einfach mal so eine Pause.
    Unnötig finde ich hingegen die Seitenhiebe an die Adresse des Partners. Es ist ja kein Rollentausch, sondern er übernimmt ihre Aufgabe, während sie Ferien geniesst. Und er schafft diesen “Alltagswahnsinn” offenbar doch relativ entspannt. Vielleicht wäre ja mal ein richtiger Rollentausch nötig?

      Antworten
    • Lieber Andi,
      Danke für deinen Kommentar. Du hast recht, es war nur ein einseitiger Rollentausch. Allerdings ist mir die „100%-Arbeiten-Rolle“ ja nicht gänzlich unbekannt, wohingegen mein Mann zum ersten Mal sechs Tage zu 100% alleine für Kinder und Haushalt zuständig war. Und dieser Perspektivenwechsel hat ihm schon nochmals eine ganz neue Sicht auf die Herausforderungen (und auch auf die schönen Seiten) dieser Rolle gegeben.
      Und ja, ich bekam eine knappe Woche Ferien, während mein Mann eine seiner Ferienwochen „verlor“ – wobei er ja auch eine Woche Pause von seinem normalen Arbeitsalltag hatte. Stellt sich jetzt halt die Frage, wie erholsam das war…
      Was empfindest du als Seitenhiebe?

        Antworten
      • Liebe Sandra. 100% arbeiten und dann nach Hause kommen, und gleich wieder eingespannt sein ist aber auch nicht vergleichbar mit dem Junggesellenleben. Ansonsten frage ich mich einfach, ob die Abschnitte über den Mann nötig sind. Aber gut, vielleicht will er jetzt ja definitiv tauschen.

          Antworten
        • Lieber Andi
          Ich finde die Abschnitte über meinen Mann wichtig; ohne ihn wäre diese Auszeit schliesslich gar nie möglich gewesen. Und gerade die Reaktionen unseres Umfelds – von bewundernd bis helfen-wollend – finde ich erwähnenswert. Aber auch wie er selbst diese sechs Tage erlebt hat.
          Ist übrigens alles mit ihm abgesprochen und er empfand nichts davon als Seitenhieb. Und: Er will definitiv nicht tauschen 🙂 So einfach wäre das wohl auch nicht zu bewerkstelligen.
          Aber erzähl doch von dir und deiner Situation. Würdest du denn gerne die Rolle tauschen?

            Antworten
          • Liebe Sandra
            Ich glaube, wir haben uns so eingerichtet, wie es für uns beide Sinn macht. Aber tatsächlich habe ich auch schon bei passender Gelegenheit ernsthaft angeboten, mal zu tauschen – das wurde aber umgehend abgelehnt.
            Die Reaktionen des Umfeldes interessieren mich eigentlich nicht wirklich. Aber ich bin sicher, wenn ich allein in die Ferien fahren würde, würde ich mir (auch) einiges anhören müssen.
            Aber auch wenn ich weniger zu Hause bin, und deshalb weniger zu Hause leiste, so weiss ich mir doch dennoch zu helfen und “überlebe” locker ein paar Tage mit den Kindern (auch schon, als sie noch klein waren). Und wenn ich etwas nicht finde, dann nur, weil es wieder einmal umgeräumt wurde. Ich empfinde die Arbeit zu Hause auch nicht als “Wahnsinn”, sondern als Aufgabe, die mal mehr, mal weniger anstrengend ist. Wie der Geldjob ja auch.
            Letztlich ist es aber ganz einfach: Wenn eine Person erschöpft ist, und eine Auszeit braucht, sollte man nicht lange diskutieren, sondern das ermöglichen. Auch wenn ich persönlich dabei auch Unterstützung annehmen würde, um allenfalls doch noch ein paar Stunden arbeiten zu können.

          • Lieber Andi
            Merci für den Einblick. Ich finde, das ist ein entscheidender Punkt, den du da ansprichst: Man richtet sich so ein, wie es Sinn macht. Nicht unbedingt so, wie man es sich wünschen würde, wenn man ganz frei wählen könnte. Oft sind die Rahmenbedingungen eben nicht so, dass es viel Sinn macht, die Rollen zu tauschen oder gleichmässiger zu verteilen. Aber das ist ein anderes Thema…
            In unserem Fall hat es jeweils so gut wie keine Reaktionen hervorgerufen, als mein Mann alleine Ferien gemacht hat – und das hat er seit der Geburt unserer Kinder schon einige Male getan. Es hat mich schon erstaunt, wie anders da meine Auszeit aufgenommen wurde.
            Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass nicht zuerst ein Elternteil erschöpft sein muss, um sich eine Auszeit zu gönnen. Seine eigenen Bedürfnisse für ein paar Tage in den Mittelpunkt zu stellen, das tut einfach so gut. Wir werden in Zukunft jedenfalls versuchen, uns abwechselnd alleine (und auch mal als Paar) solche Ferien ohne Familie zu ermöglichen.
            Und zu guter Letzt: Ist das nicht auch ein kleiner Seitenhieb, “weil es wieder einmal umgeräumt wurde”? 😉

          • Liebe Sandra
            Ja, das war auch ein kleiner Seitenhieb. Das Umräumen ohne Bescheid zu sagen ist ja symbolisch dafür, sich für dieses Thema allein verantwortlich zu fühlen, allein entschieden zu dürfen. Dann kann man aber schlecht kritisieren, dass der andere nicht Bescheid weiss.
            Wir haben das vor einiger Zeit mal angesprochen und bereinigt.
            Zu den Rahmenbedingungen: Vielfach wäre ein Tausch absolut möglich oder gar sinnvoll, er wird dennoch nicht gemacht. Ich halte das Thema vielfach auch etwas für eine bequeme Ausrede, um nicht zugeben zu müssen, dass man eigentlich gar nicht unbedingt möchte. “Ich würde schon wollen, kann aber leider nicht…” Für Männer, wie für Frauen. Wer z.B. unbedingt Karriere machen will, und dafür geeignet ist, der wird das auch tun, und sich nicht von leichtem Gegenwind abhalten lassen.

    • Rollentausch ja. Klar macht der Mann es anders als die Frau. Aber ich denke mal, dass sie nach ihren Ferien dann die ganze Wäsche waschen kann und gleich den Schmutz der Woche enfernen kann. Dies gehört eben auch zum Haushalt. Und die Männer denken nur an die Kinder. Ausflüge machen ist ja ok. Aber eben nicht alles.

        Antworten
  • huii, das wird ja als RIESENMISSION dargestellt, einmal alleine verreisen….??? Das wirkt ja fast wieder abschreckend…
    Mein Partner und ich verreisen regelmässig alleine, seit die Kinder klein sind. Wir gönnen dies einander und freuen uns für die “Auszeit”, welche der andere jeweils geniessen kann. Oft habe ich das Gefühl, dass die Mütter nicht loslassen können, um alleinezu verreisen………oder dann ein Ferienort wählen, um ev. schnell wieder zuhause sein zu können. Und ja, wenn der Mann 100% auswärts arbeitet und zuhause nicht so eingespannt ist, wirds vielleicht schwieriger, ihm das Feld zu überlassen um abrauschen zu können…..

      Antworten
    • Liebe Mirjam
      Danke für deinen Kommentar. Abschrecken wollte ich definitiv niemanden – im Gegenteil… 😄 Schön, dass du und dein Partner regelmässig Auszeiten alleine geniessen könnt.

        Antworten
  • … eifach scho nur füre satz: “weil mein Mann seither weiss, dass die T-Shirts unseres Jüngsten im zweitobersten Schrankfach ganz links liegen.” liebi dä teggscht 🤣🤣 so guet und ja, da ig scho vor dr ss aube mueterseelä allei furt bi, wird das o widr gmacht sobaud mini chli kei bruscht me bruucht -glücklechi mueter glücklechi ching… und ja dass d vättärä me anerchennig für paar täg mit ihrne ching bechöme… nid fair aber vo öppis angerem simer leider no meile wit entfärnt …

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  • Ich verreise 1x im Jahr mutterseelenallein. Kultur und Stadtlichter und/oder völlig andere Natur, gern in Wassernähe suche ich meist aus, als kompletter Kontrast zum Leben im Bergdorf. Meist 5-6 Nächte. Einsam fühle ich mich nie, ich bin aber geübt, bin schon immer gern und viel alleine gereist.
    Im vergangen Herbst war ich ganze 2 Wochen weg.
    Ich arbeite 60%, mein Mann währenddessen quasi 80%, einige Playdates für den Nachmittag hatte ich noch organisiert.
    Mein Mann sagte hinterher, dass er keine Ahnung hat, wie Alleinerziehende das schaffen, er hat also sicher etwas gelernt in dieser Zeit.
    Wundern tut sich im Dorf keiner mehr, ganz im Gegenteil zu den ersten Jahren.
    Ich möchte jede Frau und jeden Mann dazu ermutigen, sich das zu trauen und zu gönnen 🙂

      Antworten
    • Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen, liebe Sandra. Und wie toll, dass du dir diese Ferien mutterseelenalleine jedes Jahr gönnst.

        Antworten
  • Der Beitrag scheint schon älter zu sein, ist füt mich aber ganz aktuell und spricht mir aus der Seele. Ich habe es letzte Woche nach 3.5 Jahren Mutter sein gewagt, einen Flug zu buchen. Für mich. Allein. Ich schwanke zwischen enorm grosser Vorfreude und dem Respekt davor, das erste Mal über längere Zeit doch sehr weit weg von meinem Kind zu sein. Vielleicht ist es Zufall, dass ich gerade jetzt über den Post von any working mom „darüber gestolpert“ bin. Deine Geschichte bestätigt mich in meiner Entscheidung! Danke dafür.

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    • Liebe Rahel, danke für deine Rückmeldung und wie schön, dass du es gewagt hast. Meine “Ferien von der Familie” sind tatsächlich schon fast 4 Jahre her, aaaaaber ich habe auch gerade gebucht und werde meine Auszeit im Sommer wiederholen, dieses Mal ganz alleine. Geniess die Vorfreude – und umso mehr dann deine Ferien!

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  • Zu meinem letztjährigen Runden hat mir mein Mann, zusammen mit Familie und Freunden, 1 Woche Ferien geschenkt. Ich habe mich für 4 Tage Wellness und einen 3-Tage-Städtetrip (Trip mit meinem Brudi) entschieden und es war einfach genial! Ich habe jede Sekunde genossen; einfach mal nichts tun und nur SEIN. Mein Mann (er arbeitet 100-150%) hat die Woche mit unseren Kindern (7 & 3) gechillt. War für Alle eine tolle Erfahrung, kann ich nur empfehlen; werde es mir irgendwann wieder gönnen.

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